Hochschulgruppe Uni Konstanz

Kategorie: Deutsch (Seite 3 von 4)

Vier sonnige Sommer-Veranstaltungen

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken, Kulturell

1.Grenzüberschreitender 24h FlohmarktZwei Schwan-Eltern mit ihren drei Küken auf dem See. Im Hintergrund ist die Imperia zu sehen.

Von dem 28.06. bis zu dem 29.06.25 findet der jährliche große Sommer-Flohmarkt statt. Die Besonderheit: In zwei Ländern, grenzüberschreitend und 24h. Mit über 9 Kilometern und mehr als 1.000 Ständen gibt es von Live-Musik, Kunst, Kleidung, Büchern, Spielzeuge bis zu verschiedensten Leckerbissen für alle etwas. Der Flohmarkt findet am Rheinufer, an der Laube, auf dem Schottenplatz, dem Lutherplatz, dem Sankt-Stephans-Platz, über die Kreuzlinger Straße bis zur Hauptstrasse in Kreuzlingen statt. Ab 16 Uhr geht es in Kreuzlingen los und ab 17 Uhr in Konstanz.

 

2.Das Altern der Anderen

„Das Altern der Anderen“ ist ein Stück der Spitalstiftung, welches auf Alter, Pflege und Gemeinschaft aufmerksam macht. Die Aufführungen finden vom 11.07. bis zu dem 13.07.25 in der Spiegelhalle Konstanz statt. Das Ziel dieses Projektes ist es, Pflegeheime nicht als Angstthema, sondern als Orte der Würde und Lebensqualität zu präsentieren.

Weitere Infos unter: https://www.spitalstiftung-konstanz.de/aktuelles.html

 

3.Weinfest

Von dem 30.07. bis zu dem 02.08.25 findet das jährliche Weinfest auf dem Sankt-Stephans-Platz statt. Mehrere Zelte, viele verschiedene Weine, regionale Köstlichkeiten, gute Stimmung und Live-Musik sind hier Programm. Geöffnet hat es von Mittwoch bis Freitag, 16:00-01:00 Uhr und am Samstag von 13:00-01:00 Uhr.

 

4.SeenachtsfestEin buntes Feuerwerk über dem Bodensee.

Am 09.08.25 findet das jährliche Seenachtsfest statt. Ab 15 Uhr verwandelt sich die Konstanzer Uferpromenade in einen bunten Schauplatz von Kunst, Sport und Musik. Neben Wasserski-Kunst, Live Bands, DJs und Tänzer:innen gibt es ein vielfältiges Programm. Der Höhepunkt des Abends ist das Musikfeuerwerk, die Nachbarstädte Konstanz und Kreuzlingen inszenieren atemberaubende Feuerwerke und krönen diese in einem gemeinsamen Finale.

Weitere Infos unter: https://www.seenachtfest.de/

In Kreuzlingen findet vom 08.08 bis zum 10.08.25 ebenfalls ein Seenachtsfest, das Fantastical statt.

Weitere Infos unter: https://fantastical.ch

Harmonie in Kontrast: Wenn Farben Geschichten erzählen

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Junge Kunst, Kunst am Bau

In einer Welt, die oft zwischen Hektik und Stille schwankt, schafft das Kunstprojekt „Harmonie in Kontrast“ einen Raum der Begegnung – zwischen Gegensätzen, Emotionen und innerer Einkehr. Im Zentrum stehen zwei abstrakte Katzen, deren kraftvolle Farbgebung nicht nur das Auge fesselt, sondern auch die Seele berührt. Rot, Blau, Schwarz und Gelb – jede dieser Farben trägt eine tiefere Bedeutung und erzählt eine eigene Geschichte im Wandbild.

Rot: Die Hitze der Leidenschaft

Die erste Farbe, die ins Auge springt, ist ein vibrierendes, flirrendes Rot. Es durchzieht die eine der beiden Katzen und scheint wie ein pulsierendes Herz inmitten des Bildes zu schlagen. Rot steht für Leidenschaft, Energie und Mut – Eigenschaften, die nicht nur das Tier symbolisiert, sondern auch den kreativen Schaffensprozess der Künstlerin selbst. Es ist die Farbe des Lebens, der Impulsivität und des Feuers. In „Harmonie in Kontrast“ wirkt Rot wie ein Aufschrei  und zugleich wie eine Einladung, das eigene Feuer zu spüren.

