Hochschulgruppe Uni Konstanz

Autor: sophiewiest (Seite 1 von 1)

Kurze Künstlerinnenvorstellung: Bianca Gschlecht

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Allgemein, Deutsch, Interviews

Illustratorin ist ein Beruf? Mit dieser Erkenntnis beginnt ihr Traum. Wir haben die Künstlerin Bianca Gschlecht interviewt. Manche kennen den Namen vielleicht noch, sie bot einige ihrer Motive für unseren Workshop Lavendeldruck im Sommersemester 2026 an. Sie erzählt von ihrem Werdegang, ihren Leidenschaften und großen Plänen für die Zukunft.

Bianca schaut mit aufgewecktem Blick und breitem Lächeln in die Kamera. Konstrastreich stechen sie und ihr blaues Oberteil vor dem grünen Hintergrund hervor.

©FIZU STUDIO – Fiona Mentzel

Wie bist du darauf gekommen, von Beruf her Künstlerin zu sein?

“Bevor ich wusste, dass es den Beruf „Illustrator:in“ gibt, hatte ich verschiedene Vorstellungen davon, was ich einmal werden möchte – Floristin, Schauspielerin, Biologin – die drei sind mir im Kopf geblieben.”

Ihr Lächeln strahlt breit bei der Erinnerung. Nach ihrem Abitur in Singen zieht es sie ins Ausland. Sie studiert erst Innenarchitektur in Stuttgart, und dann Informationsdesign in Graz. Ihre Bachelorarbeit in Informationsdesign schreibt sie über die Selbstständigkeit als Illustratorin, und aus ihrem Forschungsmaterial wird ein Lebenstraum.

“Über eine Freundin von mir, die sich genau zu der Zeit als Illustratorin selbstständig gemacht hat, bin ich mit dem Beruf in Berührung gekommen.”

Du bist also 2021 quasi mitten in Corona wieder zurückgekommen und hast dich selbstständig gemacht. Ist die Arbeit mit Menschen nicht unsicher gewesen? Wie bist du den Wechsel in die Praxis angegangen?

“Wenn ich mir meine Berufswünsche im Nachhinein so anschaue, dann wird mir klar, dass sie alle aus dem Bedürfnis entstanden sind, etwas für Menschen zu gestalten und Menschen eine Freude zu machen.[…] Ich halte alltägliche Momente und Orte fest und verwandle sie in Illustrationen, die sich nostalgisch und vertraut anfühlen.”

Illustration eines Kiosks in Helsinki

Ein Urlaubsort

Aber wie so oft war es auch großes Glück an die richtigen Personen zu geraten.

„Als ich nach Konstanz gezogen bin hatte ich das große Glück, mit den Macherinnen vom NUN Magazin in Kontakt zu kommen und durch sie hatte ich von Anfang an kleinere Aufträge.“

Nostalgie auf Papier. Sie erzählt von den Motiven, denen sie begegnet. Reisen und Architektur zum Beispiel tauchen Hand in Hand auf, ein Foto von einem Gebäude, oder die Szenerie beim absoluten Lieblingscafé, die jemand mit Bedeutung füllen möchte. Auch abstrakte Themen wie mentale Gesundheit und Diversität kreuzen ihr Studio. Auf dem Tisch liegen einige Arbeiten, von denen jede direkt eine Geschichte zu erzählen scheint. Wie ein eingefrorenes Video scheinen sie lebhaft, als warteten sie nur darauf, loszuplappern. Ein Kartendeck aus Vögeln zwitschert mich an.

Eine farbige Skizze eines imposanten Kuppelbaus bei blauem Himmel. Stromleitungen kreuzen die Sicht.

Skizze eines Gebäudes – vielleicht ein Bild aus dem Urlaub?

Farbige Illustration von einem Boot auf dem Wasser am Steg, am Ufer erheben sich Bäume.

Badeort, Zuhause oder Reise – man hört die Wellen schwappen

Karten mit Vogelillustrationen

Für Vogelliebhaber

Aber Illustratorin heißt nicht nur Spaß. Es heißt auch Lernen, erzählt Bianca. Jedes Thema fordert seinen eigenen Ansatz, gepaart mit den unbegrenzten Möglichkeiten der Kreativität vergeht kein Tag, den sie nicht mit einer kleinen Lektion beendet. Ihr Anspruch an sich selbst: Ein Thema erfordert Erkunden. Immer.

“Ich gestalte Produkte, mit denen Menschen gerne Zeit verbringen und die ihr Leben und ihr Zuhause besonders macht. [Das und] meine Liebe für Handgemachtes und kreative Hobbies und meiner Begeisterungsfähigkeit, mich in neue Themen einzuarbeiten, zu recherchieren und bildlich zu verarbeiten, gibt einen recht guten Überblick darüber, was meine Arbeit als Illustratorin im Bereich „Lifestyle Illustration“ ausmacht.”

Was machst du dann konkret als Illustratorin? Wie ist der Weg von der ersten Idee zum fertigen…Ding?

“Kommt drauf an“, sagt sie. Wir lachen. Natürlich kommt es drauf an. Bianca unterteilt in selbstständige Arbeiten und Auftragsarbeiten. Selbstständige Arbeiten kommen aus ihrem Kopf, sie starten mit einer Idee, manchmal einem Foto oder einer schnellen Zeichnung. Diese wird von Buntstiften, einem digitalen Zeichenprogramm oder sogar anderen Medien wie Wolle weiterverfolgt.

Ein Untersetzer aus stilisierten Margeriten in Punchneedle-Technik gearbeitet.

Flauschige Untersetzer

Illustrationen von Alltagsgegenständen: Couch, Schnurtelefon und Ähnliches

Alltagsgegenstände im Detail

 

Postkarten liefen gut, sagt sie, und mein Blick fällt auf die gelbe Blume vor einer bergigen Landschaft. Manchmal gehe sie Dinge auch in Eigeninitiative an, beispielsweise Verpackungsdesigns, oder unseren Aufruf für Motive damals. Meine Tasche, die ich mit ihrem Motiv bedruckt habe, hängt über der Stuhllehne. Von der Wäsche ist es schon etwas ausgefranst. “Bald gibt es meinen neuen Kalender für 2027 zu kaufen”, wirft sie mit einem Zwinkern ein.

Illustration einer Blume vor einer Wiese, im Hintergrund sind Berge zu sehen.

Eine Blumenpostkarte

Auftragsarbeiten hingegen sind in der Regel mit Vorlage. Illustrationen für Bücher und Magazine, Verlage oder Murals, aber auch individuelle Hausportraits.

Postkartenprint von einem Mehrparteienhaus

Ein Hausportrait im Auftrag eines Kunden/einer Kundin

“Alles, was ich dafür brauche, ist ein Foto, [und man bekommt] je nach Wunsch die Originalzeichnung, oder eine digitale Version. Gerade um Weihnachten rum kommen viele Anfragen.”

