Hochschulgruppe Uni Konstanz

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„Wir zeigen, was wir können!“ Schüler:innen-Ausstellung am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium

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Deutsch, Konstanz entdecken, Kulturell

Kunst ist nur was für Profis? Von wegen! Unter dem Motto “Wir zeigen was wir können” präsentieren die Schüler:innen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasium der 5. bis zur 12. Klasse Bilder, Skulpturen und andere Kunstwerke, die sie im Unterricht kreiert haben. Das ganze Schulhaus wird dabei zur Ausstellung. Egal ob Treppenhaus oder Seitengang, dort wo Platz ist wird ein Rahmen aufgehängt, ein Podest aufgestellt oder ein paar Nägel in die Wand gehauen. Tonmodelle, umfunktionierte Schuhkartons, nekromantische Bücher und Pappmaché-Büsten sind nur ein Ausschnitt möglicher Materialien.

Neugierig geworden?

Komm zur Vernissage am 30.01.26 um 18 Uhr in die Aula der Schule, genieße eine darstellerische Überraschung und schlendere danach durchs Schulhaus, oder schau noch bis zum 24. April 2026 zu den Öffnungszeiten der Schule zum regulären Betrieb vorbei. Der Weg in die Aula ist ganz einfach, die große Treppe hoch und dann “durch” den Vorhang!

Tipp: Die großen Pausen sind 9:15-9:30, 11:05-11:25 und 13-14 Uhr, diese Zeiten würde ich meiden.

Wir haben dazu auch ein Reel auf Instagram, klicke hier!

Warum das Humboldt?

In Konstanz gibt es viele weiterführende Schulen, jede mit eigenen Vor- und Nachteilen. Das Suso-Gymnasium ist zum Beispiel ein humanistisches Gymnasium, das heißt Latein verpflichtend ab Klasse 5 und Griechisch optional ab Klasse 8, die Geschwister-Scholl-Schule bietet sowohl einen Musik-, als auch einen Theater- und einen Sportzug für Real- und Gymnasialschüler:innen an, das Ellenrieder-Gymnasium unterrichtet manche Schulfächer auf Englisch und fördert die zweisprachige Schulausbildung, und das Humboldt-Gymnasium hat den Kunstzug. Ab der fünften Klasse kann dieser besucht werden, aber auch in der 8. und 11. Klasse (G8) sind Ein- und Ausstiege möglich. So werden schon sehr früh wichtige Grundlagen der Kunsttheorie und -schaffung vermittelt, die über den Lehrplan des zweistündigen Kunstunterrichts hinausgehen; über die Relevanz von Skizzen, Perspektive und verschiedenen Medien bis hin zu Kunstgeschichte, Architektur und Stil.

Dadurch wird eine einzigartige Ausstellung mit bemerkenswerten Bildern, Zeichnungen, Skulpturen und vielem mehr ins Leben gerufen, die in ihrer Vielfalt unvergleichlich ist. Zusammen mit der Altbau-Architektur entsteht ein gewisser Charme, der neben stolzen Eltern und Mitarbeitern auch Ehemalige regelmäßig in ihren Bann zieht.

Auch ich bin eine ehemalige Schülerin des AvH, und nach wie vor beeindruckt und verzaubert von dem, was dort auf die Beine gestellt wird. ~Sophie, Autorin dieses Beitrags.

Geschichte erleben im Herzen von Konstanz – Das Rosgartenmuseum Konstanz

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Allgemein, Deutsch, Historische Gebäude, Konstanz entdecken

Das Rosgartenmuseum in Konstanz ist ein echter Geheimtipp für alle, die Kunst, Kultur, Geschichte und eine besondere Atmosphäre lieben. Gelegen im Herzen der Stadt, befindet sich das Museum in einem historischen Gebäude, das erstmals im Jahr 1324 erwähnt wurde und einst als Zunfthaus für Metzger, Krämer, Hafner, Seiler und Apotheker diente. Dieses einzigartige Ambiente macht den Besuch schon allein wegen der Architektur zu einem Erlebnis. 1454 wurde es mit dem angrenzenden Haus „Zum Schwarzen Widder“ vereinigt. Ein Überbleibsel von der Vereinigung sind die Wappen beider Häuser, die noch heute das Portal des Museums schmücken.

Das Museum wurde 1870 von Ludwig Leiner (Apotheker und Stadtrat) gegründet, einem leidenschaftlichen Sammler, Botaniker und Denkmalschützer, der mit seiner Sammlung die Geschichte und Identität der Bodenseeregion bewahren wollte. Heute zeigt das Rosgartenmuseum eine vielseitige Dauerausstellung, die von der Urgeschichte über das Mittelalter bis in die Neuzeit reicht. Besucher*innen erwarten hier unteranderem spannende archäologische Funde, sakrale Kunst und Gemälde, die eindrucksvolle Geschichten erzählen.

