Manchmal muss man gar nicht weit fahren, um für ein paar Stunden das Gefühl zu haben, an einem ganz anderen Ort zu sein. Von Konstanz aus eignet sich Meersburg dafür besonders gut: Die Stadt ist schnell erreichbar, liegt direkt am Bodensee und verbindet historische Gassen, kleine Cafés, schöne Ausblicke und Schlossbesuche auf engem Raum.

Unser Ausflug begann am Bahnhof Konstanz. Von dort aus fuhren wir mit dem Bus zur Autofähre und setzten anschließend nach Meersburg über. Die Fährfahrt dauert ungefähr 15 Minuten und ist schon der erste kleine Höhepunkt des Tages. Während man über den Bodensee fährt, kann man die Seeluft genießen und hat einen schönen Blick auf das Wasser und die Umgebung.

Nach der Ankunft in Meersburg führt ein kurzer Fußweg in Richtung Unterstadt. Schon auf dem Weg dorthin merkt man schnell, wie besonders die Lage der Stadt ist: Über den Häusern erhebt sich die Burg, während unten am See die Promenade, Cafés und kleine Läden warten. 

In der Unterstadt angekommen, lohnt es sich, zunächst einfach an der Seepromenade entlangzugehen. Hier reihen sich Cafés, Restaurants und Geschäfte aneinander, und gerade bei gutem Wetter wirkt alles sehr lebendig. Für eine erste Pause bietet sich zum Beispiel das Kaffee Reite an, wo wir uns eine kleine Stärkung gegönnt haben. 

Doch nicht nur die Unterstadt hat schöne Orte zum Verweilen zu bieten. Wer sich auf den Weg in die Oberstadt macht, kommt an vielen kleinen Läden vorbei, in denen man Souvenirs oder Kleinigkeiten entdecken kann. Unterwegs fiel uns außerdem eine Taverne besonders ins Auge: Drachenfeuer. Schon der Name und das Design wecken Interesse und passen gut zu der leicht verwinkelten, fast märchenhaften Atmosphäre der Altstadt. 

Oben angekommen öffnet sich der Blick auf den Marktplatz. Bunte Fassaden, Blumenschmuck, alte Hauswände und die umliegenden Gassen machen diesen Bereich besonders sehenswert. Gerade hier lohnt es sich, nicht nur schnell vorbeizulaufen, sondern sich einen Moment Zeit zu nehmen und die vielen Details an den Gebäuden anzuschauen. 

Wer zwischendurch noch eine Abkühlung oder etwas Süßes braucht, findet auch in der Oberstadt passende Möglichkeiten. Wir machten unter anderem im Café Pop Halt, das sich gut für eine weitere kleine Pause eignet, bevor es weiter zum Schloss geht. 

Ein besonderes Highlight unseres Ausflugs war das Neue Schloss Meersburg. Schon von außen fällt die rosafarbene Fassade mit ihren weißen Verzierungen auf. Für Studierende gibt es einen ermäßigten Eintritt, und der Besuch lohnt sich vor allem, wenn man sich für historische Räume, Architektur und schöne Ausblicke interessiert. 

Im Inneren beeindruckt besonders das Treppenhaus. Der helle Raum, die geschwungene Treppe und das große Deckenfresko machen direkt deutlich, wie repräsentativ das Schloss angelegt ist. Man schaut automatisch nach oben und entdeckt immer neue Details in der Malerei und der Architektur. 

Neben den Schlossräumen lohnt sich auch ein Besuch des Schlossgartens. Von dort aus hat man einen sehr schönen Blick über Meersburg, die Dächer der Stadt und den Bodensee. Bei klarer Sicht kann man sogar bis auf die andere Seite des Sees schauen – und mit etwas Orientierung auch in Richtung Konstanz. 

Direkt beim Schloss befindet sich außerdem die Schlosskirche, die man betreten und besichtigen kann. Besonders eindrucksvoll sind hier die Rokoko-Ausstattung, die Deckenmalereien und die vielen dekorativen Details. Nach dem Spaziergang durch die Stadt wirkt der Kirchenraum noch einmal wie ein ruhiger, fast überraschender Abschluss des Schlossbesuchs. 

Und hier endet auch schon unser kleiner Ausflug nach Meersburg. Die Stadt eignet sich perfekt für einen entspannten Tagesausflug, weil sich vieles gut zu Fuß erkunden lässt und man unterwegs immer wieder schöne Ecken entdeckt. Gerade die Mischung aus Bodensee, historischer Altstadt und gemütlichen Cafés hat den Tag für uns besonders schön gemacht. Wer also Lust auf einen kurzen Tapetenwechsel am Bodensee hat, ist in Meersburg genau richtig. 

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