Gerade wegen dem hohen sentimentalen Wert, der mit solchen Anfragen einhergeht, geht sie sorgfältig mit den Wünschen ihrer Kunden um. “Kunst ist enorm subjektiv, deshalb ist als Illustratorin gute Absprache das A und O. Eine Anfrage ist bei mir nie verbindlich. Die Erinnerung soll im Vordergrund stehen, erst dann gleichen wir Preis und Budget ab.”

Was interessiert dich im künstlerischen Bereich noch so? Wo siehst du deine Arbeiten in Zukunft?

“Gerade jetzt, wo so viel online stattfindet, habe ich das große Bedürfnis wieder mehr von Hand zu machen.“

Wir driften über Drucktechniken ab. Ich erzähle von den Erfahrungen beim Lavendeldruck, sie erzählt von anderen Möglichkeiten, etwa Linol- und Siebdruck. Auch Keramik neckt sie schon eine Weile, gesteht sie mir. Ich stelle mir unweigerlich vor wie sich ihre Signatur-Blumen über die Außenseite einer Müslischüssel ranken und eine der Katzen gerade so über die Kante der Milch auf der Innenseite guckt. Bianca holt mich aus dem Gedanken raus, als sie mir einen Untersetzer zeigt. Sie würde gern mehr Wohnaccessoires wie diese hier machen, schwärmt sie.

Illustration von Blumen, Linienarbeit schwarz auf weiß

Biancas Motive vom Lavendeldruck

Illustration von Yoga-Katzen, schwarz auf weiß

Biancas Motive vom Lavendeldruck

“Mir zu überlegen wie etwas funktioniert und alte Techniken zu erlernen reizt mich sehr. Außerdem liebe ich es, wenn man Dingen ansieht, dass sie handgemacht sind!”

Dürfen wir die Katzen und Blumen einfach weiterhin anbieten, wenn wir nochmal Druckworkshops machen?

“Aber natürlich!” Sie lacht. Vielleicht schafft sie es diesmal dann auch zu kommen, spekuliert sie.

Wer ihre Arbeit anschauen will, findet hier ihr Instagram und ihre Website.

 

Gemeinschaft in Konstanz – regelmäßige Angebote für den schmalen Taler

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Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken, Kulturell

Neulich habe ich mich mit einer Freundin getroffen, um Löcher in unserer Kleidung zu flicken. Am Ende sagte sie: “Ich wünschte, sowas gäbe es hier regelmäßig”. Gibt es. Und das brachte mich auf den Gedanken zu diesem Artikel: Kostenfreie oder klein bepreiste Angebote für Gemeinschaft in Konstanz. Wer also schonmal mit dem Gedanken gespielt hat, das ganz persönliche Hobby oder ein Sportangebot in Gesellschaft anderer Leute auszuüben, kann hier gern weiterlesen.

(Angaben ohne Gewähr)

Buchclubs

Beyond Words Club

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Mittwochs ab 18 Uhr

Kosten: Keine

Kontakt: Instagram beyond.words.club.kn

Man liest ein Buch pro Monat gemeinsam, und diskutiert bei Kaffee und Tee über dieses Buch, andere Bücher oder ähnliche Themen. Man darf auch sein eigenes Buch und ein paar Snacks mitbringen.

Silent Book Club

Wo: Foyer der Stadtbibliothek Konstanz, jeden zweiten Samstag 12-14 Uhr

Kosten: Keine

Kontakt: Instagram silent-book-club-konstanz; Mail: silentbookclub.konstanz@tutamail.com

Dieser Buchclub hat keine Pflichtlektüre. Man kann eigenen Lesestoff mitbringen, sich in der Bibliothek etwas ausleihen oder sogar mit eigenem Equipment Hörbücher hören, wenn man nicht lesen möchte. Es wird mit einer Begrüßungsrunde gestartet und anschließend eine Stunde schweigend mit dem mitgebrachten Buch o.Ä. verbracht, abschließend gibt es eine freiwillige Austauschrunde. Das Angebot richtet sich an alle Altersstufen.

Offener Lesekreis

Wo: Hospitzverein Konstanz, einmal im Monat an einem Mittwoch, 19-20:30 Uhr

Kosten: Keine, Spende möglich

Kontakt: https://hospiz-konstanz.de/angebot/offener-lesekreis/

Hier wird es etwas traditioneller: Zu Beginn des Jahres wird eine Leseliste veröffentlicht, mit den jeweiligen Terminen des Lesekreises. Das korrespondierende Buch soll bis zum Treffen gelesen werden, anschließend tauscht man sich darüber aus. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten.

45-Minuten-Buchclub (Stand SoSe 2026)

Wo: HTWG Konstanz, Raum G032, festgelegte Termine, 19-19:45 Uhr

Kosten: Keine

Kontakt: https://www.htwg-konstanz.de/bachelor/asian-studies-and-international-management/aktuell/45-minuten-buchclub

Aus der überraschenden Ecke der Asian Studies and International Management kommt ein Lesekreis über internationale Bücher, mit Schwerpunkt auf asiatischer Literatur. An drei Terminen traf sich der Buchclub letztes Semester, um über die vorher veröffentlichten Buchtitel zu sprechen. Es bleibt abzuwarten ob das Angebot für das Wintersemester weiter besteht. Es ist Voraussetzung das jeweilige Buch auf englisch oder deutsch gelesen zu haben, sonst richtet sich das Angebot an alle Interessierten.

Hobby

Malen mit Christiane

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Dienstag 9:30-11 Uhr

Kosten: Keine, Spenden möglich

Kontakt: chrschmidt@directbox.com, Büro Treffpunkt Petershausen, https://www.konstanz.de/kultur+_+freizeit/kultur-+und+begegnungszentren/treffpunkt+petershausen/angebote

Kunstpädagogin Christiane Schmidt bietet wöchentlich gemeinsam Zeichnen und Malen ohne Vorkenntnisse an. Material und Platz gibt es vor Ort. Aufgrund der begrenzten Platzsituation gibt es immer mal wieder eine Warteliste, eine Anmeldung dort ist zwingend erforderlich. Den aktuellen Status kann man auf der Website des Treffpunkt Petershausen unter dem Drop-Down-Menü von Dienstag einsehen.

Nähstube für Reparaturen

Wo: Treffpunkt Petershausen, jeden zweiten Mittwoch 15-17 Uhr (derzeit Sommerpause)

Kosten: Keine, Spenden möglich

Kontakt: Telefon 07531 51069, nächster Termin auf der Website https://www.konstanz.de/kultur+_+freizeit/kultur-+und+begegnungszentren/treffpunkt+petershausen/angebote

Endlich mal die aufgeplatzte Naht reparieren die den Pulli vom letzten Winter untragbar gemacht hat, das ausgefranste Hosenbein kürzen oder den Knopf an dem Hemd mit dem hübschen Muster wieder annähen klingt nach einer guten Idee? Malak und Michaela zeigen, wie das geht. Mit Nähmaschinen und Material vor Ort bekommt die Lieblingskleidung ein zweites Leben. Der Raum ist ausschließlich für Reparaturen und kleine Änderungsarbeiten, nicht für ganze Nähprojekte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Maschen Am See

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Mittwoch 18-20 Uhr

Kosten: Keine

Kontakt: maschen.am.see@web.de, Instagram maschen.am.see

Erfahrene Strickende und Häkelnde (und manchmal auch andere Dinge mit Wolle arbeitende) Menschen treffen sich regelmäßig zum miteinander quatschen, Tee trinken, Gebäck essen und natürlich zum Vorankommen beim eigenen Arbeitsprojekt. Das Angebot ist kein Kurs, es wird also nichts Grundlegendes beigebracht, und alle Materialien müssen selbst mitgebracht sein. Anmeldung möglich, aber nicht notwendig.

Brettspielabende

Wo: St. Johann Coworking Konstanz Altstadt, Gemeindezentrum K10 Wollmatingen, Gemeindesaal evangelische Auferstehungskirche Litzelstetten, Termine s.u.

Kosten: Keine

Kontakt: https://spielraum-bodensee.de/

Du magst Spiele? Cool, Spielraum Bodensee auch: Der 2025 gegründete Verein für Gesellschaftsspiele engagiert sich seither für kommunale Spielangebote, offene Räume und entspanntes Zusammenkommen. Monatlich gibt es in den Stadtteilen Altstadt, Wollmatingen und Litzelstetten offene Spieleabende mit der Sammlung des Vereins, Spielenachmittage in Litzelstetten (Achtung – andere Adresse!) und Wollmatingen und einzelne Events in ganz Konstanz. Die aktuellen Termine gibt es hier.

Gesellschaft

Café im Foyer

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Dienstag bis Freitag, 9-12 Uhr

Kosten: optionaler Konsum

Kontakt: https://www.konstanz.de/kultur+_+freizeit/kultur-+und+begegnungszentren/treffpunkt+petershausen/angebote, Telefon 07531 51069

Gemütlich rumsitzen und Zeitung lesen, mit Freunden quatschen und eigenes oder gekauftes Frühstück verzehren klingt gut? Genau das bietet der Treffpunkt Petershausen in seinem Foyerscafé an. Das Besondere: Es besteht kein Konsumzwang, es ist also auch total in Ordnung sich selbst Tee, Kaffee oder Essen mitzubringen. Es gibt jedoch auch ein kleines Frühstücksangebot zu kaufen, falls man das lieber möchte. Es braucht keine Voranmeldung, die Veranstalter freuen sich jedoch bei größeren Gruppen eine Ankündigung zu bekommen, damit größere Mengen vorbereitet werden können.

Kaffeekränzchen

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Donnerstag 15-17 Uhr

Kosten: ggf.

Kontakt: https://www.konstanz.de/kultur+_+freizeit/kultur-+und+begegnungszentren/treffpunkt+petershausen/angebote

Ein gemütliches Kaffee-und-Kuchen-Angebot explizit für Jung und Alt, für Gesellschaft, Austausch und Miteinander. Der Kuchen ist selbstgebacken und der Vorrat begrenzt. Man braucht sich nicht anzumelden.

Selbsthilfegruppe zu Depression

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Dienstags 18-19:30 Uhr

Kosten: keine

Kontakt:Telefon 07531 9363598 oder Mail kerstin.kuhny@gmx.de

Das Leben kann so richtig kacke sein, und nicht jeder versteht das. Unter verständnisvollen Seelen spendet man sich gegenseitig Trost und Respekt. Eine Anmeldung ist notwendig.

Interkultureller Frauentreff

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Freitag 16 Uhr

Kosten: keine, ggf. Verpflegung

Kontakt: Telefon 07531 51069, Mail treffpunkt.petershausen@konstanz.de

Frauen verstehen Frauen – in diesem Fall wurde ein Raum geschaffen für Frauen aller Kulturen, national, international und alles dazwischen, Für Diversität, zum Zusammenkommen, emanzipieren und einander Voranbringen. Die Treffen werden von Sozialarbeiterinnen begleitet und geleitet. Es gibt Kaffee und Tee. Sprachkenntnisse in englisch sind aufgrund der Internationalität förderlich.

Kulturkiosk Schranke

Wo: Moltkestraße 17

Kosten: Keine, ggf. Verpflegung

Kontakt: Mail info@kulturkiosk-schranke.de, Instagram kulturkiosk_schranke

Der Kulturkiosk ist ein Verein, der neben einem Begegnungsort mit Sitzmöglichkeiten und erwerbbaren Getränken und Essen auch Events anbietet, größtenteils kostenfrei. Von Pop-up-Flohmarkt, After-Work-Party bis hin zu Zeitungslesen ist geselliges Beisammensein angesagt. Das aktuelle Programm findet sich auf der Website.

Sport und Fitness

Fitness für Frauen

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Mittwoch 18-19:30 Uhr

Kosten: 1€

Kontakt: Telefon 01578 3891798

Gemeinsam fit bleiben und nur mit anderen Frauen zusammen sporteln – das bietet Sandra Kohl für einen symbolischen Preis an. Der Kurs ist ohne Geräte konzipiert, so kann theoretisch jeder das Ganzkörpertraining auch Zuhause machen. Kondition und Flexibilität stehen im Vordergrund. Eine Anmeldung ist notwendig.

Movement

Wo: Treffpunkt Petershausen, wöchentlich Sonntag 17:30-19 Uhr

Kosten: Keine

Kontakt: Büro Treffpunkt Petershausen oder Instagram movement.kn

Sport mit anderen machen, kostenfrei und in der Gruppe – Das findet immer Sonntags statt. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, Anmeldung ist erforderlich

Social Run

Wo: HTWG Innenhof, Seestraße, Café Doppio

Kosten: Keine

Kontakt: Instagram socialsportsclub.kn

Wasche die Jogginghose und entstaube die Laufschuhe! Der Social Sports Club bietet kostenpflichtige Kurse an, aber auch einen kostenlosen Run-Club. Dienstags, Samstags und Sonntags kann man sich mit anderen Gleichgesinnten treffen und verschiedene Streckenlängen gemeinsam joggen. Ab und an sind Sonderveranstaltungen wie der Run and Rave, mal kostenfrei, mal kostenpflichtig. Aktuelles gibt es auf Instagram.

Sonstiges

Foodsharing

Wo: Treffpunkt Petershausen: Mittwochs 14-17 Uhr, Palmenhaus Paradies

Kosten: keine

Kontakt: https://foodsharing.de/

Kurz und knapp: Vor der Tonne gerettete Lebensmittel werden kostenlos verteilt, nach dem First-Come-First-Serve-Prinzip. In Konstanz gibt es zwei Standorte, im Treffpunkt Petershausen ist einmal die Woche ein Verteiltermin, im Palmenhaus Paradies kann man Lebensmittel abholen, sofern welche da sind. Voraussetzung für den Zugang kann die Registrierung sein.