Blau: Die Tiefe des Mysteriums

Der Kontrast zum Rot könnte stärker kaum sein: Ein intensives, fast magnetisch anziehendes Blau durchzieht die zweite Katze. Blau steht für das Mysterium, die Tiefe und das Unausgesprochene. In dieser Farbe schwingt Ruhe, aber auch Unergründlichkeit mit. Sie zieht den Betrachter tiefer in das Bild hinein, regt zum Nachdenken an. Wo Rot laut ist, bleibt Blau leise und sanft – und schafft dadurch auch Raum für Interpretation. Zusammen mit dem Rot bildet es eine Spannung, die das Auge fesselt und gleichzeitig ein Gefühl innerer Balance erzeugt.

Schwarz: Das Geheimnis zwischen den Zeilen

Schwarz ergänzt die Komposition als stiller Schatten – es umrahmt, hebt hervor und verschleiert. Als Symbol des Geheimnisses gibt Schwarz dem Kunstwerk Tiefe und einen Hauch von Unnahbarkeit und Distanz. Es steht für das Nicht-Sichtbare, eine Leerstelle, das Unausgesprochene, das im Verborgenen liegt. Schwarz verleiht der Komposition Ernsthaftigkeit und lässt gleichzeitig Raum für Projektion und Spekulationen. Es fordert den Betrachter auf, zwischen den Linien zu lesen und vielleicht sich selbst darin zu entdecken.

Gelb: Die strahlende Lebensfreude

Und dann ist da noch Gelb – strahlend, warm, einladend, freundlich und fast schon kindlich. Es bringt Licht in die Szene, ohne sie zu dominieren. Gelb steht für Lebensfreude, Leichtigkeit und Optimismus. Es wirkt wie ein Hoffnungsschimmer zwischen den intensiven Farbtönen und balanciert die tiefere Symbolik der anderen Farben aus. In der Komposition bringt Gelb Bewegung und Wärme mit sich – ein Lächeln in Farbe.

Die Ruhe der Lesenden: Gelassenheit im Kontrast

Links im Bild, fast wie eine Parallelwelt, ruhen zwei menschenähnliche Figuren auf weichen Kissen – versunken in Bücher und abgeschottet vom Farbspektakel um sie herum. Ihre Körperhaltung vermittelt Entspannung. Ihre Aktivität steht sinnbildlich für Reflexion, Stille und Rückzug. Sie bilden das Gegengewicht zu den intensiven Katzen und Farben um sich herum. Diese Gegenüberstellung lädt ein, über das Verhältnis von Lebendigkeit und Gelassenheit nachzudenken. Wann greifen wir zum Buch und wann zum Pinsel? Wann lassen wir uns treiben und wann tauchen wir ab?

„Harmonie in Kontrast“ ist mehr als ein visuelles Erlebnis – es ist eine Einladung zur Selbstreflexion. Die kraftvollen Farben symbolisieren das Spannungsfeld, in dem wir uns alle bewegen: zwischen Leidenschaft und Ruhe, Geheimnis und Klarheit, Intensität und Leichtigkeit. Dieses Kunstwerk erinnert uns daran, dass Gegensätze sich nicht ausschließen müssen, sondern sich oft erst in ihrer Verbindung entfalten.

Milkshaky Way

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Junge Kunst, Kunst am Bau

 

Milkshaky Way

Milkshaky Way – @Sophie W. @Pablo Moosmayer – Foto by © Jean-Marcel Rieger

Die ersten menschenähnlichen Wesen, die Hominiden, erschienen vor etwa 6 bis 7 Millionen Jahren auf der Erde. Der moderne Mensch, der Homo sapiens, betrat vor ungefähr 300.000 Jahren die Bühne der Geschichte. Unsere Erde selbst entstand vor rund 4,6 Milliarden Jahren aus einer gewaltigen Wolke aus Staub und Gas. Noch weiter zurück reicht die Entstehung des Universums, das vor etwa 13,8 Milliarden Jahren begann – laut der bekanntesten Theorie, dem Big Bang. Doch es gibt auch alternative Ideen, wie zum Beispiel den Big Bounce.

Aber was geschah wirklich zu Beginn unserer Geschichte? Was ist der Ursprung des Seins? Warum sind wir hier, und welchen Sinn hat das alles?

Könnte es sein, dass sich im Zentrum des Universums ein riesiger Erdbeer-Milchshake befindet? Vielleicht nennen wir unsere Galaxie deshalb die „Milky Way“? Und wer weiß, vielleicht war der Ursprung nicht der Big Bang oder der Big Bounce, sondern ein „Big Shake“? Vielleicht schwimmen in den Weiten der dunklen Materie geheimnisvolle Meereswesen, die mit speziellen Kiemen perfekt an die kosmischen Bedingungen angepasst sind?

