Hochschulgruppe Uni Konstanz

Kategorie: Allgemein (Seite 4 von 5)

An outburst of creativity

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Allgemein, Deutsch, Junge Kunst, Kunst am Bau

Künstler/in: jungeswild

 

 

Die Künstlerin beschreibt diese Wandmalerei als einen Ausbruch von Kreativität.
Sie soll zeigen, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind – einzigartige Dinge entstehen nur, wenn der Geist vom Denken in Normen befreit ist.
Das Werk veranschaulicht, wie eine kleine Idee durch Kreativität zu etwas Großem heranwachsen kann. Es ist der Künstlerin wichtig, die Menschen mit ihrer Kunst zum Lachen zu bringen und sie zu ermutigen, ihrer eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen.

Zum Instagram der Künstlerin.

 

Fenster zu anderen Orten

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Allgemein, Deutsch, Junge Kunst, Kunst am Bau

Künstler/in: Ornella Hohenberger

Mit diesem Werk, wie der Titel verrät, möchte die Künstlerin ein Fenster zu anderen Orten öffnen.
Durch ein U-Boot-Bullauge sind Quallen und die Tiefsee zu sehen, während der Blick aus einem Gartenfenster dazu einlädt, die Natur zu genießen und eine Katze zu streicheln. Diese Welt erinnert an Der geheime Garten und trägt eine persönliche Note: Die Katze symbolisiert das verstorbene Haustier der Künstlerin.
Darüber hinaus zeigt das Werk eine Reise im Raumschiff, durch dessen Fenster fremde Planeten und Sterne sichtbar sind, sowie eine Fantasy-Welt mit Drachen und lebendigen Bäumen, die mit Wanderern sprechen.

Zum Instagram der Künstlerin.

 

Graue Wände. Bunter Campus.

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Allgemein, Deutsch, Junge Kunst, Kunst am Bau

Im Jahre 2024 hat das Green Office Konstanz mit der StuVe und dem Künstlerkollektiv das künstlerische Projekt „Graue Wände. Bunter Campus.“ in den Studierendenalltag ins Leben gerufen.

Die Motivation entstand durch die Baustelle der Universität Konstanz. Man möchte in den grauen Alltag etwas Farbe durch das künstlerische bemalen an den Baustellenwänden bringen.

Wir sind gespannt, was mit den Wänden nach der Baustelle passiert.

 

 

Hier werden im Laufe der Zeit die einzelnen Kunstwerke präsentiert.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Social Media:

Green Office Uni Konstanz

Künstlerkollektiv Uni Konstanz

 

Über die Kunst-Werk-Stadt

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Allgemein, Über uns

Die Kunst-Werk-Stadt Konstanz ist eine Hochschulgruppe, die Kunst aus und in Konstanz vermittelt. Ob die neueste Ausstellung im Museum, die zahlreichen architektonischen Kleinode oder dieses eine merkwürdige Ding, an dem man immer vorbeiradelt – wir haben es uns zur Aufgabe gemacht das vielfältige künstlerische Angebot unserer Stadt dem interessierten Publikum zu vermitteln.
Wir beschäftigen uns mit verschiedenen Gattungen der bildenden Kunst: Architektur, Bildwerke und Kunst im öffentlichen Raum. Wir möchten so jedem die Möglichkeiten bieten sich mit Kunst auseinanderzusetzen, ganz gleich ob mit oder ohne Vorkenntnisse.
Wir möchten gemeinsam Kunst entdecken und diskutieren, die Theorie aus unseren Seminaren in die Praxis umsetzen, die Stadt mit anderen Augen sehen und Aufmerksamkeit für das Besondere schaffen.

Bis zum Beginn der Corona-Pandemie haben wir kostenlosen Führungen veranstaltet, die in der Regel an jedem zweiten Sonntag im Monat stattfanden. Jeweils drei bis vier Führungen gehörten zu einem Zyklus, der unter einem bestimmten Motto stand.
Nach einer Zwangspause haben wir 2022 digitale Führungen konzipiert, die selbständig nur mit einem Smartphone oder Tablet erkundet werden können.
Einen Überblick über alle vergangenen Führungen finden Sie auf unserer Webseite bei der Universität Konstanz.

