Hochschulgruppe Uni Konstanz

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Lyrik am Bodensee

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Deutsch, literarisch

Seit Jahrhunderten ist der Bodensee ein prominentes Motiv in der Dichtung und zeugt von einer Quelle der Inspiration, die dutzenden Dichter*innen ins Reich der sprachlichen Ausdrücke geführt hat. Man gibt sich etwas Innigem hin – offenbar getragen von der Wirkkraft des Bodensees.

Da verweilen die Dichtenden nun am Ufer des Sees, schauen in die Ferne und verspüren eine gewisse Regung: vielleicht Melancholie, vielleicht Gelassenheit oder vielleicht Wanderlust? Diese Vielzahl an Empfindungen sind es, die die Lyrik in ihrer Variation aufnimmt und verarbeitet. In Gedichten, die den Bodensee thematisieren wird deutlich, welch zahlreiche poetische Optionen ermöglicht werden im Umgang mit einer einzigen Kulisse. Zugleich laden sie dazu ein, beim nächsten Spaziergang die Umgebung mit anderen Akzenten zu erfassen. So bewegt man sich mit offenen Augen, schreibend – oder so wie wir heute lesend – um den Bodensee.

Erika Burkart Der Tisch – In einem alten Meersburger Garten

Wie viel erzählt ein verlassener Tisch im alten Meersburger Garten? Retrospektiv stellt sich diese Frage, die im Aargau geborene Schriftstellerin Erika Burkart. In pointierter, von einem Hauch Wehmut durchzogener Sprache erzählt uns die Autorin von einem – der Natur zum Opfer gefallenen – einsamen Tisch. Noch trägt er flüchtige Überbleibsel einer vorausgegangenen Sommerszene, ehe sich die Menschen schließlich in den Winter verabschiedeten.

Erika Burkart selbst lässt uns daran teilhaben:

Umrankt ihn, Efeu und Winden,

den alten rostigen Gartentisch,

mit Blättern deckt, schatten-

und sonnengoldgrünen,

das fleckige Weinrot,

bis man vergißt

hier

ist ein Tisch,

saßen Menschen

reichten sich über das Tuch

Tee und Gebäck

schauten sich unter die Wimpern

sprachen vom Sommer

schwiegen –

räumten ab und gingen

jeder in seinen

eigenen Winter.

Richard Dehmel Konstanz

Hier am Bodensee verursachen selbst die hochverehrten Komponisten zu viel Krach. Dies bringt uns der Schriftsteller Richard Dehmel auf einer feinsinnigen und verspielten Art und Weise näher: Da möchte man sich in der mystischen und gelassenen Landschaft des Sees niederlassen, doch diese Begierde wird gebrochen, durch keinen geringeren als Ludwig van Beethoven!

Richard Dehmel selbst dazu:

Im offenen Garten ist Konzert am See,

der Geist Beethovens schwebt von Stern zu Stern;

tief unter Brücken schweigt die Wasserfee,

hoch über Türmen schweigt der Alpenschnee,

schweigt Stern bei Stern, schweigt wie seit je;

und immer noch Konzert, Konzert am See –

O Beethoven, wozu der Lärm?! –

Elisabeth Borchers Später Nachmittag

Könnte der Bodensee sprechen, was würde dieser von sich geben: ein Kichern, ein Seufzen, ein Lachen? Die Varianten aller Möglichkeiten lassen die Fantasie nicht müde werden, doch nach der Schriftstellerin Elisabeth Borchers wäre es dies: ein Lockruf. Erschöpft von der Sommerhitze ruht man träge – Stunde um Stunde – bis in Windeseile eine Einladung herüberrascht und der See sein Verlangen nach Zweisamkeit ausdrückt.

Elisabeth Borchers schreibt:

Des Sommers müde

ruht ohne Störung

bis fern

teilnehmend am Horizont

diesem Fußpfad hinüber

der See

und lädt ein

übers Wasser zu gehen

So wurden aus Empfindungen Gedanken, aus Gedanken Worte, und aus diesen Worten verwandelt sich ein weißes Blatt in ein Gedicht. Der Bodensee verführt dazu, sich der Offenheit seiner Präsenz hinzugeben und vielleicht findet sich unter den Lesenden die nächste Person, welche ein Zeichen der Zuneigung dem Bodensee vermitteln möchte.

Märchenstimmung in Gottlieben – Ein Besuch in der Drachenburg

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Allgemein, Deutsch, Historische Gebäude, Kunst & Architektur

Ein Zierdrache an der Fassade der Drachenburg in Gottlieben. Foto: Linn Petrat

Die Festtage sind um, die diffuse Zeit zwischen den Jahren wurde meist auf dem Sofa verbracht, und das neue Jahr wurde ausgelassen gefeiert. Egal, ob man sich Neujahrsvorsätze gemacht hat, oder nicht – allen tut ein ausgiebiger Spaziergang gut, um dem Trubel der intensiven Weihnachts- und Neujahrszeit zu entkommen und die Ruhe zu genießen. Wer sich vom Konstanzer Paradies aus übers Tägermoos in die Schweiz aufmacht, den tragen die Füße bei großer Spazierlaune dann auch mal bis ins etwa drei Kilometer entfernte Gottlieben. Die Gemeinde am Seerhein zählt etwa 300 Einwohner:innen und ist flächenmäßig eine der kleinsten Gemeinden der Schweiz – doch das märchenhafte Dörfchen bietet einige Schätze, die keineswegs im Verborgenen bleiben sollten.