Wir an der Universität sind Wissenschaftler:innen, und unsere Aufgabe ist es, jeder noch so kuriosen Frage auf den Grund (oder den Boden des Milchshakes) zu gehen. Zugegeben, die Milchshake-Theorie können wir weder beweisen noch widerlegen. Aber auch wenn diese Idee absurd erscheinen mag, wer weiß – vielleicht inspiriert sie ja jemanden da draußen und versüßt ihnen ein wenig den Tag …

 

Künstler/in: Sophie W. und Pablo Moosmayer

An outburst of creativity

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Junge Kunst, Kunst am Bau

Künstler/in: jungeswild

 

 

Die Künstlerin beschreibt diese Wandmalerei als einen Ausbruch von Kreativität.
Sie soll zeigen, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind – einzigartige Dinge entstehen nur, wenn der Geist vom Denken in Normen befreit ist.
Das Werk veranschaulicht, wie eine kleine Idee durch Kreativität zu etwas Großem heranwachsen kann. Es ist der Künstlerin wichtig, die Menschen mit ihrer Kunst zum Lachen zu bringen und sie zu ermutigen, ihrer eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen.

Zum Instagram der Künstlerin.

 

Fenster zu anderen Orten

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Junge Kunst, Kunst am Bau

Künstler/in: Ornella Hohenberger

Mit diesem Werk, wie der Titel verrät, möchte die Künstlerin ein Fenster zu anderen Orten öffnen.
Durch ein U-Boot-Bullauge sind Quallen und die Tiefsee zu sehen, während der Blick aus einem Gartenfenster dazu einlädt, die Natur zu genießen und eine Katze zu streicheln. Diese Welt erinnert an Der geheime Garten und trägt eine persönliche Note: Die Katze symbolisiert das verstorbene Haustier der Künstlerin.
Darüber hinaus zeigt das Werk eine Reise im Raumschiff, durch dessen Fenster fremde Planeten und Sterne sichtbar sind, sowie eine Fantasy-Welt mit Drachen und lebendigen Bäumen, die mit Wanderern sprechen.

Zum Instagram der Künstlerin.

 

Graue Wände. Bunter Campus.

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Junge Kunst, Kunst am Bau

Im Jahre 2024 hat das Green Office Konstanz mit der StuVe und dem Künstlerkollektiv das künstlerische Projekt „Graue Wände. Bunter Campus.“ in den Studierendenalltag ins Leben gerufen.

Die Motivation entstand durch die Baustelle der Universität Konstanz. Man möchte in den grauen Alltag etwas Farbe durch das künstlerische bemalen an den Baustellenwänden bringen.

Wir sind gespannt, was mit den Wänden nach der Baustelle passiert.

 

 

Hier werden im Laufe der Zeit die einzelnen Kunstwerke präsentiert.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Social Media:

Green Office Uni Konstanz

Künstlerkollektiv Uni Konstanz

 

Otto Piene – Glasdach (1972)

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Deutsch, Kunst am Bau

Das Glasdach im Foyer ist das wohl bekannteste Kunstwerk an der Uni Konstanz. Mit seinen farbenfrohen Lichtprojektionen ist es bei Sonnenschein nicht übersehbar. Durch seine Positionierung inmitten des Hauptzugangsbereichs der Universität ist die Lichtinstallation präsent im Alltag der Studierenden und Angestellten. Das Glasdach entstand in den 70er-Jahren zu Zeiten der Fertigstellung der Uni Konstanz im Rahmen eines Kunst-am-Bau-Wettbewerbs. Otto Piene schlug vor, ein Glasdach aus 227 pyramidenförmigen Glasgebilden als stimmungsvolles Lichtspiel zu entwerfen. Jede Seite der Glaspyramide ist dabei in einer anderen Farbe gefärbt. So entstehen bei starkem Lichteinfall trianguläre Farbmuster auf dem Pflasterboden des Foyers. Die Dreiecke sind farbenfroh in Gelb, Orange, Rot und Blau gehalten. Bei wechselndem Wetter verändert sich auch die räumliche Farbwirkung des Kunstwerks. Bei schwachem Lichteinfall entstehen dadurch homogene Farbflecken, die sich auf dem unebenen Boden des Foyers ausbreiten. Die ursprüngliche Installation aus Plexiglas wurde 2005 aus Brandschutzgründen in eine Glasinstallation umgewandelt. Piene entwarf außer dem Glasdach auch noch eine Beleuchtung aus aneinander gereihten Glühbirnen und Sitzmöglichkeiten für den Foyerbereich. Piene hatte großen Einfluss auf die gebaute Reform der Universität Konstanz und kann als architektonischer Vorreiter gesehen werden.