Seit dem Wintersemester 2024/25 werden im Rahmen eines Schlüsselqualifikations-Workshops neue Ideen und Konzepte erarbeitet, mit denen die Kunst-Werk-Stadt nach der langen Pause wieder aktiviert wird. Im ersten Semester wurde der Instagram-Account wieder zum Leben erweckt und dieser Blog ist entstanden, der auch gerne abonniert werden kann. Die Gruppe ist damit zunächst hauptsächlich im digitalen Raum unterwegs und präsentiert auf beiden Kanälen Videos, Texte und Bilder zu verschiedenen lokalen Kunstformen, angefangen z.B. mit Kunst am Bau. Darüber hinaus werden Veranstaltungstipps und andere Inhalte rund um die Themen Kunst und Architektur präsentiert. Ziel ist es, langfristig eine gute Kombination aus digitalen und analogen Angeboten zu leisten.

Imperia

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Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken

Als Wahrzeichen bekannt, besticht die sich drehende Imperia im Hafen von Konstanz. Der Künstler Peter Lenk, lebhaft in Bodman, nahm mit der aus Beton gegossenen Figur Bezug auf eine der „Tolldreisten Geschichten“ Balzacs. Die neun Meter hohe Figur hält in ihrer linken und rechten Hand Figuren nach dem Abbild eines Kaisers und Papstes. Hierdurch kann auf die Mäträssenherrschaft der damaligen Zeit verwiesen werden und macht diese sichtbar.

Da Imperias Kopfbedeckung Ähnlichkeiten mit einer Narrenkappe aufzeigt und durch die Kleidung, der zwei im Gesamtverhältnis klein dargestellten Männer, wird hier von der Kurtisane das Machtverhältnis durchschaut und durchbrochen. Die durch diese verschiedenen Elemente aufgezeigte Situation, rief beim Aufstellen, fast direkt neben dem seit 1920 bestehenden Denkmal für Graf Zeppelin, 1993 einen Skandal hervor.

Eine Aufnahme der Imperia von schräg unten.

Imperia, Konstanz: Wikimedia Commons

Nahaufnahme der Papstkarrikatur (Imperia)

Imperia Papstkarrikatur: Wikimedia Commons

Hinweis: Der obenstehende Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen.

 

Zeitreise: Konstanzer Fastnacht

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Allgemein, Zeitreise

In dieser Rubrik steht die geschichtliche Aufarbeitung von Konstanz im Fokus. Hierbei wird das Augenmerk auf die Kultur, Tradition und individuelle Erfahrungen gerichtet. Ob persönliche Geschichten oder die Untersuchung der Entstehung von Bräuchen, eine Reise in fremde Gefühlswelten oder in eine andere Zeit. Es wird von allem etwas geben. Denn das Ziel ist es, Konstanz besser zu kennen und zu verstehen, sodass ein Bezug zur heutigen Zeit hergestellt wird und die Stadt nicht nur erlebt, sondern auch gefühlt werden kann.

 

Fastnacht, Fasnet, Karneval oder Fasching..

Am 11.11 um 11:11 Uhr findet jedes Jahr der Ausruf und Beginn der fünften Jahreszeit statt. Ab dem 06.01 beginnt das Narrentreiben dann so richtig.

In Konstanz wird jedes Jahr die schwäbisch-alemannische Fastnacht gefeiert.

Die Tradition der Fastnacht entstammt ursprünglich aus einem heidnischen Volksfest, bei dem die Geister des Winters vertrieben wurden und der Übergang zum Frühling gefeiert wurde.

Doch schon im Mittelalter wurde in Konstanz die Fastnacht, als ein Fest vor Beginn der Fastenzeit gefeiert. Die Fastenzeit geht 40 Tage lang bis Ostern und zuvor wurden alle Lebensmittel gegessen, die nach dem Winter übrig waren, um deren Verderben zu verhindern.

Im 13. Jahrhundert entstand erstmals der Begriff ¨Schmotziger Dunschtig¨. Dies lässt sich auf die in Schmalz ausgebackenen Fastnachtsküchle zurückführen, denn der fettige Schmalz wurde als ¨Schmotz¨ bezeichnet.

Ab dem 14. Jahrhundert wurden die Festlichkeiten durch Spiele und Umzüge ergänzt.

Bis zu dem 15. Jahrhundert war es nicht üblich sich zu verkleiden. Doch dann gab es einen Wendepunkt in der Fastnachtsgeschichte. Denn mehrere Bischöfe waren der Meinung, dass Fastnacht nichts mit Gott zu tun habe, und die Teilnehmenden gottlos und närrisch seien. Daraufhin begannen die Leute sich zu verkleiden, um unerkannt an den Festen teilhaben zu können. Hierbei waren verschiedene Tiere (Bär, Schwein, Bock oder Storch) ein beliebtes Kostüm, da manche Tiere für bestimmte Sünden standen. Manche nahmen die Kirche wortwörtlich und verkleideten sich als Teufel.