Beim Schlendern bekommt man schnell das Gefühl, man hätte sich nicht nur über die Landesgrenze begeben, sondern direkt in einen der Märchenfilme hinein, die in der Weihnachtszeit ohne Unterlass über die Bildschirme flimmern. Zunächst erhascht man durchs winterlich eher karge Blätterdickicht einen Blick auf das Schloss Gottlieben, das im Jahr 1251 als Wasserburg geplant wurde. Durch seine Lage direkt am Wasser und umgeben von einem großflächigen Anwesen ist die Außenfassade von der anderen Uferseite am Wollmatinger Ried jedoch noch etwas besser zu betrachten – ein lohnenswertes Ziel für einen weiteren Spaziergang.

Ist man im Ort Gottlieben angekommen, führt der Weg entlang der zahlreichen malerischen Fachwerkhäuser, die größtenteils aus dem 17. Jahrhundert stammen. Das rote Fachwerk und die grünen Fensterläden leuchten einem auf dem Dorfplatz strahlend entgegen, da tauchen plötzlich mehrere Drachen im Blickfeld auf. Drachen? Wir sind doch bei all der märchenhaften und zeitlosen Stimmung nicht etwa bei Game of Thrones gelandet, wo Daenerys‘ Drachen den Himmel unsicher machen? Doch ein zweiter Blick genügt: Bei genauerem Hinsehen, fällt natürlich schnell auf, dass der grün angelaufene Drache am Haus befestigt ist, und statt Feuer höchstens Wasser spucken könnte, wenn es besonders viel regnet.

Die Drachenburg hat ihren Namen Quellen zufolge auch nicht daher, dass in Gottlieben tatsächlich Drachen zugange waren, sondern von der auffälligen und besonderen Schmuckpracht der Fassade. Denn neben dem detailreichen Fachwerk zieren auch einige Drachenfiguren das Haus. Diese wurden um das Jahr 1890 vom Tägerwiler Julius Schürer an dem zu dieser Zeit von Marie Fuhrimann als Altertumshandlung und „Weinstube zur Drachenburg“ geführtem Gebäude angebracht. Der Name Drachenburg kann historisch nicht anders belegt werden – die mystische Herkunft der Drachen in Gottlieben sind also den Einfällen von Fuhrimann oder Schürer zu verdanken. Die Drachenburg selbst wurde schon mehr als Einhundert Jahre früher gebaut. An einem Dachziegel im Obergeschoss fand man einen Hinweis auf das Baujahr 1674. Knapp 30 Jahre später wurde das Fachwerkhaus bereits wieder um- oder neugebaut und an das nebenan gelegene Untere Steinhaus durch einen Mann des Namens Bockmeyer angegliedert. Sein Wappen, das einen Schafbock zeigt, und die Jahreszahl 1716 lassen sich noch heute über dem Eingangsportal entdecken.

 

 

Seit langer Zeit ist die Drachenburg, mit ihren zwei prominenten Erkern zum Dorfplatz gewandt, nur noch in Einheit mit dem gegenüberliegenden Waaghaus bekannt. Das Hotel Drachenburg und Waaghaus wurde ganze 128 Jahre von der Familie Hummel geführt. Nach einigen Umbauten des Waaghauses, welches früher als Salzstadel diente, wurde es lange als Gasthaus betrieben. Im Jahr 1953 übernahm die Familie Hummel dann auch die Drachenburg und ließ das angeschlossene Untere Steinhaus in ein Hotel umwandeln. Die Anschlüsse von weiteren Häusern an das bestehende Hotel erfolgten in den nächsten Jahren, sodass die „Drachenburg & Waaghaus AG“ das Gottlieber Hotel- und Gastronomiegewerbe weitgehend dominierte. Im Jahr 2020 übernahm eine Stiftung die AG – mit dem Ziel zu modernisieren und zu sanieren – und vor allem, das Ensemble an historischen Baudenkmälern zu bewahren. Aufgrund der Sanierung ist das Betreten des Gebäudes momentan nicht möglich, doch selbst der Blick von außen reicht aus, um sich die vielfältige Historie der Drachenburg vorstellen zu können.

Ein Spaziergang nach Gottlieben gleicht einer kleinen Reise raus aus dem Alltag und hinein in einen kleinen Ort voller Geschichte, beeindruckender Architektur und einer ganz besonderen Atmosphäre. Man bekommt dort das Gefühl, sich durch die Zeit hindurch zu bewegen – und das nicht nur nach Wochen voller Feiertage, in denen kaum einer noch weiß, um welchen Wochentag es sich handelt. Die Drachenburg mit ihrer vielseitigen Geschichte lädt besonders zum Tagträumen und Staunen ein – und ist ein guter Grund, sich aufzumachen, um den Nachbarort zu entdecken.