Seniorenzentrum Bildung und Kultur

Wo: Obere Laube 38, Altstadt/Paradies

Kosten: Variabel

Kontakt: Telefon +49 7531 9189834 , Mail seniorenzentrum@konstanz.de

Für die älteren Semester unter den Lesenden gibt es viele Angebote im Seniorenzentrum zum Thema Bewegung, Gesundheit, Hobby und Gemeinschaft. Mit dem Sozialpass sind etwaige Preise (in jahresgebühr angegeben) um 80% reduziert, was einen geringen Kostenbeitrag pro Termin zufolge hat. Es gibt aber auch kostenfreie Angebote. Alle Informationen sind auf der Website, aber hier ist auch eine Liste an Angeboten:

Kostenpflichtig:

  • Qi Gong (chinesische Gesundheitsübungen)
  • Fitness für den Alltag
  • Tanzen, verschiedene Richtungen
  • Atem und Bewegung
  • Gedächtnistraining
  • Singen
  • Neuwerkchor
  • Philosophie-Runde

Kostenfrei:

  • Politisches Frühstück
  • Gesellschaftsspiele
  • Stricklieseltreff
  • Vielfältiges Gestalten
  • Schachtreff
  • Handy-Café

Weitere Informationen

Auf der Website der Stadt Konstanz kann man sich durch richtig viele Angebote durchklicken, wer nicht das perfekte Event für sich findet wird dort vielleicht weiter fündig. Auch auf Instagram lohnt sich eine Suche, neben Facebook ist das die wohl wichtigste Plattform für Bekanntmachung und Vernetzung.

Der Newsletter der Stadt fasst Events und Angebote zweimal im Monat zusammen – kein nerviges durch-die-Gegend-Klicken mehr und kein Fluchen, wenn man das Event einen Tag zu spät entdeckt. Dabei sind natürlich auch kostenpflichtige Events dabei.

Für Studierende: Nahezu jede Hochschulgruppe ist kostenlos. Schau doch mal auf der Website von Uni bzw. HTWG vorbei.

Escape in Konstanz – Räume, Würfel und Apps

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“Nachdem ihr den Raum betretet hört ihr, wie hinter euch die Tür ins Schloss fällt. Ihr dreht euch um, um sie wieder zu öffnen, doch ihr seht ein Zahlenschloss dort, wo eine Klinke sein sollte.” So oder so ähnlich hat jeder, der schonmal ein Escape-Spiel gespielt hat, den Start ins Abenteuer gewagt. Die Fülle an Spielboxen für das Rätselabenteuer daheim am Küchentisch ist gigantisch, viele Verlage und Reihen bieten zahllose “Episoden” an. Manche mit Apps, manche nur mit der Box, andere mit der Küchenuhr. Eines haben sie alle gemeinsam: Der Spielbereich überschreitet die Tischplatte nicht. Für diejenigen, die aber auch “in echt” Lust auf den Nervenkitzel haben, unter Zeitdruck Rätsel zu lösen, habe ich hier eine kleine Sammlung an Escaperooms und Rätselspielen in und um Konstanz herum zusammengestellt, die einen aus den eigenen vier Wänden rausholen:

TRAP Escaperooms

Wo: Indoor, Konstanz Industriegebiet, Line-Eid-Straße 11

Kosten: 26-35€/Person

https://escaperoom-konstanz.de/

In einem klassischen Escaperoom mit Rätseln, Hinweisen, cleveren Puzzeln und klimatisierter (!) Umgebung dürft ihr in Gruppengrößen von zwei bis sechs Personen euer Bestes geben, alle Rätsel zu knacken bevor die Zeit abläuft. Wer weiß, am Ende bekommt ihr ja vielleicht eine Belohnung? Technische Spielereien und Musik erzeugen einen ganz besonderen Flair, der euch mitten in das fiktive Abenteuer katapultiert.

Die sorgfältig gebauten Räume haben ihren stolzen Preis, der sich an der Gruppengröße misst. Dafür habt ihr die Wahl zwischen fünf Indoor-Abenteuern und einem Outdoor-Paket.

Escape-Turm von Schlüsselmomente

Wo: Indoor, beliebig.

Kosten: 19-27,50€/Person

https://schluesselmomente-escape-rooms.de/der-raum/

Auch ein Escaperoom, aber mal anders: Das Team von Schlüsselmomente kommt zu euch und transformiert jeden beliebigen (großen) Raum zum Escaperoom! Im bisher einzigen Abenteuer “Die Suche nach dem heiligen Grahl” dürft ihr als Archäologen die Nachforschungen von Johanniter-Großmeister Gerhard Sasso entziffern um den Heiligen Grahl zu finden, bevor der Vatikan die Reliquie der Öffentlichkeit vorenthalten kann.

In diesem Abenteuer braucht ihr kein Smartphone oder andere technische Hilfe: Nur Stift, Papier und das, was Schlüsselmomente mitbringt, und schon geht’s los.

Virtual Reality Escaperooms

Wo: Indoor, Konstanz Petershausen, Zähringerplatz 11

Kosten: 39€/Person

https://realityescape.de/

Escapen in digital: Die Veranstalter bieten VR-Equipment und extra dafür ausgelegte Räume für rätsellustige Besucher an. Man kann aus 9 Räumen wählen und hat 45 Minuten Zeit dafür. Die Headsets sind kabellos und die Controller fallsicher. VR bedeutet Sound direkt am Ohr, fiktive Welten direkt vor euren Augen und unbegrenzte Möglichkeiten in der Rätselgestaltung.

Mit knapp 40€ pro Person schlägt der Preis deutlich auf den Geldbeutel für noch nicht im Arbeitsleben tätige, deshalb gibts Donnerstag den Studi/Schüler/Azubi/FSJ-Rabatt von 20% (das macht aus 39€ noch 31,20€). Falls euch das immer noch zu teuer ist, lasst euch von Verwandten Gutscheinkarten schenken oder schaut bei günstigeren Alternativen vorbei.

 

Outdoor-Escape mit dem Handy

Etwas losgelöst von der Fluchtidee konzentrierten sich folgende Spiele eher auf den Rätselaspekt, wobei man die ‚Rätselbox‘ mit sich mitträgt und die Stadt zum Escapegame macht.

MyCityHunt

Kosten: 16€/Person

https://www.mycityhunt.de/standorte/konstanz-de-1488

Die Website bietet über die Handys der Teilnehmer Schnitzeljagden, Krimispiele, Schatzsuchen und Escape-Abenteuer an. Nach dem Ticketkauf tritt man über einen QR-Code der Gruppe bei und folgt den Anweisungen der App – zusammen erkundet man die Stadt und löst die Rätsel.

Laut der Website ist ein Ticket drei Jahre gültig und der Spielzeitraum ist als beliebig angegeben, wenn man es mehrfach spielen kann eröffnet das einen Wiederspielwert in anderen Gruppen. Vielleicht kann man sich so das Kaffeegeld sparen…

 

CityHunters

Kosten: 22,90€ (unklar ob pro Gruppe oder pro Person)

https://www.cityhunters.com/de/standorte/konstanz-de-1488/escape-game-konstanz

Dieser Anbieter hat eine etwas höhere Schwelle, gemeinsam mit einem Teamguide der über einen Chat mit der Gruppe kommuniziert ist eine wirkliche Betreuung gegeben. Neben dem Escapegame bieten die Veranstalter auch Schnitzeljagden an. Auch hier jagt man gemeinsam durch die Stadt und löst Rätsel über die App – jeder auf seinem eigenen Gerät.

Durch die Betreuung muss ein Slot gebucht werden, es ist also etwas terminlich bedingter als die selbstorganisierten Games von MyCityHunt und folgenden.

 

Schafstour

Kosten: 14,50€/Person + 4,95€/Plan

https://www.schafstour.de/products/schaflos-in-konstanz

Die Schafstour liest sich selbst als Stadtrallye. Gemeinsam die Stadt erkunden und Rätsel lösen ist auch hier die Devise, wobei das Paket kein Smartphone braucht, nur eine Möglichkeit eine SMS am Anfang und am Ende zu schicken. Für die ganz großen Gruppen gibt es auch das Eventpaket SCHAFlos, bei dem bis zu 50 Personen mitspielen können. Wenn ihr also mal richtig viel Bock habt, könnt ihr euer halbes Wohnheim mitspielen lassen 😀

Die Tickets und den Plan gibt es in der Touristeninformation und im Osiander in Konstanz zu kaufen, es braucht also nur ein bisschen Planung und dann könnt ihr direkt von der Kasse aus losstarten.

 

Escape auf der anderen Seeseite

Nur einen Bus entfernt in Friedrichshafen gibt es zwei weitere Escaperoom-Unternehmen. Manchmal arbeiten die sogar mit dem Museum zusammen und basteln dort einen Escaperoom, lohnt sich da mal zu schauen

Escape in Time

Wo: Friedrichshafen, Kirchweg 1

Kosten: 23-36€/Person

https://www.escapeintime.de/

Die eigene Beschreibung der Website ist zu lustig um selbst was zu schreiben, deshalb hier ein direktes Zitat der Website:

“Was genau macht man eigentlich in einem Escape Room Game? Ihr werdet in einen Raum gesperrt und habt genau 60 Minuten Zeit, um aus ihm zu entkommen. Wie ihr das schafft, ist Euer Problem. Alles, was ihr bekommt, ist ein Stück Kreide und ein Walkie-Talkie. So wie früher – nur dass unsere Walkie-Talkies funktionieren.”

Hier gilt je mehr desto günstiger, am besten scharrst Du also 5 Freunde um dich wenn du den Raum buchst!

 

Call of Quest

Wo: Friedrichshafen, Am Flugplatz 76/3

23-43€/Person

https://www.callofquest.de/preise

Drei Räume laden hier zum rätseln ein, in moderatem Schwierigkeitslevel versucht ihr unter Zeitdruck alle Geheimnisse zu lüften und Probleme zu beseitigen, egal ob ihr als Teil der Familie Carter dem Übernatürlichen den Kampf ansagt, heimlich in Mister Greys Spielzimmer schnüffelt oder im All nach Lebensraum sucht, unterstützt durch eine KI.

Die Website ist ein bisschen verbuggt, traut euch also ruhig anzurufen. Ansonsten: Viel Spaß beim Rätseln!

Auf Spurensuche: Ein Stein, der seinen Namen trägt

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Wieso ein 600 Jahre alter Tscheche für uns relevant ist, und wie wir dafür kämpfen mussten

Das älteste der Hus-Denkmäler in Konstanz ist der Findling, der den Ort der Verbrennung kennzeichnet. Er wurde 1862 aufgestellt, nachdem 30 Jahre darüber diskutiert wurde, und trägt auf seiner verwitterten Oberfläche ein Schild, das die Aufschrift “Jan Hus 6.(14.)Juli 1415” ziert. Er steht (wahrscheinlich) an der Stelle, an der Jan Hus und Hieronymus von Prag verbrannt wurden, hingerichtet durch Feuertod. Die Randdaten und Umstände haben wir im letzten Beitrag schon angeschnitten, ansonsten hier gerne auffrischen.

Auf dem Platz des Findlings in Konstanz kreuzen sich zwei Straßen, eine gepflasterte Wendeplatte, wenn man so will. Vor dem Stein lädt eine Bank zum Niederlassen ein, ein paar Blümchen zieren die Stein-Insel. Heute schaut man auf eine ruhige Wohngegend, früher blickte man auf unbebautes Gebiet. Wenn man still ist, hört man Vögel zwitschern, ab und an läuft ein Hundehalter oder eine Joggerin vorbei. Es ist auf der einen Seite befremdlich, wie ein Ort von so viel Grauen zu so einer Ruheoase werden kann, auf der anderen Seite ist es tröstend. Der Findling ist imposant, er misst 350 Zentner¹ schwärzlichen Kalkstein, seine äußere Gestalt ist recht unscheinbar. Es sind keine Formen eingeritzt, keine bildhauerischen Kunstwerke hinzugefügt, und der wenigen Flechten nach zu urteilen wird sie regelmäßig gereinigt. Trotzdem trägt der Findling große Bedeutung für Hus’ Vermächtnis und ist ein Meilenstein in vielerlei Hinsicht.

Warum die (14.)?

Hus hatte selbst im tschechischen Raum schon einen halben Reformkrieg hinter sich. Das Schisma (also die Differenzen wegen mehr als nur eines Papstes und die drohende Kirchenspaltung) hatte ihn als Sprecher der böhmischen Theologen, und mit dem Aufruf zum Kreuzzug einer der Päpste mit Versprechen zum Ablass für alle Kämpfenden entfachte eine erneute Welle an Kritikern des Ablasskonzeptes. Am 14. Juli 1412 wurden drei Männer, die sich besonders dagegen engagierten, hingerichtet, was zu Empörung und sofortiger ‘Märtyrisierung’ der Hingerichteten führte. Auch wenn sich kein definitiver Hinweis auf den Zweck der eingeklammerten 14 auf dem Hussenstein findet, könnte sie eine stumme Hommage an die drei Märtyrer von 1412 sein, schließlich starben alle fünf Hingerichteten wegen ihrer Kirchenkritik.

Wir haben ihm (endlich) ein Denkmal gebaut

Schon in den 1830ern versuchte man, in Konstanz ein Denkmal für Hus und Hieronymus zu errichten. Der damalige Bürgermeister Karl Hüetlin bekam mit seiner Idee reichlich Gegenwind. Trotzdem taufte er ein Dampfschiff nach dem Reformator, das später jedoch wieder umbenannt wurde.

Konstanz gehörte 1830 zum Großherzogtum Baden, das sich von 1815 bis 1866 u.a. mit den Königreichen Württemberg, Hohenzollern, Bayern und dem Kaiserreich Österreich zum Deutschen Bund zusammenschloss. Die monarchische Ordnung der Länder rief immer wieder liberale Gegenstimmen auf den Plan, zu denen auch Karl Hüetlin gehörte. Die Liberalen sahen in Hus nicht nur einen religiösen Reformator, sondern auch einen Märtyrer für freie Meinungsäußerung (in dem Fall monarchiekritisches Gedankengut). Hüetlins publike Bemühungen, der liberalen Schildfigur ein Denkmal zu setzen, erregten die Aufmerksamkeit des österreichischen Außenministeriums, das zu dem Zeitpunkt über das böhmische Gebiet, das heutige Tschechien und Hus’ Heimat, herrschte. Dringendes Anraten von Österreich, und nach dem Dampfschiff-Eklat später auch Baden, hinderten Hüetlin letztendlich an der Umsetzung. Erst 1861, nach den liberalen Reformen unter Großherzog Friedrich I., wurden die Bemühungen um ein Denkmal für Hus und Hieronymus wieder aufgenommen. Den ehemaligen Ort der Verbrennung der beiden befand man als geeignete Gedenkstätte, die zwei Jahre später mit dem Findling aus Hegne umgesetzt wurde. Finanziert wurde es kurzerhand aus freiwilligen Spenden verschiedener Quellen, beispielsweise Macaire (Indigo-Färberei auf der Dominikanerinsel, heute Inselhotel), Herosé (Textildruckerei auf dem Areal des heutigen gleichnamigen Parks) und Jakob Stadler (ehemaliger Eigentümer des Stadler-Verlages, bis 1866 Bürgermeister von Konstanz²). Nach über vier Jahrhunderten bekamen Hus und Hieronymus endlich ihr Denkmal, und trugen mit der Neukonnotierung auch zum europäischen politischen Fortschritt bei.

Der Stein heute

Tschechische Auslandsvereine freuten sich über die Ehrung ihres Vorfahren so sehr, dass kleinere und größere Besuche und Pilgerfahrten an den Hussenstein organisiert wurden. Bis heute ist die posthume Anerkennung von Hus’ Bemühungen ein großer Teil des tschechischen Nationalstolzes, was gerade in den Jahren des Konzilsjubiläums zu weiteren künstlerischen Gedenkorten führte, auch wenn die Pilgerfreude hierher abgenommen hat. Aber nicht alle sind mit dem Hussenstein glücklich, vereinzelte Stimmen zum Beispiel der alteingesessenen Familie Gebauer zeigen sich enttäuscht über die Unterwältigkeit des Denkmals angesichts Hus’ europäischem Märtyrerstatus.

¹Das behauptet jedenfalls die Stadt Konstanz auf ihrer Website. Südkurier spricht von 35 Tonnen. Laut des deutschen Zollvereins ist jedoch seit 1858 ein Zentner als 50kg festgelegt, was den Stein 17,5 Tonnen schwer machen würde. Andere Quellen sprechen von ‘nur’ wenigen Hundert Kilo Gewicht. Die zeitliche Nähe der Normierung des Zentners und Aufstellung des Steins wirft aber auch eine prä-normierte Verwendung von “Zentner” in den Raum. Eigentlich hat also keiner wirklich eine Ahnung wie schwer das Ding ist.

²Wer jetzt denkt “Moment, den Namen Stadler hab ich doch schonmal gehört…”: Die erste Druckerei des Verlages Stadler war im gleichnamigen Stadlerhaus, das am 25. Juli 2024 Feuer fing und dadurch für Schlagzeilen sorgte. Seitdem werden die teilweise bereits sanierten Räumlichkeiten für Ausstellungen genutzt. Aber auch für die schöne Jugendstilarchitektur lohnt sich ein Besuch!

Unser zweiter Stopp im nächsten Beitrag führt uns gen Osten auf den Stephansplatz, wo wir auf der Südwand des Bürgersaals eine Installation erblicken, die eigentlich seit 2018 wieder abgebaut werden sollte: “Wahrheit”. Es empfiehlt sich, an sonnigen Tagen dorthin zu gehen, vielleicht ja sogar im Juni oder Juli. Durch einen kurzen Einblick in Hus’ Lehren erhalten wir verschiedene Perspektiven auf Wahrheit, die das Kunstwerk in Perspektive rückt.

Auf Spurensuche: Jan Hus und seine Denkmäler

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Das Konzil ist zweifelsfrei das bedeutendste Ereignis, das Konstanz jemals ausrichten durfte. Bis heute, über 600 Jahre später, prägt es die Stadt und den Tourismus. Die Praxis, die Schattenseiten des Konzils aufzuarbeiten, ist eine eher moderne Entwicklung, deren Feld noch nicht voll ausgeschöpft ist. Eine der Schattenseiten ist die Verurteilung zum Tode des tschechischen Reformators Jan Hus, dem durch verschiedene Kunst- und Denkmäler gedacht wird.

Wer, wie, wo, warum?

Johannes Hus, geboren etwa 1369, war ein tschechischer Geistlicher, der zum Konzil 1414-18 nach Konstanz geladen wurde. König Sigismund sicherte ihm freies Geleit zu, was jedoch gebrochen wurde, als Hus früher als vereinbart ankam. Sigismund selber erreiche Konstanz erst nach Hus, regte jedoch außer seinem Gemüt keinen Finger für Hus’ Freiheit.

Nach einigen Jahren Gefangenschaft in verschiedenen Gebäuden wurde Hus schließlich zum Tod durch Feuer verurteilt und verbrannt. Der Grund? Er sei ein Ketzer. In Wahrheit vertrat Hus jedoch reformatorische Ansichten, die die Lebensweise des Klerus und die Besitzfülle der Kirche kritisierten. Davon war die Kirchenspitze nicht begeistert, konnte aber im böhmischen Raum nichts gegen ihn tun. Ein taktischer Bruch des Geleitversprechens ist deshalb nicht auszuschließen, da auch Hus’ Klerik-Kritik und reformatorische Unruhen durch das Konzil beseitigt werden sollten und ein Geleitbrief die Gefangenname, Verurteilung und Aufforderungen zum Widerruf unter Androhung der Todesstrafe nicht ermöglicht hätte. Seine Verbrennung am 6. Juli 1415, und ein Jahr später am 30. Mai 1416 auch die des Hieronymus von Prag, schlug Empörungswellen, die zu den Hussitenkriegen führten. Sogar Luther berief sich später auf Hus‘ Lehren, und noch heute wird er im tschechischen Raum verehrt wie ein Nationalheiliger. Ironischerweise musste Sigismund, der, um sich die Böhmische Krone seines Bruders Wenzels zu sichern, Hus’ Geleitversprechen nicht durchsetzte und damit indirekt für seinen Tod verantwortlich wurde, nach den Hussitenkriegen eben jene Kirchenreformen, die mit Hus verbrennen sollten, anerkennen.

In den nächsten Wochen reisen wir durch Konstanz und verfolgen Stationen auf dem Leidensweg von Jan Hus. Unser erster Stopp führt uns ins Paradies zwischen dem Alten Graben und Zum Hussenstein, wo wir über die Bedeutungswandlung reden, vom Gelehrten zum Märtyrer und was Europa damit zu tun hat. Gemeinsam fangen wir dort an, wo für ihn alles aufhörte, und doch irgendwie alles begann: Der Hussenstein.

„Wir zeigen, was wir können!“ Schüler:innen-Ausstellung am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium

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Deutsch, Konstanz entdecken, Kulturell

Kunst ist nur was für Profis? Von wegen! Unter dem Motto “Wir zeigen was wir können” präsentieren die Schüler:innen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasium der 5. bis zur 12. Klasse Bilder, Skulpturen und andere Kunstwerke, die sie im Unterricht kreiert haben. Das ganze Schulhaus wird dabei zur Ausstellung. Egal ob Treppenhaus oder Seitengang, dort wo Platz ist wird ein Rahmen aufgehängt, ein Podest aufgestellt oder ein paar Nägel in die Wand gehauen. Tonmodelle, umfunktionierte Schuhkartons, nekromantische Bücher und Pappmaché-Büsten sind nur ein Ausschnitt möglicher Materialien.

Neugierig geworden?

Komm zur Vernissage am 30.01.26 um 18 Uhr in die Aula der Schule, genieße eine darstellerische Überraschung und schlendere danach durchs Schulhaus, oder schau noch bis zum 24. April 2026 zu den Öffnungszeiten der Schule zum regulären Betrieb vorbei. Der Weg in die Aula ist ganz einfach, die große Treppe hoch und dann “durch” den Vorhang!

Tipp: Die großen Pausen sind 9:15-9:30, 11:05-11:25 und 13-14 Uhr, diese Zeiten würde ich meiden.

Wir haben dazu auch ein Reel auf Instagram, klicke hier!

Warum das Humboldt?

In Konstanz gibt es viele weiterführende Schulen, jede mit eigenen Vor- und Nachteilen. Das Suso-Gymnasium ist zum Beispiel ein humanistisches Gymnasium, das heißt Latein verpflichtend ab Klasse 5 und Griechisch optional ab Klasse 8, die Geschwister-Scholl-Schule bietet sowohl einen Musik-, als auch einen Theater- und einen Sportzug für Real- und Gymnasialschüler:innen an, das Ellenrieder-Gymnasium unterrichtet manche Schulfächer auf Englisch und fördert die zweisprachige Schulausbildung, und das Humboldt-Gymnasium hat den Kunstzug. Ab der fünften Klasse kann dieser besucht werden, aber auch in der 8. und 11. Klasse (G8) sind Ein- und Ausstiege möglich. So werden schon sehr früh wichtige Grundlagen der Kunsttheorie und -schaffung vermittelt, die über den Lehrplan des zweistündigen Kunstunterrichts hinausgehen; über die Relevanz von Skizzen, Perspektive und verschiedenen Medien bis hin zu Kunstgeschichte, Architektur und Stil.

Dadurch wird eine einzigartige Ausstellung mit bemerkenswerten Bildern, Zeichnungen, Skulpturen und vielem mehr ins Leben gerufen, die in ihrer Vielfalt unvergleichlich ist. Zusammen mit der Altbau-Architektur entsteht ein gewisser Charme, der neben stolzen Eltern und Mitarbeitern auch Ehemalige regelmäßig in ihren Bann zieht.

Auch ich bin eine ehemalige Schülerin des AvH, und nach wie vor beeindruckt und verzaubert von dem, was dort auf die Beine gestellt wird. ~Sophie, Autorin dieses Beitrags.

Die Konstanzer Imperia: Denkmal, Kunst und Wahrzeichen

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Allgemein, Deutsch, Historische Gebäude, Kunst & Architektur

Sie ist ein Wahrzeichen und Portalfigur des Hafens: Seit ihrer Konzeption durch Peter Lenk und der Platzierung am 24.04.1993 auf der alten Pegelmessstelle im Hafenbecken, Laufrichtung nach Osten, ist die Imperia fest im Stadtbild verankert. Die ausgeklügelte Platzierung auf dem Steg ermöglicht die optische Freistellung der 9 Meter hohen Damenfigur, sie drängt sich von jeder Seite zentral ins Blickfeld. Obwohl der visuelle Zugang vom Wasser aus mit den Passagierschiffen, von Norden aus durch den Stadtgarten, vom Süden aus durch die Landzunge Klein Venedig und vom Westen aus durch die Hafenpromenade möglich ist, dreht sie sich und zeigt innerhalb von 4 Minuten jeder:m Betrachter:in ihre Qualitäten.

Ihre schiere Größe unterstreicht den machtvollen Charakter, der ihr eingeschrieben wurde, so kann der Sockel, auf dem sie steht, zu Fuß umrundet werden, wobei zu ihr aufgesehen werden muss, um sie zu betrachten. Auch der Steg, der keinen anderen Weg zulässt als auf die Imperia zu, übernimmt die leitende Funktion, sämtliche Blicke auf der Statue zu zentrieren. Sie kontextualisiert sich auch mit ihrer Umgebung: Sie blickt über die ankommenden Passagiere hinweg und schaut nur in die weite Entfernung, lediglich das Konzilsgebäude im Nordwesten fängt ihren Blick auf. Dies ist kein Zufall: Die Inspiration der Imperia und ihre visuelle Erscheinung nehmen das Konzil im 15. Jahrhundert, eines der bedeutendsten historischen Ereignisse der Stadt, aufs Korn, indem sie sich selbst halbnackt und mit nur einer Robe und Höschen bekleidet, in ihren Händen jedoch die kindhaften Gauklerfiguren als Kaiser und Papst im Adamskostüm präsentiert. Sie zeigt wortwörtlich die weltliche und geistliche Macht in den Händen einer Kurtisane. Die Imperia als satirische, patriarchatskritische Kunst, ‘historisches’ Denkmal und Kultfigur funktioniert nur dort aufgrund ihres Umfelds, sowohl geographisch als auch politisch und kulturell.

Die symbolische Kraft der künstlerischen Schöpfung ist außerordentlich vielschichtig. Die erste Ebene bezieht sich rein auf das äußere Erscheinungsbild: Eine halb entblößte Kurtisane hält die unbekleideten Repräsentanten der weltlichen und der kirchlichen Macht in den Händen: Sie hat die Macht, zu verstecken, während sie die offiziellen Machthaber entblößt, entwaffnet und zu ihren Untertanen macht.

Die zweite Ebene bezieht sich auf den historischen Hintergrund: Die Vermischung der historischen Figur Imperia Cognati von Rom im späten 15. Jahrhundert, die jedoch nie in Konstanz war, mit dem florierenden Kurtisanengeschäft zur Zeit des Konstanzer Konzils, wie aus der Richental-Chronik hervorgeht, kontextualisiert die Hafenfigur “Imperia” durch den Namen als fiktive Machtfigur und legt nahe, dass die zwei Figuren auf ihren Armen König und später Kaiser Sigismund und einen der Päpste um das Konzil, entweder Gregor XII., Benedikt XIII., Johannes XXIII. oder Papst Martin V. darstellen könnten, die mit ihren Institutionen beide den Reizen der Frau verfallen. Lenk stellt damit die Schattenseite der glänzenden Persönlichkeiten und ihrer Institution aus und nimmt das Patriarchat auf die Schippe. Die Nacktheit der beiden identifizierten Repräsentanten kehrt als Ironisierung die versteckten Seiten nach außen: Zum einen sind die Dienste einer Kurtisane nur zu einem gewissen Grad unbekleidet in Anspruch zu nehmen, zum anderen wird auf den kulturellen, literarischen und sozialen Habitus, Nacktheit mit Verletzbarkeit zu verbinden, verwiesen: In “Des Kaisers neue Kleider” verliert der Kaiser seine Glaubwürdigkeit, indem er nackt vor seine Untertanen tritt; Auf dieses Märchen weist auch die Narrenkappe der Kurtisane hin.

Die dritte Ebene behandelt den Standort, die zeitliche Diskrepanz zwischen der referenzierten Zeit und der Entstehungszeit, und die damit verbundene Konnotation. Eine Statue, um die Neuankömmlinge von Seeseiten zu beeindrucken und die Stadt symbolisch zu schützen, erscheint logisch – da die Imperia jedoch erst in den 1990er Jahren errichtet wurde, fingiert sie eine historische Relevanz und einen architektonischen Wert für die Stadt. Da die Imperia jedoch weder eine historische Statue noch eine historische Figur ist, oder einen historischen Standort hat, hebt sie ihre symbolische Bedeutung umso mehr hervor, wodurch sie sich wiederum einen architektonischen, zeitgenössischen und künstlerischen Wert erschaffen hat.

Weniger eine symbolische Ebene, aber ein wichtiger Umstand, ist die Kritik, die Lenk nach Enthüllung der Statue bekam. Die Erbauung außerhalb Konstanz und Montage in einer Nacht, sowie das gesetzliche Schlupfloch, dass das Grundstück, auf dem die Imperia steht, der deutschen Bahn gehörte, weshalb die Stadträte außer Drohgebärden zu zeigen nichts tun konnten, um die Imperia aus dem Stadtbild zu verdrängen, erzürnte konservative Politiker:innen und andere Bewohner:innen, wie in den Zeitungsarchiven nachzulesen ist. Trotz dieser Meinungen hat das größte Prostituiertendenkmal, das es gibt, es geschafft, sich als Konstanzer Wahrzeichen und Touristenattraktion zu etablieren, und steht seit 2024 sogar unter Denkmalschutz.

Unsere Uni – Unser Dorf

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Woran denkt ihr, wenn ihr “Universität Konstanz” hört? Viele haben vermutlich als erstes bemalte Säulen, abstrakte Formen und buntes Glas vor Augen. Zusammen mit den verwinkelten Räumen, untertunnelten Gebäuden und zahlreichen Verbindungswegen ergibt sich ein Baukomplex ohnegleichen. Manch einer versteht, warum sie auf der Plattform Reddit schon mit einer fiktiven Zaubereischule gleichgestellt wurde: Selbst nach Jahren der Arbeit auf dem Campus stolpert man über unbekannte Ecken und Kunst am Bau. Wieso ist die Universität überhaupt so verwirrend konstruiert? Dafür machen wir heute eine kleine Zeitreise in die Entstehungsgeschichte der Universität – und zu den Ansätzen der zuständigen Architekten.

Die Uni wurde erst 1966 gegründet und die ersten Gebäude 1972 bezogen. Architekt Horst Linde arbeitet mit anderen Zuständigen ein hochkomplexes Konzept aus: Zum einen sollte die inhaltliche Nähe zwischen Forschungsdisziplinen verarbeitet werden, quasi als Hommage an die Interdisziplinarität; Jedes Gebäude hat mehrere Zugänge von verschiedenen Fakultäten und Stockwerken. Von der Mensa zur Naturwissenschaft? von der Naturwissenschaft zur Informatik? Von der Literaturwissenschaft zur Rechtswissenschaft? Jede Schwelle eröffnet einen neuen Raum für Verbindung. Zweitens stand die Erreichbarkeit der Versorgungsorgane im Vordergrund: Literatur, Nahrung und Arbeitsplätze sind zentral in der Unibibliothek und der Mensa erreichbar, sie sind das Herz der Uni. Drittens ist die soziale Situation an der Hochschule mitgedacht. Zwischen den Büros und Vorlesungssälen sind breite Gänge und Toiletten alle Nase lang, Sitzgruppen in ungenutzten Ecken, Teeküchen und grüne Innenhöfe laden zum Gespräch zwischen allen Teilnehmer:innen am Universitätsalltag ein. Übrigens wurde auch die Kunst am Bau in die Architektur eingewebt, anstatt nur zuletzt angebracht zu werden.

Was hat das aber mit einem Dorf zu tun? Dafür muss ein Gründungsmythos erläutert werden: Angeblich hat der ehemalige Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger in den 50er Jahren auf dem Rückweg aus seinem Italienurlaub den Gießberg von der Sonne erleuchtet gesehen und beschlossen, auf diesen Berg gehöre eine Universität. (Der Wahrheitsgehalt darf angezweifelt werden: Es gab nämlich neben dem Gießberg auch den Bettenberg als möglichen Kandidaten, von denen sich bekanntlich erster durchgesetzt hat). Die Hanglage sollte bei der Bebauung durch die Architektur nicht ausgeglichen werden, sondern ausgestellt: Hohe Gebäude stehen auf höherem Grund als niedrigere, von der zentralen Gebäudegruppe nach außen wird der Abstand zwischen den Gebäuden größer, die Ausrichtung ist nicht als striktes Raster ausgelegt. Sie bilden eine Struktur wie eine Agora: der Zentrale Innenhof zwischen A, E, G, K, gewissermaßen auch H und F, die Ringverbindungen zwischen verschiedenen Gebäudegruppen und die Hauptverkehrsadern zwischen einzelnen Gebäuden muten wie eine kleine Stadt an. Die Planer sprachen sogar selbst von Gassen und Plätzen wie in einer Altstadt, von Ecken mit entdeckbaren Dingen, die Platzierung der meistbesuchtesten Orte im Zentrum wurde von der generellen Stadtplanung abgekupfert. Im Gegensatz zu amerikanischen Campusgeländen, deren Gebäude einzeln stehen und mit viel Leerraum geschaffen wurden, sollte die Uni Konstanz als zusammenhängendes Dorf umgesetzt werden, um organisch und innovativ ein Paradebeispiel für innovative Architektur für den Menschen darzustellen.

Viele einzelne Gebäude, verbunden durch Gänge, Brücken und Höfe und sich wiederholende Architekturelemente bilden unseren geliebten Campus. Wir verlaufen uns vielleicht ab und zu einmal, landen versehentlich im falschen Gebäude oder öffnen eine Fluchttür beim Versuch, die Uni zu verlassen, aber eigentlich können wir sehr froh sein, in unserer Stadt der Wissenschaft sein zu dürfen. Der Charme unserer Uni liegt doch gerade im Mensaterassenblick über den See, in den Ecken, Teeküchen, Trampelpfaden und der labyrinthischen Struktur. Man läuft sich eben immer zweimal über den Weg – oder drei, vier, fünf…

Die Informationen stammen aus Edinger, Eva-Christina: Wissensraum, Labyrinth, symbolischer Ort. Die Universitätsbibliothek als Sinnbild der Wissenschaft, Konstanz / München 2015 und Linde, Horst: Struktur und Architektur einer Universität. Gedanken zur Planung der Universität Konstanz. In: Sund, Horst; Timmermann, Manfred (Hg.): Auf den Weg gebracht. Idee und Wirklichkeit der Gründung der Universität Konstanz, Konstanz 1979, S. 75-82.