Im 16. Jahrhundert fand eine Reformation der Kirche statt und die Protestanten sprachen sich gegen eine Fastenzeit aus. Dementsprechend fiel der Anlass für die Fastnacht weg, sodass die Festlichkeiten in den Hintergrund verschwanden. (Heute wird noch dort gefeiert, wo die Bevölkerung größtenteils katholisch ist.)

Ab dem 17. Jahrhundert feierten Adelige prunkvolle und extravagante Feste, bei denen kunstvolle Masken und Kostüme getragen wurden. Daraufhin wurden im 19. Jahrhundert diese Festlichkeiten in dem Westen von Deutschland übernommen und als Karneval in Form von Maskenbällen gefeiert.

1879 fand in Konstanz der erste Hemdglonkerumzug statt, eine Tradition die bis heute erhalten blieb. Am Abend des Schmotzigen Dunschtigs findet der Umzug jährlich statt. Die Teilnehmenden sind in weißen Nachthemden und weißen Schlafmützen gekleidet.
Zudem nehmen Schüler*innen von verschiedenen Schulen teil und tragen bemalte und beschriebene Transparente mit sich. Ziel dabei ist es auf humoristische Art mit den Lehrer*innen abzurechnen. Hinter den Schüler*innen laufen mehrere hundert Teilnehmende mit und machen ordentlich Lärm.

(Ansichtskarten aus Privatbesitz)


-Warum die Nachthemden? Es gab eine Zeit, in der wurde den Schüler*innen untersagt, an der Fastnacht teilzunehmen. Jedoch haben sie dies nicht auf sich sitzen lassen und sind in ihrer Nachtwäsche aus dem Haus geschlichen, um mitzufeiern.

An der Universität Konstanz wird seit mehr als 50 Jahren Fastnacht gefeiert. Am Schmotzigen Dunschtig wird die Uni von Narren besucht, hier steht Feierlaune und Musik im Vordergrund. Bunte und kreative Kostüme, sowie gute Laune sind erwünscht.

2025 beginnt die Fastnacht am 27. Februar und geht bis zum 05. März.

Falls ihr mehr wissen wollt über die diesjährigen Festlichkeiten in Konstanz, schaut gerne bei der Konstanzer Info Website vorbei.

Fun fact 1: Fastnacht bedeutet die Zeit vor Anbruch der Fastenzeit.

Fun fact 2: Karneval kommt von dem Wort carnevale und bedeutet so viel wie „Fleisch lebe wohl“ da in der Fastenzeit auf tierische Produkte verzichtet wurde.

Fun fact 3: Ho Narro“ ist ein typischer Narrenruf aus Konstanz.

 

Quelle: Weber, Markus: „Kleine Fastnachtsfibel -Gemeinschaft maskentragender Zünfte und Vereine e.V“. (2007)

 

Zebra Kino

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Unter dem Motto „Andere Filme anders zeigen“ präsentiert das Zebra Kino seit 1984 internationale, aktuelle, klassische oder außergewöhnliche Filme. Besonders ist aber nicht nur ihr Programm: Das kleine Kino findet Platz im Chérisy-Areal, in einem ehemalig französischem Truppenkino. Das Zebra Kino entspringt der Idee einer StudentInnengruppe, die den Film in den 80ern wieder beliebt machen wollen. Ganz ehrenamtlich entsteht also ein Verein, der uns trotz Umzügen und sehr begrenzter finanzieller Mittel bis heute mit fantastischen Streifen verwöhnt. Besonders mutig finden wir, dass die jungen Studierenden schon in den 80ern versuchen Platz für Queerness zu schaffen. Aus dem queeren Filmfest „Warmer Winter“ ist heute das „Queergestreift“ Festival geworden, das uns Filme außerhalb der heteronormativen
Schublade präsentiert.

Hinterm Kulturladen versteckt findet ihr den Eingang zum wohl charmantesten kleinen Kino in Konstanz. Das Zebra Kino verzaubert mit seinem Ambiente und zeigt dazu noch besondere Filme. An der kleinen Bar ist schnell ein kühles Getränk besorgt, um danach ganz gemütlich in den roten Sitzen zu versinken. Ein Open Space für alle und besonders für die, die sich auch für den kleinen Film begeistern.