Kurze Künstlervorstellung: Bruno Epple

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Deutsch, Kunst & Architektur, literarisch

1931 in Rielasingen geboren, verbrachte Bruno Epple seine Kindheit und Jugend in Radolfzell und besuchte das Heinrich-Suso-Gymnasium in Konstanz. Bevor er 2023 in Allensbach verstarb, war er Maler, Dichter und Lehrer am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Konstanz, später am Gymnasium Radolfzell.

Zunächst schrieb er „unbesorgt ins Tagebuch“, später schrieb er, um seine Lyrik und Prosa zu publizieren. Manche seiner Veröffentlichungen sind im sogenannten „Bodenseealemannisch” geschrieben, ein Dialekt, der im südlichen Allgäu bis hin zu einigen schweizerischen Ufergemeinden gesprochen wird. Für diese Art, die alemannische Mundart aufrechtzuerhalten, gewann er 1996 die Johann-Peter-Hebel-Medaille.

Handgeschriebenes Selbstzitat (Gedichtverse, alemannisch) und Unterschrift auf Titelblatt des Buches „reit ritterle reit“, 1979

Urheber: Markus Wolter, lizensiert unter CC4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Epple bindet in seine Texte oft persönliche Konstanz-Anekdoten ein, ob er in „Der Schatten des Hus“ vom Essen Kretzerfilets in Konstanz erzählt oder in „Immer bei Schuberts Musik“ über die Eichhornstraße spaziert. Aus Letzterem eine besonders schöne Passage:

Ich schaue auf, schaue aus dem Fenster: Im Osten ein sanftblauer Himmel, der ins Grünliche abklingt. Schimmert des Sees Silber über den Bäumen? Ich kann’s nicht sagen. Unten liegt der Hof im Schatten, jenseits der Mauer breitet sich Wiese aus, und am Ende der Wiese erhebt sich ein Wall von Buchen und Tannen. Wer mag in dem altertümlichen Haus wohnen, dessen Fassade rötlich erblüht und sanft sich verwandelt unter dem Schein der sich neigenden Sonne? Wie verwunschen.

Seine Malerei erinnert an Kinderbuchillustrationen, mit Figuren, die stets eine ähnlich runde Körperform besitzen und mit intensiven Farben, die berühren. Manche seiner Bilder und Grafiken wurden auch als Ilustrationen in seinen oder den Büchern anderer verwendet. Der Bodensee ist dabei ein gern gewähltes Motiv des Künstlers.

Eine nackte Person mit roten, langen Haaaren steht in einem Zimmer.

Abandonnée

Epple Bruno Abandonnée“ von Arbrealettres& ist lizensiert unter CC BY-SA 2.0.

Die Verbundenheit zum See spiegelt sich ebenfalls in seinem Geschriebenen wider; in den Werken „Seegefilde“, „Den See vor Augen“ und „Vor allem der See“ rekapituliert er seine Kindheitserinnerungen aus der Bodenseeregion. 1991 gewann er den Bodensee-Literaturpreis für „sein literarisches Schaffen“.

Sowohl an Epples Texten als auch an seinen Gemälden kann man viel Freude finden, vor allem, wenn man mit dem „spielerischen Ernst” an sie herantritt, mit dem er sie kreierte!

Vier magische Winter-veranstaltungen

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Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken, Kulturell

1. Der Konstanzer Weihnachtsmarkt am See 

Vom 27.11. bis zum 23.12.2025

Wie jedes Jahr, findet der diesjährige Konstanzer Weihnachtsmarkt entlang des Seeufers, im Stadtgarten und über die Marktstätte hinweg, statt. Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit spielen hier eine essentielle Rolle.

Zahlreiche individuell gestaltete Hütten, samt ihrer liebevollen Details und den unzähligen Lichtern, erschaffen eine magische Weihnachts-Atmosphäre. Es gibt eine große Auswahl an hochwertigen und handgefertigten Produkten sowie ein vielfältiges Speise- und Getränkeangebot. Ob auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk, etwas stöbern oder einfach nur zum schlemmen – es ist für alle etwas dabei.

Weitere Infos unter: https://weihnachtsmarkt-am-see.de 

 

2. Das Konstanzer Weihnachtssingen

Am 12.12.2025 von 18:00-19:30 in der Schänzle Sporthalle 

Die HSG Konstanz lädt zu einer stimmungsvollen Veranstaltung ein. Das Konstanzer Weihnachtssingen bietet einen Abend voller Musik, guter Laune und Einstimmen auf die Weihnachtszeit. Der Chor und das Orchester des Ellenrieder-Gymnasiums singen und begleiten bekannte Weihnachtslieder. Zusätzlich gibt es einen Auftritt der HSG-Cheerleader. Nach dem Programm sind alle herzlich willkommen, bei Glühwein, Punsch und Plätzchen in einer geselligen Runde zu verweilen. 