Zum Künstler: Otto Piene wurde 1928 in Laasphe, Westfalen, geboren und verstarb 2014 in Berlin. Piene war Mitgründer der Künstlergruppe ZERO, die 1957 in Zusammenarbeit mit Heinz Mack entstand. Im Rahmen dieser Künstlergruppe kam es zu gemeinsamen Ausstellungen auf Messen und in Museen, die den Kunstschaffenden internationale Bekanntheit verschafften. Otto Piene war ab den 70er-Jahren in Cambridge, USA, als Professor und später als Direktor des Center for Advanced Visual Studies tätig.

Quelle: Gebaute Reform: Architektur und Kunst am Bau der Universität Konstanz, Hirmer, 2016.

Fotos: Laura Hangleiter

Theater Konstanz

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Deutsch, Historische Gebäude

Vier Jahre Theaterglück

Ich war Teil eines Theaters, das vor kreativer Lust zu explodieren drohte, und alle, die da verantwortlich waren, fühlten sich ausschließlich dem Theatermachen verpflichtet; man selber war mittendrin und trug mit an dieser Verantwortung und wurde mit Respekt belohnt und mit Vertrauen. Die Frage „Wo ist denn Konstanz?“ stellte sich längst nicht mehr. Konstanz war der Nabel meiner Theaterwelt geworden; Ausflüge nach Zürich bestätigten die selbstbewusste Gewissheit, dass der Geist, der unsere Arbeit durchwehte, ein besonderer sei. Das Theater war längst in die Stadt gewuchert – Fabriken, Badepavillons, Lokschuppen. Friedliche Übernahmen noch und noch, die Phantasie erhielt Flügel. Am gegenüberliegenden Ufer des Sees eine Bootslagerhalle, im Sommer naturgemäß leerstehend. Da musste Leben hin – unser Begriff von Leben war Theater.

– Helmut Mooshammer, Schauspieler, 1987 – 1991 in Konstanz.

Und der Vorhang geht auf! Das Theater in Konstanz ist mit ein paar kleinen Lücken, die am längsten bespielte Bühne Deutschlands. Seit über 400 Jahren wird hier Kreativität, Kunst und Leidenschaft ausgeübt. 1607 wurde der Grundstein für die Schule des Konstanzer Jesuitenkollegs gelegt und somit der erste Schritt in Richtung Konstanzer Theater getan. Der Jesuitenorden, zuerst nur auf religiös-missionarischer Mission, nahm sich der säkularen Bildungsarbeit an und gründete bald darauf eine Schule. Die Theateraufführungen dienten hier als Übung und Lernmethode für den Lateinunterricht und wurden in der Aula aufgeführt. Dementsprechend wurden alle aufgeführten Stücke, die meist von Heiligen oder Märtyrern handelten, bis zur Auflösung des Ordens 1773 in Latein verfasst. (Zum zeitlichen Vergleich: Goethes „Leiden des jungen Werther“ erschien bereits das Jahr darauf.)

Nach der Auflösung des Ordens erwarben 1788 zwei Konstanzer Bürger das Haus und bauten es zu einem Theatersaal um. Dieser wurde bis 1852 an unterschiedliche, wandernde Theatergruppen vermietet und/oder verpachtet. Ab dann änderte sich nur der Besitzer der Bühne, denn die Stadt kaufte das Gebäude auf, setzte aber den Pachtbetrieb bis 1952 fort.

Eine Zeit der Krise tat sich für das Theater Konstanz in der NS-Zeit auf. Ab der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 galt die Stadt Konstanz, aufgrund ihrer Lage, als wertvolle Grenzstadt und „Visitenkarte“ des neuen deutschen Reiches. Da jedoch bei keiner kommunalen Wahl die NSDAP die Mehrheit erreichte, musste eine rasche Propagandierung her. Es wurde beschlossen das alte Theater umzubauen und zu neuem Glanz zu verhelfen. Somit kam es zu einer kurzen Schließung bis zur Neueröffnung am 20. Oktober 1934. Von nun an sollte ein Dreispartentheater entstehen, dass durch Oper/Operette, Ballett und Schauspiel/Komödie das deutsche Kulturgut über die Grenzen hinaus vermittelt. 1941 stand allerdings die nächste Hürde für das Theater an. Der Krieg hatte begonnen und immer mehr Männer und somit auch Schauspieler wurden in die Wehrmacht eingezogen und an die Front geschickt. Dadurch stand die Konstanzer Bühne kriegsbedingt kurz vor der Schließung. Allerdings sollte aufgrund der Nähe zur Schweiz und der Rolle als Grenztheater weitergespielt werden und so mussten wenige Schauspieler in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen.

Ab den 70ern macht sich auch in Konstanz die Aufbruchsstimmung breit und das Theater erlebte einen neuen Aufschwung in der künstlerischen Freiheit und der politischen Erziehungsfunktion. Stücke wie „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ oder „Stützen der Gesellschaft“ wurden aufgeführt und für eine kurze Weile spielte man sogar im Audimax der Universität.

In den 80ern nimmt das Theater Konstanz die Form an, wie wir sie heute kennen. Kinder- und Jugendspiele werden über die Jahre in das Programm aufgenommen und bilden nun einen festen Bestandteil. Das Theater Konstanz ist in der Gegenwart angelangt und hat seit seiner Gründung als Jesuitentheater über Wandertruppen bis hin zu der Übergangsform des 20. Jahrhunderts einen turbulenten Wandel hinter sich.

Aktuelles Programm: https://webshop.jetticket.net/theaterkonstanz/Events

Quelle: Nix, Christoph/Bruder, David/Leipold, Brigitte: Hier wird gespielt! 400 Jahre Theater Konstanz. (2007)

Fotos: Sara Rohde

Imperia

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken

Als Wahrzeichen bekannt, besticht die sich drehende Imperia im Hafen von Konstanz. Der Künstler Peter Lenk, lebhaft in Bodman, nahm mit der aus Beton gegossenen Figur Bezug auf eine der „Tolldreisten Geschichten“ Balzacs. Die neun Meter hohe Figur hält in ihrer linken und rechten Hand Figuren nach dem Abbild eines Kaisers und Papstes. Hierdurch kann auf die Mäträssenherrschaft der damaligen Zeit verwiesen werden und macht diese sichtbar.

Da Imperias Kopfbedeckung Ähnlichkeiten mit einer Narrenkappe aufzeigt und durch die Kleidung, der zwei im Gesamtverhältnis klein dargestellten Männer, wird hier von der Kurtisane das Machtverhältnis durchschaut und durchbrochen. Die durch diese verschiedenen Elemente aufgezeigte Situation, rief beim Aufstellen, fast direkt neben dem seit 1920 bestehenden Denkmal für Graf Zeppelin, 1993 einen Skandal hervor.

Eine Aufnahme der Imperia von schräg unten.

Imperia, Konstanz: Wikimedia Commons

Nahaufnahme der Papstkarrikatur (Imperia)

Imperia Papstkarrikatur: Wikimedia Commons

Hinweis: Der obenstehende Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen.

 

Zebra Kino

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken

Unter dem Motto „Andere Filme anders zeigen“ präsentiert das Zebra Kino seit 1984 internationale, aktuelle, klassische oder außergewöhnliche Filme. Besonders ist aber nicht nur ihr Programm: Das kleine Kino findet Platz im Chérisy-Areal, in einem ehemalig französischem Truppenkino. Das Zebra Kino entspringt der Idee einer StudentInnengruppe, die den Film in den 80ern wieder beliebt machen wollen. Ganz ehrenamtlich entsteht also ein Verein, der uns trotz Umzügen und sehr begrenzter finanzieller Mittel bis heute mit fantastischen Streifen verwöhnt. Besonders mutig finden wir, dass die jungen Studierenden schon in den 80ern versuchen Platz für Queerness zu schaffen. Aus dem queeren Filmfest „Warmer Winter“ ist heute das „Queergestreift“ Festival geworden, das uns Filme außerhalb der heteronormativen
Schublade präsentiert.

Hinterm Kulturladen versteckt findet ihr den Eingang zum wohl charmantesten kleinen Kino in Konstanz. Das Zebra Kino verzaubert mit seinem Ambiente und zeigt dazu noch besondere Filme. An der kleinen Bar ist schnell ein kühles Getränk besorgt, um danach ganz gemütlich in den roten Sitzen zu versinken. Ein Open Space für alle und besonders für die, die sich auch für den kleinen Film begeistern.

 

 

Hinweis: Der obenstehende Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen.