Leseratten, Buchwürmer und Seitentaucher aufgepasst: Am 29. August, also in etwas weniger als zwei Wochen, geht es im Bodenseeforum wieder um Worte auf Seiten, Bilder auf Pappe und Vielfalt der Genres: Die Bodensee-Buchmesse 2026 ist wieder da!

Lieber selbst nachlesen? Hier gibt es alle Informationen.

Was erwartet Dich?

Für sieben Stunden dürfen Besuchende sich in den Windungen der Stände, Zeilen und Worte der Autor:innen verlieren. Von 10-17 Uhr können auf allen Ebenen des Bodenseeforums bis zu 100 Autoren und Verlage erkundet werden, Genres durchstöbert, Kurse und Lesungen besucht und sich mit anderen Lesenden ausgetauscht werden. Mit 10€ plus den Büchern, die Du dort kaufen wirst, ist der Eintrittspreis vertretbar. Wenn du Freunde oder Kinder hast, die erst 12 sind, kommen die sogar gratis rein.

Kurse und Workshops

Ich werde hier nicht den ganzen Plan nachplappern, sondern nur ausgewählte Punkte hervorheben. Der ganze Plan kann auf der Website heruntergeladen werden, außerdem ist dort eine Liste der Autor:innen verlinkt.

  • Zeichenworkshop von Mark Wamsler, 11-13 Uhr im kleinen Raum K3: Ein Name der mir bis dato unbekannt war, dessen Zeichnungen jedoch Kinderbücher hervorbringen. Er bietet einen offenen Zeichenworkshop an, zeigt Techniken und geht auf Zeichnen als Storybuilding-Technik ein. Finden wir super!

  • Die Dunkle Seite des Autorenlebens: Diskussionsrunde über den (belastenden) Alltag von Autor:innen heute, 12:30 und 13 Uhr im großen Raum K1. Die Autor:innen Rebekka Moser, Evelyne Aschwanden, Sam W., Sandra Vogt, Silke Amberg und Sven Rühl sprechen über Druck und Deadlines, Kreativsein und KI, Mental Health und Hilfsstrategien. (Es ist mir etwas unklar ob die Diskussionsrunde zweimal stattfindet oder nur zwei Slots belegt – ich schätze das werde ich dann herausfinden)

  • Lesung mit Ursula Mayer zu “Mensch Mädle!”, 13:30 in K1. Der Titel schreit für jüngere Menschen geradezu nach “älter” und “überholt”, und genau das ergibt Sinn wenn man sich das Buch anschaut: Die Autorin in ihren 70ern beschreibt das Großwerden im zwanzigsten Jahrhundert, als Frau in einer Männerdomäne, ein Leben in einer anderen Zeit, die sich viele von uns nicht mehr vorstellen können. Wer sich auf die Zeitreise einlassen möchte, kann hier eine Kostprobe erhalten.

  • Blind Book Aktion: Neutral verpackte Bücher, versehen mit Hinweisen zum Inhalt, können gekauft werden. Die Mystery-Aktion ist zugunsten der Stadtbibliothek, die die Einnahmen gespendet bekommt.

Ideen für Freunde und den leichten Geldbeutel

Ich kann es kaum erwarten mich in den Tischen der Bücher zu verlieren und vermutlich mit meinem eigenen Körpergewicht an Büchern wieder rauszukommen 😀

Jedoch ist auch für Studierende der Sommer sowieso eine teure Zeit, da braucht mein Zwiebelledergeldbeutel nicht unbedingt die Aussicht auf Hunderte Euros an Büchern. Deshalb habe ich hier ein paar lustige Aktionen zusammengestellt, die man mit Freunden oder sogar Fremden machen kann, wenn man ganz extrovertiert ist, um die Buchmesse zu genießen und trotzdem mit leichtem Geldbeutel herauszukommen. Eigentlich können die Ideen auch losgelöst von der Buchmesse umgesetzt werden, aber es geht doch nichts über einen Anlass.

  • Genre-Gals/Guys: Finde unter deinen Freunden oder Fremden Leute, die das gleiche Genre wie du gern lesen, und kauft jeder ein unterschiedliches Buch aus diesem Genre. Dann schreibt ihr in die erste Seite mit Bleistift den Namen des Eigentümers, und absteigend die Lesereihenfolge der ganzen Gruppe, bei Fremden mit Adresse oder Telefonnummer, und sobald einer ein Buch fertig hat, schickt die Person es an die nächste in der Liste. Am Ende kommt das Buch wieder zur Käufer:in zurück, und so hat jeder eine schöne Erinnerung von der Buchmesse und trotzdem nur ein Buch gekauft. Je größer die Gruppe, desto mehr Bücher “kauft” ihr!

Optional: Wenn ihr eure Bücher für gewöhnlich mit Stiften und Klebenotitzen markiert, einigt euch auf unterschiedliche Farben, damit ihr sehen könnt wer welchen Teil des Buches besonders gut fand.

  • Schaufenster-Shoppen mit Leseliste: Wenn ihr ein Buch toll findet, müsst ihr es nicht unbedingt neu kaufen. Vielleicht bekommt ihr es im Internet gebraucht für nur halb so viel, oder findet es in eurer heimischen Bibliothek. Habt eine Liste physisch dabei oder auf dem Handy, und tragt die Bücher, die eure Aufsehen erregen, dort ein, mit Titel, Genre, grober Inhalt und warum es euch interessiert (das kann sich über Monate hinweg schon mal ändern, so habt ihr den Grund auch gleich mitnotiert). Jetzt könnt ihr jedem der mal ein Geschenk für euch sucht diese Liste zeigen, oder über die Zeit Ausschau halten ob euch eins der Bücher in die Hände fällt. Vielleicht lernt ihr auch jemanden kennen von dem ihr es privat ausleihen könnt?

  • Listenflohmarkt: Ähnlich wie Schaufenster-shoppen fertigt ihr eine Liste an Büchern an, nur diesmal mit Büchern die ihr Zuhause habt und euch vorstellen könnt, abzugeben. Mit Beschreibung, Rezension und physischem Auftritt (Taschenbuch, Hardcover, Farbschnitt,…). Jetzt könnt ihr, egal ob auf der Buchmesse, in der Vorlesung, in einem Café oder bei einem Geburtstag eure Liste mit anderen Leseratten tauschen und schauen, ob euch ein Buch interessiert, das die andere Person nicht mehr haben will.

  • Lese-Picknick: Ähnlich wie beim Genre-Grouping, scharrst du eine Gruppe an interessierten Menschen um dich, die alle am gleichen Buch interessiert sind. Macht gemeinsam ein Picknick am Seeufer (oder woanders, wenn kein See verfügbar ist) und lest gemeinsam ein Buch. Reihum liest immer eine Person ein Kapitel, dann gibt sie das Buch weiter. Nebenher könnt ihr snacken, was trinken und die überraschten Gesichter genießen, wenn der Plottwist passiert. Die Messe geht ja eh nur bis 17 Uhr, warum also nicht direkt danach am Ufer?

  • DIY-Farbschnitt: Was wäre eine Liste der Kunst-Werk-Stadt ohne etwas künstlerisches? Trefft euch in der Gruppe mit einem oder mehreren Büchern pro Person und fertigt mit verdünnten Acrylfarben oder Aquarell- oder Wasserfarben einen eigenen Farbschnitt an (Farbschnitt nennt man es wenn die Seiten der Bücher an der Kante angemalt sind, egal ob mehrfarbig oder einfarbig). Wenn ihr euch künstlerisch nicht so viel zutraut, fangt mit einem Buch an das euch nicht sooo wichtig ist. Hauptsache ihr habt Spaß!

Autorin dieses Beitrags: Sophie Wiest