Weitere Infos und Tickets: www.konstanzer-weihnachtssingen.de 

 

3. Kunstgeschichte am Samstagvormittag

Am 13.12.2025 (sowie am 17.01.2026 und am 07.02.2026) von 10:30-12:00 im Bildungszentrum Konstanz

Das Kunstseminar mit der Kunsthistorikerin Ines Stadie eröffnet ein breites Spektrum der Kunstgeschichte, um sich intensiv mit Kunstwerken auseinanderzusetzen. In einer gemütlichen Atmosphäre mit einer Tasse Tee, werden folgende Fragen aufgegriffen: 

Woran erkennt man eine bestimmte Epoche? Wie wurde ein bestimmtes Thema über die Zeiten dargestellt und welche Bedeutung hatte es? Welche Geschichten stecken hinter Themen, Objekten und Kunstströmungen? 

Die nächsten Termine haben diese Überthemen: 

13. Dezember: Skurrile Schönheitstrends der (Kunst-) Geschichte

17. Januar: Verflucht?! – Mysteriöses und Legenden aus der (Kunst-) Geschichte

07. Februar: Der Fluch des Pharaos? – Tutenchamun, sein geheimnisvolles Grabdenkmal und der britische Lord

Weitere Infos und Tickets unter: https://www.bodenseewest.eu/event/kunstgeschichte-am-samstagvormittag-6d6c3c7616 

 

4. Konstanz singt! 

Am 28.12.2025 von 19:00-23:00 im Kula Konstanz 

Dieser Abend ermöglicht es, einen Chor aus allen Besucher:innen zu kreieren. Vorkenntnisse sowie Noten sind hierbei nicht von Bedeutung. Es geht um den Spaß und um die Liebe zur Musik. Konstanz singt ist für alle etwas, die das Gänsehautgefühl des gemeinsamen Singens erleben möchten und in nur zwei Stunden ein mitreißendes Lied zusammen erarbeiten wollen.

Weitere Infos unter: http://konstanzsingt.de 

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Stadtgarten Konstanz im Winterzauber. Der Boden, die Baumäste sowie die Hütten des Weihnachtsmarktes sind von Schnee bedeckt. Die Sonne scheint durch die von Schnee bedeckten Äste hindurch und reflektiert auf den weißen Boden.

SherLOOK 2.0 – Detektivabenteuer im Rosgartenmuseum

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Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken

Das Rosgartenmuseum in Konstanz bietet mit SherLOOK 2.0 ein ganz besonderes Erlebnis: ein interaktives Detektivspiel, das Besucher*innen ab 10 Jahren auf eine spannende Spurensuche durch die Ausstellungen begleitet. Entwickelt wurde das Spiel von LKM-Studierenden der Universität Konstanz unter der Leitung des deutschen Kunsthistorikers und Spieleautors Steffen Bogen, in Zusammenarbeit mit dem Rosgartenmuseum und den wissenschaftlichen Werkstätten der Universität Konstanz.

Aber was machen wir bei SherLOOK 2.0?

In SherLOOK 2.0 wird erzählt, dass in den Ausstellungsräumen des Rosgartenmuseums „Detaildiebe“ am Werk sind: Kleine und große Objekte oder Details werden vermeintlich gestohlen und gegen Fälschungen ausgetauscht. Aufgabe der Spielenden ist es, mit einer speziell entwickelten „High‑Tech‑Lupe“ diese Fälschungen aufzuspüren, den Fall zu lösen und die vermeintlichen Langfinger zu überführen. Zur Auswahl stehen zahlreiche Fälle, die entweder im Erdgeschoss oder im ersten Obergeschoss des Museums spielbar sind. Durch die Detektivfälle führen die bekannten Detektivfiguren Sherlock Holmes, Dr. Watson und Enola Holmes, denen die Spielenden bei der Aufklärung der Fälle helfen müssen. Die drei Charaktere stehen jeweils für einen bestimmten Schwierigkeitsgrad. So kommen sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten und finden genau die richtige Herausforderung.

Tipp: Die LKM-Studierenden waren im Sommersemester wieder fleißig und haben an 50 neuen Rätseln gearbeitet. Ab dem 21.11.2025 wird es daher noch mehr spielbare Fälle geben. Wer also schon etliche Runden SherLOOK gespielt hat, darf sich auf neue spannende Fälle freuen.

Ablauf & Organisation – Shortfacts
  • Geeignet ab etwa 10 Jahren, ideal für alle, die gern kombinieren und Rätsel lösen.
  • SherLOOK kostet keinen Aufpreis zum Museumseintritt.
  • Die Spielgeräte (Tablets) sind während der Öffnungszeiten kostenfrei an der Museumskasse ausleihbar. Es muss lediglich ein Pfand hinterlegt werden.
  • Das Spiel kann alleine oder in Gruppen (z. B. Familien oder Schulklassen) gespielt werden. Bei größeren Gruppen empfehlen wir, sich vorher anzumelden, damit eine ausreichende Anzahl an Tablets reserviert werden kann.
  • Das Spiel ist genau auf das Rosgartenmuseum abgestimmt. Die Rätsel führen durch die Ausstellungsräume und beziehen historische Exponate und regionale Geschichten mit ein.
Warum SherLOOK 2.0 ein lohnenswerter Freizeit‑Tipp ist

Dieses Spiel macht den Museumsbesuch lebendig und interaktiv und ist auch für diejenigen unter euch ein Geheimtipp, die vielleicht nicht zu den regelmäßigsten Museumsgängern gehören. Man betrachtet nicht nur die Ausstellungsstücke, sondern wird selbst aktiv: Man sucht, forscht, vergleicht und entdeckt versteckte Details. Besonders für Familien und neugierige Besucher*innen eröffnet sich so ein ganz neuer Zugang zur Kunst- und Kulturgeschichte. SherLOOK 2.0 verbindet Wissensvermittlung mit Spiel und Spaß. Während spannender Detektivfälle erfährt man ganz nebenbei viel über die Hintergründe der Exponate, über Kunsttechniken oder regionale Geschichten. Das geschieht ganz einfach beim Spielen, während man in den Texten nach Hinweisen sucht, die zur Überführung eines vermeintlichen Langfingers führen. Dank der Vielzahl an Fällen und den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade hat das Spiel auch noch einen hohen Wiederspielwert. Es lohnt sich also, öfters vorbeizuschauen, denn es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Und sollte es mal vorkommen, dass ihr einen Fall bereits kennt, ist das Museumspersonal so nett und stellt euch einen anderen Fall ein.

SherLOOK 2.0 ist eine ideale Kombination aus Spiel, Bildung und Erlebnis. Wer Konstanz besucht, hier wohnt oder noch nicht oft im Rosgartenmuseum war, sollte sich dieses Detektivspiel auf keinen Fall entgehen lassen. Es bereichert den Museumsbesuch, macht Kunst und Geschichte lebendig und spannend. Und mal ehrlich.. wer spielt denn nicht gern?

Geschichte erleben im Herzen von Konstanz – Das Rosgartenmuseum Konstanz

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Allgemein, Deutsch, Historische Gebäude, Konstanz entdecken

Das Rosgartenmuseum in Konstanz ist ein echter Geheimtipp für alle, die Kunst, Kultur, Geschichte und eine besondere Atmosphäre lieben. Gelegen im Herzen der Stadt, befindet sich das Museum in einem historischen Gebäude, das erstmals im Jahr 1324 erwähnt wurde und einst als Zunfthaus für Metzger, Krämer, Hafner, Seiler und Apotheker diente. Dieses einzigartige Ambiente macht den Besuch schon allein wegen der Architektur zu einem Erlebnis. 1454 wurde es mit dem angrenzenden Haus „Zum Schwarzen Widder“ vereinigt. Ein Überbleibsel von der Vereinigung sind die Wappen beider Häuser, die noch heute das Portal des Museums schmücken.

Das Museum wurde 1870 von Ludwig Leiner (Apotheker und Stadtrat) gegründet, einem leidenschaftlichen Sammler, Botaniker und Denkmalschützer, der mit seiner Sammlung die Geschichte und Identität der Bodenseeregion bewahren wollte. Heute zeigt das Rosgartenmuseum eine vielseitige Dauerausstellung, die von der Urgeschichte über das Mittelalter bis in die Neuzeit reicht. Besucher*innen erwarten hier unteranderem spannende archäologische Funde, sakrale Kunst und Gemälde, die eindrucksvolle Geschichten erzählen.

Besonders sehenswert ist der Leinersaal, der nach dem Gründer benannt ist und Originalstücke aus der Anfangszeit des Museums präsentiert. Zudem gibt es regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die regionale Themen wie die Fasnacht oder die Arbeitswelt thematisieren. Im zweiten Obergeschoss gibt es zudem eine Ausstellung, die die Geschichte der Stadt während der NS-Zeit beleuchtet.

Ein lohnenswerter Freizeittipp für jede Jahreszeit

Wer einen abwechslungsreichen Tag in Konstanz plant, kann den Besuch im Rosgartenmuseum wunderbar mit einem Stadtbummel, einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder einem Spaziergang am Bodensee verbinden. So lässt sich Kultur und Genuss ideal kombinieren. Das Rosgartenmuseum ist übrigens nicht nur ein Ort für Geschichtsinteressierte, sondern auch ein perfekter Freizeit-Tipp für Familien oder mit Freund*innen. Es ist überschaubar und ermöglicht einen entspannten Rundgang. Für eine kleine Pause zwischendurch lädt das Museumscafé mit seinem gemütlichen Innenhof ein – ideal, um das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen oder den neusten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Und wem das noch nicht genug ist, der kann sich im Eingangsbereich ein Tablet mit dem beliebten Spiel SherLOOK ausleihen und gemeinsam mit Watson, Sherlock oder Enola Langfinger überführen, die im Museum ihr Unwesen treiben.