Besonders sehenswert ist der Leinersaal, der nach dem Gründer benannt ist und Originalstücke aus der Anfangszeit des Museums präsentiert. Zudem gibt es regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die regionale Themen wie die Fasnacht oder die Arbeitswelt thematisieren. Im zweiten Obergeschoss gibt es zudem eine Ausstellung, die die Geschichte der Stadt während der NS-Zeit beleuchtet.

Ein lohnenswerter Freizeittipp für jede Jahreszeit

Wer einen abwechslungsreichen Tag in Konstanz plant, kann den Besuch im Rosgartenmuseum wunderbar mit einem Stadtbummel, einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder einem Spaziergang am Bodensee verbinden. So lässt sich Kultur und Genuss ideal kombinieren. Das Rosgartenmuseum ist übrigens nicht nur ein Ort für Geschichtsinteressierte, sondern auch ein perfekter Freizeit-Tipp für Familien oder mit Freund*innen. Es ist überschaubar und ermöglicht einen entspannten Rundgang. Für eine kleine Pause zwischendurch lädt das Museumscafé mit seinem gemütlichen Innenhof ein – ideal, um das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen oder den neusten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Und wem das noch nicht genug ist, der kann sich im Eingangsbereich ein Tablet mit dem beliebten Spiel SherLOOK ausleihen und gemeinsam mit Watson, Sherlock oder Enola Langfinger überführen, die im Museum ihr Unwesen treiben.

Insgesamt ist das Rosgartenmuseum ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle, die in die Geschichte der Region eintauchen möchten – ob als Einheimische, Zugezogene oder Tourist*innen. Es verbindet auf wunderbare Weise Tradition und Moderne und bietet spannende Einblicke in die reiche Vergangenheit der Stadt Konstanz und seiner Umgebung.

Veranstaltungen im Rosgartenmuseum Konstanz

Ein weiteres besonderes Highlight sind die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen im Rosgartenmuseum: Sonderführungen, Vorträge, Workshops und Mitmachaktionen lassen die Geschichte lebendig werden und bieten einen tollen Rahmen für Kulturinteressierte jeden Alters. Ein besonders reizvolles Format ist dabei die Rosgarten*Lounge – Afterwork und Kulturgenuss.

Stadtkind Konstanz – ein Lieblingsort mit Geschichte (und Geschichten)

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Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken

Das Café Stadtkind gehört für viele Konstanzer*innen zu den liebsten Adressen, wenn es um guten Kaffee, hausgemachten Kuchen und eine heimelige Atmosphäre geht. Ob für eine kleine Auszeit im Alltag, ein entspanntes Treffen mit Freundinnen  oder einfach zum Sonne tanken – besonders an Frühlingstagen, im Sommer oder in den warmen Wochen des Herbstes laden die Sitzgelegenheiten im Freien zum Verweilen ein.

Gelegen im Stadtviertel Paradies, überzeugt das Stadtkind nicht nur mit süßen Köstlichkeiten, sondern auch mit seinem charmanten Standort: einem historischen Gebäude mit überraschend bewegter Geschichte.

Was wissen wir über das Gebäude?

Zwar lassen sich keine umfangreichen Informationen zur frühen Geschichte des Hauses finden, doch einige spannende Fakten und Anekdoten gibt es trotzdem: Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde im Jahr 1905 erbaut und befindet sich seit 1958 im Besitz einer Konstanzer Familie. Und es gibt sogar kleine Geschichten, die sich über die Jahre wie Efeublätter um das Haus ranken: So soll sich einst an der Stelle, an der heute Jacken aufgehängt werden, ein Panzer verirrt haben. Ob das wirklich stimmt? Wer weiß. Aber es sind genau solche Erzählungen, die einem Ort Charakter verleihen.

Wenn schon von Panzern die Rede ist, darf ein echtes Kuriosum natürlich auch nicht fehlen! Das besagte Kuriosum befindet sich im hinteren Anbau: Dort klafft ein kleines Loch in der Wand, durch das man in den angrenzenden Raum hineinsehen kann. Es stammt aus der Zeit, als hier ein Juwelier ansässig war. Das Loch diente ihm offenbar als verdeckte Sichtlinie in den Verkaufsraum, um unauffällig einen Blick auf mögliche Langfinger zu werfen – ein fast schon ein filmreifes Detail!

Vom Tante-Emma-Laden zum Café mit Charakter

Wie bereits erwähnt, war in diesen Räumen früher ein Juwelier untergebracht. Doch über die Jahre hinweg haben sich hier ganz unterschiedliche Gewerbe niedergelassen, jedes mit seiner eigenen kleinen Geschichte. Die Anfänge des Ladens reichen zurück bis zu einem kleinen Tante-Emma-Geschäft, das einst im Hauptraum untergebracht war. Danach zog eine Autovermietung ein und auch der kleinere Nebenladen wurde über die Jahre unterschiedlich genutzt, etwa als Massagestudio, Krimskramsladen oder Juwelier. Erst 2014 wurden beide Ladeneinheiten vereint und das Café Stadtkind zog ein. Seitdem hat sich hier ein Ort etabliert, der mit viel Liebe zum Detail geführt wird – ein ruhiger Gegenpol zum hektischen Alltag.

Ob mit geschichtlichem Interesse, auf der Suche nach einem besonderen Café oder einfach Lust auf einen guten Cappuccino, ein Besuch im Stadtkind lohnt sich auf jeden Fall! Und wer weiß: Vielleicht entdeckt man bei genauem Hinsehen ja noch das ein oder andere Detail, das von früheren Zeiten erzählt. Falls es dir so ergeht, lass gern einen Kommentar da und verrate uns, welche Geschichte dir zu Ohren gekommen ist oder welches Kuriosum wir übersehen haben. 

 

Hinweis: Der erste Entwurf für den obenstehenden Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen und durch die Autorin des Artikels überarbeitet.

Heimatgefühle mit Hopfen und ausgefallenen Drinks: Ein Besuch in der Heimat Bar Konstanz

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Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken

Passender könnte der Name kaum sein: Die Heimatbar ist längst mehr als nur irgendeine Kneipe oder Bar in Konstanz. Über die Jahre ist sie zur festen Anlaufstelle für Geburtstage, Abschlussfeiern, gemütliche Runden nach der Klausurenphase und natürlich für das klassische ein, zwei, drei, vier… na, ihr wisst schon geworden. Man muss sich ja auch mal was gönnen oder?

Wer sich Sorgen macht, nach dem einen oder anderen Violet Sour oder Long Island Ice Tea den Weg zum Bahnhof nicht mehr zu finden – keine Panik: Die Heimatbar liegt direkt am Eingang zur Altstadt, in einem alten Gewölbekeller, der schon beim Reinkommen zum Verweilen einlädt. Hier ist fast immer was los, die Stimmung entspannt, das Publikum bunt gemischt – einfach ein echter Konstanzer Kultort.

Unser Tipp: Gönnt euch am besten ein paar Runden Apfelstrudel (keine Sorge, das ist kein Dessert, sondern ein ziemlich beliebter Shot), bevor es dann wieder nach Hause geht. Wer kein Apfel mag, sollte nach den Specials Ausschau halten. Im Sommer Special gab es unter anderem: Paloma, Pornstar Martini oder Bahama Mamas. Drei Drinks die schon beim bestellen für Stimmung sorgen. Aber Achtung: Bargeld nicht vergessen! Kartenzahlung ist in der Heimat Bar leider nicht möglich und nichts killt die Stimmung schneller als ein leeres Portemonnaie an der Theke. 

Natürlich zeigen wir euch hier unsere Lieblingsorte in Konstanz, aber was wäre die Kunst-Werk-Stadt ohne ein paar spannende Hintergrundinfos?

Das Gebäude, in dem die Heimatbar heute untergebracht ist, wurde bereits vor über 700 Jahren namentlich erwähnt. Der Gewölbekeller diente im Laufe der Zeit vielen verschiedenen Zwecken, bis er 1988 schließlich zur Bar wurde, wie wir sie heute kennen und lieben. Seitdem ist die Heimat nicht nur einfach irgendeine Kneipe, sondern eine echte Institution. Eine der ersten richtigen Bars in einer Stadt, die sonst eher für ihre zahllosen Weinstuben bekannt ist. Szene-Kneipe? Auf jeden Fall. Kult? Definitiv.

Sommer, Drinks und laue Nächte

Im Sommer spielt sich das Leben draußen ab – auch in der Heimatbar. Der Biergarten direkt vor dem Eingang hat bei schönem Wetter bis spät in die Nacht geöffnet. Kühle Drinks, warme Nächte, gute Gespräche – mehr Sommer geht nicht. Zugegeben, vielleicht ist es gerade nicht mehr der richtige Moment dafür. Aber hey: Der nächste Sommer kommt bestimmt. Und die Heimat wartet schon.

Funfact: Wusstet ihr eigentlich, dass hier zum ersten Mal Flaschenbier von Beck’s auf der Karte stand? Und mit ihm auch ein Wort nach Konstanz kam, das wir heute nicht mehr missen wollen: Happy Hour.

 

 

Hinweis: Der erste Entwurf für den obenstehenden Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen und durch die Autorin des Artikels überarbeitet.