 

 

Hinweis: Der obenstehende Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen.

 

Kunst am Bau an der Universität Konstanz

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Allgemein, Deutsch, Kunst am Bau

Die Universität Konstanz wurde 1966 als Reformuniversität gegründet. Wichtiger Unterschied einer Reformuniversität zu den traditionelleren Universitäten ist der Ansatz, die verschiedenen Disziplinen von Grund auf in flachen Hierarchien zu vernetzen. In Konstanz wurden deshalb von Beginn an keine Institute für die einzelnen Fächer eingerichtet, sondern offenere Fachbereiche in fachübergreifenden Sektionen, die bereits von der Organisationsstruktur her eine freiere Zusammenarbeit ermöglichten. Um die Interdisziplinarität auch aktiv leben zu können, sollte die neu gegründete Universität als Campus-Uni gestaltet werden: Alle Unterrichtsräume, Büros, Labore, Verwaltungen, Werkstätten und sonstigen Einrichtungen auf einem großen Campus, im Zentrum als Herzstück die frei zugängliche Bibliothek und eine große Mensa für alle Angehörigen der Uni. Dieses große Bauvorhaben konnte auf dem Gießberg, etwas abseits von der Stadt, realisiert werden.

Bereits bei der Gründung der Universität Konstanz wurde die Kunst am Bau mitgeplant und mitgedacht. Die moderne Architektur sollte mit darin integrierten Kunstwerken kombiniert werden, die Kunst sollte also zu einem Teil des Bauwerks werden und nicht nur schmückendes Beiwerk sein. Künstler:innen sollten so die Möglichkeit bekommen, das Aussehen der Universität von Anfang an mitzugestalten. Von Architekt:innen wie Künstler:innen wurde dadurch verlangt, sich gegenseitig mit den Werken der anderen auseinanderzusetzen und darauf zu reagieren, gerne auch in provokanter und experimenteller Art und Weise.

Beim Bau des Universitätskomplexes auf dem Gießberg wurde 1969 bereits vor Baubeginn ein Wettbewerb ausgeschrieben, um Kunst und Architektur Hand in Hand entwickeln zu können. So wurden die ersten Kunstwerke nach Abschluss des Wettbewerbs gemeinsam mit den Architekten entwickelt und integriert. Aus einem zweiten Wettbewerb 1974 Jahren ergab sich eine zweite „Bauwelle“.
Bei diesen ersten Wettbewerben galt das Credo, die vielfältigen Baumaterialien und farbigen Gestaltungen als besondere Charakteristik auch in die Kunst einfließen zu lassen.

In der Folge etablierte sich dann allerdings das Verfahren, nur noch einzelne Kunstwerke für aktuell anfallende Bautätigkeiten zu beauftragen. Zusätzlich wurden immer wieder Direktankäufe fertiger Kunstwerke getätigt.

Neben den Kunstwerken an und in den Gebäuden wird schon jeweils der Weg zur Universität durch Kunst markiert: Die Wegführung von den Studierendenwohnheimen im Sonnenbühl durch den Hockgraben zur Uni wird durch die Spulenplastiken von Friedrich Gräsel begleitet, bei den Sporthallen in Egg flankieren Skulpturen von Erwin Heerich den Weg und auf der Eggerhalde zwischen Egg und der Universität leiten die beiden Werke von Franz Bernhard den Weg zu den Gebäuden.

Das Konzept „Kunst am Bau“

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Allgemein, Deutsch, Kunst am Bau

Kunst am Bau – oder Prozentkunst, wie sie in einigen Staaten genannt wird – hat europaweit in vielen Ländern einen hohen Stellenwert. Das Prinzip ist jeweils dasselbe: ein bestimmter Prozentsatz der Bausumme wird in Kunst am Bau investiert. Dabei handelt es sich um Kunstwerke, die in oder an öffentlichen Bauten angebracht oder aufgestellt werden. Häufig werden die Werke auch in die Architektur integriert oder nehmen inhaltlichen Bezug auf die Gebäude, zu denen sie gehören.