Insgesamt ist das Rosgartenmuseum ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle, die in die Geschichte der Region eintauchen möchten – ob als Einheimische, Zugezogene oder Tourist*innen. Es verbindet auf wunderbare Weise Tradition und Moderne und bietet spannende Einblicke in die reiche Vergangenheit der Stadt Konstanz und seiner Umgebung.

Veranstaltungen im Rosgartenmuseum Konstanz

Ein weiteres besonderes Highlight sind die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen im Rosgartenmuseum: Sonderführungen, Vorträge, Workshops und Mitmachaktionen lassen die Geschichte lebendig werden und bieten einen tollen Rahmen für Kulturinteressierte jeden Alters. Ein besonders reizvolles Format ist dabei die Rosgarten*Lounge – Afterwork und Kulturgenuss.

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung

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Allgemein, Ausstellung 2025, Deutsch

Schon wieder sind zwei Wochen vergangen und unsere Ausstellung im JuZe (Jugendzentrum) Konstanz ist abgebaut. Ein guter Anlass für einen Rück- und einen Ausblick!

Den ganzen Sommer über waren wir mit der Vorbereitung für die Ausstellung beschäftigt. Zunächst hieß es den Bewerbungsschluss für die Künstler*innen abzuwarten – wer würde sich bewerben mit welchen Werken? Am Ende hatten wir 18 Bewerbungen mit insgesamt über 50 Werken vorliegen, aus der eine Auswahl zu treffen war. Die ganze Kunst-Werk-Stadt war in die Entscheidung einbezogen, welche Bilder und Installationen wir zeigen würden.

Danach wurde in einzelnen Gruppen weiter geplant: Die Jury übernahm einerseits den Kontakt mit allen Künstler:innen, aber auch die knifflige Aufgabe des Hängungsplans in den Räumen des JuZe. In Rücksprache mit unseren Ansprechpartnerinnen beim JuZe entwarf die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit Flyer und Plakate für die Ausstellungswerbung, zusätzlich entstand eine Begleitbroschüre, in der das Konzept der Ausstellung und ausgewählte Werke vorgestellt wurden.

Einen Tag vor der Vernissage trafen wir uns in den Ausstellungsräumen für die Hängung der Werke. Dank der fest installierten Galerieleisten, mit denen das JuZe ausgestattet ist, kamen wir hier erfreulich schnell voran, so dass bis zum Abend der Großteil der Werke bereits an Ort und Stelle zu sehen war. Parallel zu diesen Vorbereitungen zog sich die Interview-Gruppe nach und nach mit den Künstler*innen für Video-Interviews zurück, in denen sie die Gelegenheit hatten, über sich und ihre Werke zu sprechen. Kurzversionen der Interviews wurden dann in den zwei Wochen Ausstellungsdauer nach und nach auf dem KWS-Instagram-Account veröffentlicht.

Am 17.10. war dann der große Tag gekommen! Mittags wurden die letzten Bilder gehängt, die Räume für die Vernissage vorbereitet, Getränke kalt gestellt und noch weiterhin Interviews gedreht. Gegen Abend stieg die Aufregung – werden Gäste kommen? Wie wird die Ausstellung angenommen?
Jetzt kam auch die große Stunde des Vernissage-Teams, das einen rundum gelungenen Abend geplant hatte: nach einer offiziellen Eröffnungsansprache mit Sektempfang im großen Saal des JuZe waren die rund 100 Besucher*innen eingeladen, sich die Ausstellung anzusehen und über die Werke zu sprechen. Die meisten Künstler*innen waren anwesend und standen für Gespräche gerne zur Verfügung. Ein weiteres Highlight des Abends war der Auftritt von DJane Rawan.

Wir möchten uns noch einmal herzlich bei allen Beteiligten bedanken!

  • bei allen Künstler*innen, die sich für die Ausstellung beworben haben, auch wenn es dieses Mal nicht für alle mit einer Teilnahme geklappt hat.
  • bei den ausstellenden Künstler*innen für ihr Vertrauen in uns
  • bei Anne Tenger, Nathalie Meyer-Hübner und dem ganzen Team vom JuZe Konstanz für die tolle Kooperation und die Bereitstellung ihrer Räume
  • bei der Stadt Konstanz für die Werbemaßnahmen und die kulinarische Begleitung der Vernissage
  • bei Rawan für die musikalische Gestaltung der Vernissage
  • allen Besucher*innen der Vernissage und der Ausstellung für ihr Interesse
  • bei allen Teilnehmerinnen der Kunst-Werk-Stadt im Sommersemester 2025 für die professionelle Organisation und Durchführung unserer ersten Ausstellung!

Auch wenn die Ausstellung schon wieder vorbei ist, können einige der Werke schon am kommenden Samstag erneut betrachtet werden. Im Rahmen der Kunstnacht Konstanz / Kreuzlingen findet am 08.11.25 von 15 bis 22 Uhr in der Bodensee Arena Kreuzlingen eine unjurierte Werkschau statt. Dabei sind sowohl Werke von Künstler*innen zu sehen, die auch im JuZe ausgestellt waren, aber auch von einigen, die sich bei uns beworben hatten, aber leider keinen Platz in unserer Ausstellung bekommen haben.

Französischer Genuss am Zähringerplatz: Das Café Français

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Seit 1991 bringt das familiengeführte Café Français echtes französisches Flair an den Bodensee. Zentral am Zähringerplatz gelegen, ist es die ideale Adresse für alle, die Lust auf ein entspanntes Frühstück oder einen schnellen, aber qualitativ hochwertigen Mittagssnack haben. Das charmante Café verwöhnt seine Gäste mit einer Auswahl an kulinarischen Klassikern – von knusprig belegten Baguettes über zarte Croissants bis hin zu einem original französischen Café au Lait. Besonders beliebt sind die ofenfrischen Baguettes, die ihr euch ganz nach eurem Geschmack zusammenstellen könnt. Zur Auswahl stehen verschiedene Wurst- und Käsesorten, Ei und frisches Gemüse – frei kombinierbar und täglich frisch zubereitet.

Ob zum kurzen Zwischenstopp oder für eine genussvolle Pause mit Pariser Flair: Das Café Français verbindet französische Handwerkskunst mit familiärer Atmosphäre und ist längst ein fester Bestandteil der Konstanzer Cafélandschaft. Wer seine französischen Leckereien nicht nur mitnehmen, sondern direkt vor Ort bei einem guten Kaffee genießen möchte, findet im Inneren einige kleine Tischchen. Sie bieten Platz für zwei bis drei Personen und schaffen echtes Pariser Café-Flair mitten in Konstanz.

Unser persönliches Highlight? Ganz klar die süße Seite der Speisekarte. Zugegeben, wir haben es bisher noch nicht geschafft, alle Croissant-Varianten zu probieren, denn es gibt einfach unglaublich viele. Das klassische Schokocroissant oder Pain au Chocolat können wir aber besonders empfehlen. Damit macht ihr sichelrich nichts falsch, wenn ihr Schokolade mögt. 

Tipp: Wer noch unbedingt etwas von den süßen Köstlichkeiten ergattern möchte, sollte früh da sein. Viele sind bereits gegen 10 Uhr ausverkauft. Die Anfrage ist groß, doch nachdem ihr das erste Mal etwas ergattern konnte, werdet ihr es verstehen! Ein Besuch im Café Français können wir euch wirklich nur ans Herz legen. So wird auch die frühste Vorlesung und die längste Lernsession erträglich. 

Hinweis: Der erste Entwurf für den obenstehenden Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen und durch die Autorin des Artikels überarbeitet.

Stadtkind Konstanz – ein Lieblingsort mit Geschichte (und Geschichten)

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Das Café Stadtkind gehört für viele Konstanzer*innen zu den liebsten Adressen, wenn es um guten Kaffee, hausgemachten Kuchen und eine heimelige Atmosphäre geht. Ob für eine kleine Auszeit im Alltag, ein entspanntes Treffen mit Freundinnen  oder einfach zum Sonne tanken – besonders an Frühlingstagen, im Sommer oder in den warmen Wochen des Herbstes laden die Sitzgelegenheiten im Freien zum Verweilen ein.

Gelegen im Stadtviertel Paradies, überzeugt das Stadtkind nicht nur mit süßen Köstlichkeiten, sondern auch mit seinem charmanten Standort: einem historischen Gebäude mit überraschend bewegter Geschichte.

Was wissen wir über das Gebäude?

Zwar lassen sich keine umfangreichen Informationen zur frühen Geschichte des Hauses finden, doch einige spannende Fakten und Anekdoten gibt es trotzdem: Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde im Jahr 1905 erbaut und befindet sich seit 1958 im Besitz einer Konstanzer Familie. Und es gibt sogar kleine Geschichten, die sich über die Jahre wie Efeublätter um das Haus ranken: So soll sich einst an der Stelle, an der heute Jacken aufgehängt werden, ein Panzer verirrt haben. Ob das wirklich stimmt? Wer weiß. Aber es sind genau solche Erzählungen, die einem Ort Charakter verleihen.

Wenn schon von Panzern die Rede ist, darf ein echtes Kuriosum natürlich auch nicht fehlen! Das besagte Kuriosum befindet sich im hinteren Anbau: Dort klafft ein kleines Loch in der Wand, durch das man in den angrenzenden Raum hineinsehen kann. Es stammt aus der Zeit, als hier ein Juwelier ansässig war. Das Loch diente ihm offenbar als verdeckte Sichtlinie in den Verkaufsraum, um unauffällig einen Blick auf mögliche Langfinger zu werfen – ein fast schon ein filmreifes Detail!

Vom Tante-Emma-Laden zum Café mit Charakter

Wie bereits erwähnt, war in diesen Räumen früher ein Juwelier untergebracht. Doch über die Jahre hinweg haben sich hier ganz unterschiedliche Gewerbe niedergelassen, jedes mit seiner eigenen kleinen Geschichte. Die Anfänge des Ladens reichen zurück bis zu einem kleinen Tante-Emma-Geschäft, das einst im Hauptraum untergebracht war. Danach zog eine Autovermietung ein und auch der kleinere Nebenladen wurde über die Jahre unterschiedlich genutzt, etwa als Massagestudio, Krimskramsladen oder Juwelier. Erst 2014 wurden beide Ladeneinheiten vereint und das Café Stadtkind zog ein. Seitdem hat sich hier ein Ort etabliert, der mit viel Liebe zum Detail geführt wird – ein ruhiger Gegenpol zum hektischen Alltag.

Ob mit geschichtlichem Interesse, auf der Suche nach einem besonderen Café oder einfach Lust auf einen guten Cappuccino, ein Besuch im Stadtkind lohnt sich auf jeden Fall! Und wer weiß: Vielleicht entdeckt man bei genauem Hinsehen ja noch das ein oder andere Detail, das von früheren Zeiten erzählt. Falls es dir so ergeht, lass gern einen Kommentar da und verrate uns, welche Geschichte dir zu Ohren gekommen ist oder welches Kuriosum wir übersehen haben. 

 

Hinweis: Der erste Entwurf für den obenstehenden Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen und durch die Autorin des Artikels überarbeitet.

Heimatgefühle mit Hopfen und ausgefallenen Drinks: Ein Besuch in der Heimat Bar Konstanz

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Passender könnte der Name kaum sein: Die Heimatbar ist längst mehr als nur irgendeine Kneipe oder Bar in Konstanz. Über die Jahre ist sie zur festen Anlaufstelle für Geburtstage, Abschlussfeiern, gemütliche Runden nach der Klausurenphase und natürlich für das klassische ein, zwei, drei, vier… na, ihr wisst schon geworden. Man muss sich ja auch mal was gönnen oder?

Wer sich Sorgen macht, nach dem einen oder anderen Violet Sour oder Long Island Ice Tea den Weg zum Bahnhof nicht mehr zu finden – keine Panik: Die Heimatbar liegt direkt am Eingang zur Altstadt, in einem alten Gewölbekeller, der schon beim Reinkommen zum Verweilen einlädt. Hier ist fast immer was los, die Stimmung entspannt, das Publikum bunt gemischt – einfach ein echter Konstanzer Kultort.

Unser Tipp: Gönnt euch am besten ein paar Runden Apfelstrudel (keine Sorge, das ist kein Dessert, sondern ein ziemlich beliebter Shot), bevor es dann wieder nach Hause geht. Wer kein Apfel mag, sollte nach den Specials Ausschau halten. Im Sommer Special gab es unter anderem: Paloma, Pornstar Martini oder Bahama Mamas. Drei Drinks die schon beim bestellen für Stimmung sorgen. Aber Achtung: Bargeld nicht vergessen! Kartenzahlung ist in der Heimat Bar leider nicht möglich und nichts killt die Stimmung schneller als ein leeres Portemonnaie an der Theke. 

Natürlich zeigen wir euch hier unsere Lieblingsorte in Konstanz, aber was wäre die Kunst-Werk-Stadt ohne ein paar spannende Hintergrundinfos?

Das Gebäude, in dem die Heimatbar heute untergebracht ist, wurde bereits vor über 700 Jahren namentlich erwähnt. Der Gewölbekeller diente im Laufe der Zeit vielen verschiedenen Zwecken, bis er 1988 schließlich zur Bar wurde, wie wir sie heute kennen und lieben. Seitdem ist die Heimat nicht nur einfach irgendeine Kneipe, sondern eine echte Institution. Eine der ersten richtigen Bars in einer Stadt, die sonst eher für ihre zahllosen Weinstuben bekannt ist. Szene-Kneipe? Auf jeden Fall. Kult? Definitiv.

Sommer, Drinks und laue Nächte

Im Sommer spielt sich das Leben draußen ab – auch in der Heimatbar. Der Biergarten direkt vor dem Eingang hat bei schönem Wetter bis spät in die Nacht geöffnet. Kühle Drinks, warme Nächte, gute Gespräche – mehr Sommer geht nicht. Zugegeben, vielleicht ist es gerade nicht mehr der richtige Moment dafür. Aber hey: Der nächste Sommer kommt bestimmt. Und die Heimat wartet schon.

Funfact: Wusstet ihr eigentlich, dass hier zum ersten Mal Flaschenbier von Beck’s auf der Karte stand? Und mit ihm auch ein Wort nach Konstanz kam, das wir heute nicht mehr missen wollen: Happy Hour.

 

 

Hinweis: Der erste Entwurf für den obenstehenden Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen und durch die Autorin des Artikels überarbeitet.