In Deutschland beginnt die Geschichte der Kunst am Bau in der Weimarer Republik. Sie diente damals in erster Linie der Künstlerförderung, da viele Künstler:innen unter der Wirtschaftskrise weit mehr als andere Berufsgruppen litten. So heißt es z.B. in einem Erlass des Preußischen Ministers aus dem Jahr 1928:

Der Preußische Landtag hat das Staatsministerium durch Annahme eines Entschließungsantrags ersucht: 1. bei der Errichtung und Ausstattung staatlicher oder kommunaler Bauten mehr als bisher bildenden Künstlern unter besonderer Berücksichtigung der beschäftigungslosen und in Not geratenen bildenden Künstler Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten zu schaffen,  […]

In der NS-Zeit wurden die Künste bereits 1933 gleichgeschaltet, d.h. wer als Künstler:in arbeiten wollte, musste der Reichskulturkammer und der Reichskammer der bildenden Künste beitreten und war dadurch selbstverständlich überwacht vom Regime und hatte mit Konsequenzen zu rechnen, falls die Werke nicht der Ideologie entsprachen. Joseph Goebbels, der für die Reichskulturkammer verantwortliche Minister, verfügte 1934 ebenfalls, eine gewisse Bausumme bei öffentlichen Neubauten sei für Kunst bereitzustellen. Die in Folge gewählten Künstler:innen für derartige Aufträge mussten sich der programmatischen Einbindung an die ideologische Architektur anpassen.

Nach dem Krieg war das Land Niedersachsen das erste Bundesland, welches im April 1949 die Künstlerförderung wiederaufnahm. Hier wurden je nach Bausumme 2 bis 4% für Kunst am Bau vorgesehen. Ein gutes halbes Jahr später – im November 1949 – wurde das Thema in den Kulturausschuss des Deutschen Bundestags eingebracht und im Januar 1950 erging der Beschluss, dass mindestens 1% der Bausumme der Bauaufträge des Bundes für Kunstwerke bereitzustellen seien:

Um die bildende Kunst zu fördern, wird die Bundesregierung ersucht, bei allen Bauaufträgen (Neu‐und Umbauten) des Bundes, soweit Charakter und Rahmen des Einzelbauvorhabens dies rechtfertigen, grundsätzlich einen Betrag von mindestens 1% der Bauauftragssumme für Werke bildender Künstler vorzusehen. Bei Verteilung der Aufträge sollen Künstler aller deutschen Länder berücksichtigt werden. Die Auswahl der Kunstwerke im Einzelnen obliegt einem Fach‐Gremium. Es wird empfohlen, die Berufsvertretung der bildenden Künstler bei der Vergebung der Aufträge zu hören.

Aus diesem Bundesbeschluss ergab sich eine Rahmenempfehlung für die Bundesländer, die in Baden-Württemberg am 25.04.1950 durch einen Erlass des Finanzministeriums umgesetzt wurde. Darin wird lapidar auf die kurze NS-Tradition verwiesen: Man habe „wieder auf den Modus zurückgegriffen, bei allen öffentlichen Bauten [..] mit Kosten von 250.000,‐DM einen Betrag von 1% der Bausumme für die Beschaffung von Wer­ken bildender Künstler und des Kunsthandwerks vorzusehen.“

Das genaue Prozedere der Ausschreibungen und Entscheidungen sowie die Prozentanteile variieren seit den 1950er Jahren minimal, bewegen sich aber meist zwischen 1 und 2%. Die Regelung gilt nicht nur für Neubauten von öffentlichen Bauwerken, sondern auch für Erweiterungsbauten bereits bestehender Baukomplexe.

unikino – Lumière

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Dienstagabend ist Kino-Abend!


Denn immer dienstagabends um 19 Uhr verwandelt die Hochschul-
gruppe Lumière Unikino den Hörsaal R513 in einen Kinosaal und
lädt uns dazu ein, zusammen die verschiedensten Filme
anzuschauen. So habe ich durch das Unikino schon den ein oder anderen guten Film kennengelernt, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Die Filme werden, sofern möglich, immer in Originalsprache mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Dadurch ist für jede/n etwas dabei. Und das Beste kommt noch: Der Eintritt ist für uns Studis kostenlos!Getränke und Snacks können selbst mitgebracht, aber auch vor Ort günstig gekauft werden. Auch für Sitzpolster ist meistgesorgt, da die Hörsaalstühle bei langem Sitzen ja doch recht unbequem werden können. Weitere und aktuelle Infos sowie das jeweilige Kinoprogramm fürs Semester findet ihr auf der Internet Seite der Uni Konstanz oder auch auf dem Instagram-Account des Lumière Unikinos.

Außerdem hängen jede Woche im Foyer der Uni neue Plakate zum jeweiligen Film der Woche.

 

 

Hinweis: Der obenstehende Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen.