Hochschulgruppe Uni Konstanz

Kategorie: Allgemein (Seite 2 von 5)

Märchenstimmung in Gottlieben – Ein Besuch in der Drachenburg

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Historische Gebäude, Kunst & Architektur

Ein Zierdrache an der Fassade der Drachenburg in Gottlieben. Foto: Linn Petrat

Die Festtage sind um, die diffuse Zeit zwischen den Jahren wurde meist auf dem Sofa verbracht, und das neue Jahr wurde ausgelassen gefeiert. Egal, ob man sich Neujahrsvorsätze gemacht hat, oder nicht – allen tut ein ausgiebiger Spaziergang gut, um dem Trubel der intensiven Weihnachts- und Neujahrszeit zu entkommen und die Ruhe zu genießen. Wer sich vom Konstanzer Paradies aus übers Tägermoos in die Schweiz aufmacht, den tragen die Füße bei großer Spazierlaune dann auch mal bis ins etwa drei Kilometer entfernte Gottlieben. Die Gemeinde am Seerhein zählt etwa 300 Einwohner:innen und ist flächenmäßig eine der kleinsten Gemeinden der Schweiz – doch das märchenhafte Dörfchen bietet einige Schätze, die keineswegs im Verborgenen bleiben sollten.

Beim Schlendern bekommt man schnell das Gefühl, man hätte sich nicht nur über die Landesgrenze begeben, sondern direkt in einen der Märchenfilme hinein, die in der Weihnachtszeit ohne Unterlass über die Bildschirme flimmern. Zunächst erhascht man durchs winterlich eher karge Blätterdickicht einen Blick auf das Schloss Gottlieben, das im Jahr 1251 als Wasserburg geplant wurde. Durch seine Lage direkt am Wasser und umgeben von einem großflächigen Anwesen ist die Außenfassade von der anderen Uferseite am Wollmatinger Ried jedoch noch etwas besser zu betrachten – ein lohnenswertes Ziel für einen weiteren Spaziergang.

Ist man im Ort Gottlieben angekommen, führt der Weg entlang der zahlreichen malerischen Fachwerkhäuser, die größtenteils aus dem 17. Jahrhundert stammen. Das rote Fachwerk und die grünen Fensterläden leuchten einem auf dem Dorfplatz strahlend entgegen, da tauchen plötzlich mehrere Drachen im Blickfeld auf. Drachen? Wir sind doch bei all der märchenhaften und zeitlosen Stimmung nicht etwa bei Game of Thrones gelandet, wo Daenerys‘ Drachen den Himmel unsicher machen? Doch ein zweiter Blick genügt: Bei genauerem Hinsehen, fällt natürlich schnell auf, dass der grün angelaufene Drache am Haus befestigt ist, und statt Feuer höchstens Wasser spucken könnte, wenn es besonders viel regnet.

Die Drachenburg hat ihren Namen Quellen zufolge auch nicht daher, dass in Gottlieben tatsächlich Drachen zugange waren, sondern von der auffälligen und besonderen Schmuckpracht der Fassade. Denn neben dem detailreichen Fachwerk zieren auch einige Drachenfiguren das Haus. Diese wurden um das Jahr 1890 vom Tägerwiler Julius Schürer an dem zu dieser Zeit von Marie Fuhrimann als Altertumshandlung und „Weinstube zur Drachenburg“ geführtem Gebäude angebracht. Der Name Drachenburg kann historisch nicht anders belegt werden – die mystische Herkunft der Drachen in Gottlieben sind also den Einfällen von Fuhrimann oder Schürer zu verdanken. Die Drachenburg selbst wurde schon mehr als Einhundert Jahre früher gebaut. An einem Dachziegel im Obergeschoss fand man einen Hinweis auf das Baujahr 1674. Knapp 30 Jahre später wurde das Fachwerkhaus bereits wieder um- oder neugebaut und an das nebenan gelegene Untere Steinhaus durch einen Mann des Namens Bockmeyer angegliedert. Sein Wappen, das einen Schafbock zeigt, und die Jahreszahl 1716 lassen sich noch heute über dem Eingangsportal entdecken.

 

 

Seit langer Zeit ist die Drachenburg, mit ihren zwei prominenten Erkern zum Dorfplatz gewandt, nur noch in Einheit mit dem gegenüberliegenden Waaghaus bekannt. Das Hotel Drachenburg und Waaghaus wurde ganze 128 Jahre von der Familie Hummel geführt. Nach einigen Umbauten des Waaghauses, welches früher als Salzstadel diente, wurde es lange als Gasthaus betrieben. Im Jahr 1953 übernahm die Familie Hummel dann auch die Drachenburg und ließ das angeschlossene Untere Steinhaus in ein Hotel umwandeln. Die Anschlüsse von weiteren Häusern an das bestehende Hotel erfolgten in den nächsten Jahren, sodass die „Drachenburg & Waaghaus AG“ das Gottlieber Hotel- und Gastronomiegewerbe weitgehend dominierte. Im Jahr 2020 übernahm eine Stiftung die AG – mit dem Ziel zu modernisieren und zu sanieren – und vor allem, das Ensemble an historischen Baudenkmälern zu bewahren. Aufgrund der Sanierung ist das Betreten des Gebäudes momentan nicht möglich, doch selbst der Blick von außen reicht aus, um sich die vielfältige Historie der Drachenburg vorstellen zu können.

Ein Spaziergang nach Gottlieben gleicht einer kleinen Reise raus aus dem Alltag und hinein in einen kleinen Ort voller Geschichte, beeindruckender Architektur und einer ganz besonderen Atmosphäre. Man bekommt dort das Gefühl, sich durch die Zeit hindurch zu bewegen – und das nicht nur nach Wochen voller Feiertage, in denen kaum einer noch weiß, um welchen Wochentag es sich handelt. Die Drachenburg mit ihrer vielseitigen Geschichte lädt besonders zum Tagträumen und Staunen ein – und ist ein guter Grund, sich aufzumachen, um den Nachbarort zu entdecken.

TRADITIONEN UND BRÄUCHE

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein

Weihnachten steht vor der Tür. Der letzte Monat des Jahres geht zu Ende, und wir nähern uns dem Jahr 2026. Das neue Jahr wird mit Feuerwerk, Wunderkerzen und anderen Ritualen eingeleitet. Doch was für Bräuche gibt es eigentlich rund um den Globus, um ein neues Jahr einzuleiten?

Die meisten Traditionen tragen den Glauben, dass sie Glück für das neue Jahr bringen und böses vertreiben. Diese Bräuche werden meistens in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar  ausgeübt. In Deutschland und einem großteils Europas wird das Bleigießen (Zink-,Wachsgießen) praktiziert. Das geschmolzen Metall wird in kaltes Wasser gegossen, die entstandene Form wird gedeutet und symbolisiert ein Ereignis, das im kommenden Jahr eintreffen wird. Dieser Brauch entstammt der antiken Orakeltradition und wird heute spielerisch am Silvesterabend durchgeführt. Gerne werden auch Glückssymbole wie Schweine, Kleeblätter oder Schornsteinfeger aufgestellt oder verschenkt. Natürlich darf auch das Feuerwerk nicht fehlen. Die Lichter und der Lärm sollen böse Geister vertreiben. In Spanien werden um Mitternacht zwölf Weintrauben gegessen, eine zu jedem Glockenschlag. Sie sollen Glück für jeden Monat des kommenden Jahres bringen. Die Italiener tragen zur Silvesternacht rote Unterwäsche, als Symbol für Glück, Liebe und Fruchtbarkeit. Zusätzlich werden noch Linsen gegessen. Die Form der Linsen erinnert an Münzen und soll Wohlstand bringen. In Schottland gibt es die Tradition des „First Footing“. Die erste Person die nach Mitternacht das Haus betritt, soll Glück hineinbringen und als Geschenk Kohle, Brot oder Whisky für Wärme, Nahrung und Freude mitbringen. In den USA ist der berühmte „Ball Drop“ in New York ein Ereignis, an dem Millionen Menschen live, oder über den Fernseher teilnehmen. Der Sichtbare Countdown am Times Square steht für einen gemeinsamen Neuanfang. Die Lateinamerikaner laufen mit Koffern um den Block, um viele Reisen im neuen Jahr zu begünstigen. Auch hier spielt die Farbe der Unterwäsche eine Rolle: Gelb für Geld und Rot für die Liebe. In Brasilien wird an Silvester weiße Kleidung getragen, die Reinheit, Frieden und Schutz symbolisiert. Viele Menschen gehen nach Mitternacht mit den Füßen ins Meer, um sich das „Alte“ abzuwaschen. Bei diesem Meergang werden sieben Wellen übersprungen, die für Glück im neuen Jahr stehen. In Japan werden die Tempelglocken 108-mal geläutet, für die Befreiung von menschlichen Begierden und den inneren Neubeginn. Springen wir ein Land weiter nach China. Dort soll rote Dekoration und Feuerwerk für Glück, Wohlstand und den Schutz vor bösen Geistern sorgen. In Südafrika werden in manschen Regionen alte Möbel verschenkt oder weggeschmissen, um Platz für neues zu schaffen. 

Nach dieser Tour um den Globus gibt es noch eine Anleitung zu einem Ritual, das einigen bekannt sein dürfte. In den Raunächten, die zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag liegen, wird das 13-Wünsche-Ritual praktiziert. Die zwölf Nächte werden als eine Zeit außerhalb der normalen Zeit angesehen, eine Schwelle zwischen Altem und Neuen. Der Ursprung liegt in der Differenz zwischen dem Mondjahr mit 354 Tagen und dem Sonnenjahr mit 365 Tagen. Man sagt, der Schleier zur geistigen Welt sei sehr dünn; Träume, Symbole und Wünsche hätten eine besondere Kraft in diesen Raunächten. Viele Menschen nutzen die Tage als Zeit der Ruhe und Achtsamkeit. In diesen Tagen räuchern einige auch ihre Wohnung mit getrockneten Kräutern oder Harzen, um böse Geister zu vertreiben. Kommen wir nun zur versprochen Anleitung des 13-Wünsche-Ritual. Du schreibst 13 positive Wünsche auf je einen Zettel. Die Zettel werden gefaltet und gemischt. Vom 25. Dezember bis zum 5. Januar wird jeden Tag ein Zettel gezogen. Der gezogene Zettel wird ungeöffnet zerrissen oder verbrannt. Am Ende bleibt ein Zettel übrig. Diesen Wunsch musst du dir im Laufe des Jahres selbst erfüllen, während die andern zwölf Wünsche symbolisch dem Universum überlassen werden. Das Ritual bietet eine Möglichkeit, sich über seine eignen Wünsche klarzuwerden und den Übergang ins neue Jahr bewusst zu gestalten. Mit dem Wissen all dieser Bräuche und Traditionen kann nun nichts mehr schiefgehen im neuen Jahr. Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr! 

Vier magische Winter-veranstaltungen

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken, Kulturell

1. Der Konstanzer Weihnachtsmarkt am See 

Vom 27.11. bis zum 23.12.2025

Wie jedes Jahr, findet der diesjährige Konstanzer Weihnachtsmarkt entlang des Seeufers, im Stadtgarten und über die Marktstätte hinweg, statt. Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit spielen hier eine essentielle Rolle.

Zahlreiche individuell gestaltete Hütten, samt ihrer liebevollen Details und den unzähligen Lichtern, erschaffen eine magische Weihnachts-Atmosphäre. Es gibt eine große Auswahl an hochwertigen und handgefertigten Produkten sowie ein vielfältiges Speise- und Getränkeangebot. Ob auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk, etwas stöbern oder einfach nur zum schlemmen – es ist für alle etwas dabei.

Weitere Infos unter: https://weihnachtsmarkt-am-see.de 

 

2. Das Konstanzer Weihnachtssingen

Am 12.12.2025 von 18:00-19:30 in der Schänzle Sporthalle 

Die HSG Konstanz lädt zu einer stimmungsvollen Veranstaltung ein. Das Konstanzer Weihnachtssingen bietet einen Abend voller Musik, guter Laune und Einstimmen auf die Weihnachtszeit. Der Chor und das Orchester des Ellenrieder-Gymnasiums singen und begleiten bekannte Weihnachtslieder. Zusätzlich gibt es einen Auftritt der HSG-Cheerleader. Nach dem Programm sind alle herzlich willkommen, bei Glühwein, Punsch und Plätzchen in einer geselligen Runde zu verweilen. 

Weitere Infos und Tickets: www.konstanzer-weihnachtssingen.de 

 

3. Kunstgeschichte am Samstagvormittag

Am 13.12.2025 (sowie am 17.01.2026 und am 07.02.2026) von 10:30-12:00 im Bildungszentrum Konstanz

Das Kunstseminar mit der Kunsthistorikerin Ines Stadie eröffnet ein breites Spektrum der Kunstgeschichte, um sich intensiv mit Kunstwerken auseinanderzusetzen. In einer gemütlichen Atmosphäre mit einer Tasse Tee, werden folgende Fragen aufgegriffen: 

Woran erkennt man eine bestimmte Epoche? Wie wurde ein bestimmtes Thema über die Zeiten dargestellt und welche Bedeutung hatte es? Welche Geschichten stecken hinter Themen, Objekten und Kunstströmungen? 

Die nächsten Termine haben diese Überthemen: 

13. Dezember: Skurrile Schönheitstrends der (Kunst-) Geschichte

17. Januar: Verflucht?! – Mysteriöses und Legenden aus der (Kunst-) Geschichte

07. Februar: Der Fluch des Pharaos? – Tutenchamun, sein geheimnisvolles Grabdenkmal und der britische Lord

Weitere Infos und Tickets unter: https://www.bodenseewest.eu/event/kunstgeschichte-am-samstagvormittag-6d6c3c7616 

 

4. Konstanz singt! 

Am 28.12.2025 von 19:00-23:00 im Kula Konstanz 

Dieser Abend ermöglicht es, einen Chor aus allen Besucher:innen zu kreieren. Vorkenntnisse sowie Noten sind hierbei nicht von Bedeutung. Es geht um den Spaß und um die Liebe zur Musik. Konstanz singt ist für alle etwas, die das Gänsehautgefühl des gemeinsamen Singens erleben möchten und in nur zwei Stunden ein mitreißendes Lied zusammen erarbeiten wollen.

Weitere Infos unter: http://konstanzsingt.de 

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Stadtgarten Konstanz im Winterzauber. Der Boden, die Baumäste sowie die Hütten des Weihnachtsmarktes sind von Schnee bedeckt. Die Sonne scheint durch die von Schnee bedeckten Äste hindurch und reflektiert auf den weißen Boden.

2. SherLOOK-Gamenight im Rosgartenmuseum

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein

Wie die Zeit doch verfliegt! Vor einem Jahr wurde der Release von SherLOOK 2.0 mit einer Gamenight im Rosgartenmuseum gefeiert. Doch damit war die Reise noch lange nicht zu Ende. Im Sommersemester 2025 haben LKM-Studierende der Universität Konstanz unter der Leitung des deutschen Kunsthistorikers und Spieleautors Steffen Bogen und in Zusammenarbeit mit dem Rosgartenmuseum und den wissenschaftlichen Werkstätten der Universität Konstanz, an neuen Fällen gearbeitet. So sind 50 brandneue Rätsel für das Suchspiel entstanden – und genau das wollen wir feiern!

Am 21.11.2025 ab 18Uhr laden wir euch herzlich zur 2. SherLOOK-Gamenight ein!

Neben SherLOOK 2.0 können in Kooperation mit dem GamLab der Universität Konstanz und dem Spielraum Bodensee e.V. verschiedene neue und klassische Brettspiele rund um die Themen Detektiv, Kunst und Museum im Museumscafé ausprobiert werden.

Außerdem geben die beteiligten LKM-Studierenden an diesem Abend Einblicke in ihre Arbeit, stehen für Fragen zur Verfügung und helfen euch gerne weiter, falls ihr bei den neuen Rätseln einmal nicht weiterkommt. Ihr erkennt sie an den SherLOOK-Stickern, die sie an diesem Abend tragen werden.

Kommt vorbei, spielt mit und entdeckt das Museum einmal ganz anders. Wir freuen uns auf euch!

SherLOOK 2.0 – Detektivabenteuer im Rosgartenmuseum

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken

Das Rosgartenmuseum in Konstanz bietet mit SherLOOK 2.0 ein ganz besonderes Erlebnis: ein interaktives Detektivspiel, das Besucher*innen ab 10 Jahren auf eine spannende Spurensuche durch die Ausstellungen begleitet. Entwickelt wurde das Spiel von LKM-Studierenden der Universität Konstanz unter der Leitung des deutschen Kunsthistorikers und Spieleautors Steffen Bogen, in Zusammenarbeit mit dem Rosgartenmuseum und den wissenschaftlichen Werkstätten der Universität Konstanz.

Aber was machen wir bei SherLOOK 2.0?

In SherLOOK 2.0 wird erzählt, dass in den Ausstellungsräumen des Rosgartenmuseums „Detaildiebe“ am Werk sind: Kleine und große Objekte oder Details werden vermeintlich gestohlen und gegen Fälschungen ausgetauscht. Aufgabe der Spielenden ist es, mit einer speziell entwickelten „High‑Tech‑Lupe“ diese Fälschungen aufzuspüren, den Fall zu lösen und die vermeintlichen Langfinger zu überführen. Zur Auswahl stehen zahlreiche Fälle, die entweder im Erdgeschoss oder im ersten Obergeschoss des Museums spielbar sind. Durch die Detektivfälle führen die bekannten Detektivfiguren Sherlock Holmes, Dr. Watson und Enola Holmes, denen die Spielenden bei der Aufklärung der Fälle helfen müssen. Die drei Charaktere stehen jeweils für einen bestimmten Schwierigkeitsgrad. So kommen sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten und finden genau die richtige Herausforderung.

Tipp: Die LKM-Studierenden waren im Sommersemester wieder fleißig und haben an 50 neuen Rätseln gearbeitet. Ab dem 21.11.2025 wird es daher noch mehr spielbare Fälle geben. Wer also schon etliche Runden SherLOOK gespielt hat, darf sich auf neue spannende Fälle freuen.

Ablauf & Organisation – Shortfacts
  • Geeignet ab etwa 10 Jahren, ideal für alle, die gern kombinieren und Rätsel lösen.
  • SherLOOK kostet keinen Aufpreis zum Museumseintritt.
  • Die Spielgeräte (Tablets) sind während der Öffnungszeiten kostenfrei an der Museumskasse ausleihbar. Es muss lediglich ein Pfand hinterlegt werden.
  • Das Spiel kann alleine oder in Gruppen (z. B. Familien oder Schulklassen) gespielt werden. Bei größeren Gruppen empfehlen wir, sich vorher anzumelden, damit eine ausreichende Anzahl an Tablets reserviert werden kann.
  • Das Spiel ist genau auf das Rosgartenmuseum abgestimmt. Die Rätsel führen durch die Ausstellungsräume und beziehen historische Exponate und regionale Geschichten mit ein.
Warum SherLOOK 2.0 ein lohnenswerter Freizeit‑Tipp ist

Dieses Spiel macht den Museumsbesuch lebendig und interaktiv und ist auch für diejenigen unter euch ein Geheimtipp, die vielleicht nicht zu den regelmäßigsten Museumsgängern gehören. Man betrachtet nicht nur die Ausstellungsstücke, sondern wird selbst aktiv: Man sucht, forscht, vergleicht und entdeckt versteckte Details. Besonders für Familien und neugierige Besucher*innen eröffnet sich so ein ganz neuer Zugang zur Kunst- und Kulturgeschichte. SherLOOK 2.0 verbindet Wissensvermittlung mit Spiel und Spaß. Während spannender Detektivfälle erfährt man ganz nebenbei viel über die Hintergründe der Exponate, über Kunsttechniken oder regionale Geschichten. Das geschieht ganz einfach beim Spielen, während man in den Texten nach Hinweisen sucht, die zur Überführung eines vermeintlichen Langfingers führen. Dank der Vielzahl an Fällen und den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade hat das Spiel auch noch einen hohen Wiederspielwert. Es lohnt sich also, öfters vorbeizuschauen, denn es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Und sollte es mal vorkommen, dass ihr einen Fall bereits kennt, ist das Museumspersonal so nett und stellt euch einen anderen Fall ein.

SherLOOK 2.0 ist eine ideale Kombination aus Spiel, Bildung und Erlebnis. Wer Konstanz besucht, hier wohnt oder noch nicht oft im Rosgartenmuseum war, sollte sich dieses Detektivspiel auf keinen Fall entgehen lassen. Es bereichert den Museumsbesuch, macht Kunst und Geschichte lebendig und spannend. Und mal ehrlich.. wer spielt denn nicht gern?

Geschichte erleben im Herzen von Konstanz – Das Rosgartenmuseum Konstanz

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Historische Gebäude, Konstanz entdecken

Das Rosgartenmuseum in Konstanz ist ein echter Geheimtipp für alle, die Kunst, Kultur, Geschichte und eine besondere Atmosphäre lieben. Gelegen im Herzen der Stadt, befindet sich das Museum in einem historischen Gebäude, das erstmals im Jahr 1324 erwähnt wurde und einst als Zunfthaus für Metzger, Krämer, Hafner, Seiler und Apotheker diente. Dieses einzigartige Ambiente macht den Besuch schon allein wegen der Architektur zu einem Erlebnis. 1454 wurde es mit dem angrenzenden Haus „Zum Schwarzen Widder“ vereinigt. Ein Überbleibsel von der Vereinigung sind die Wappen beider Häuser, die noch heute das Portal des Museums schmücken.

Das Museum wurde 1870 von Ludwig Leiner (Apotheker und Stadtrat) gegründet, einem leidenschaftlichen Sammler, Botaniker und Denkmalschützer, der mit seiner Sammlung die Geschichte und Identität der Bodenseeregion bewahren wollte. Heute zeigt das Rosgartenmuseum eine vielseitige Dauerausstellung, die von der Urgeschichte über das Mittelalter bis in die Neuzeit reicht. Besucher*innen erwarten hier unteranderem spannende archäologische Funde, sakrale Kunst und Gemälde, die eindrucksvolle Geschichten erzählen.

Besonders sehenswert ist der Leinersaal, der nach dem Gründer benannt ist und Originalstücke aus der Anfangszeit des Museums präsentiert. Zudem gibt es regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die regionale Themen wie die Fasnacht oder die Arbeitswelt thematisieren. Im zweiten Obergeschoss gibt es zudem eine Ausstellung, die die Geschichte der Stadt während der NS-Zeit beleuchtet.

Ein lohnenswerter Freizeittipp für jede Jahreszeit

Wer einen abwechslungsreichen Tag in Konstanz plant, kann den Besuch im Rosgartenmuseum wunderbar mit einem Stadtbummel, einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder einem Spaziergang am Bodensee verbinden. So lässt sich Kultur und Genuss ideal kombinieren. Das Rosgartenmuseum ist übrigens nicht nur ein Ort für Geschichtsinteressierte, sondern auch ein perfekter Freizeit-Tipp für Familien oder mit Freund*innen. Es ist überschaubar und ermöglicht einen entspannten Rundgang. Für eine kleine Pause zwischendurch lädt das Museumscafé mit seinem gemütlichen Innenhof ein – ideal, um das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen oder den neusten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Und wem das noch nicht genug ist, der kann sich im Eingangsbereich ein Tablet mit dem beliebten Spiel SherLOOK ausleihen und gemeinsam mit Watson, Sherlock oder Enola Langfinger überführen, die im Museum ihr Unwesen treiben.

Insgesamt ist das Rosgartenmuseum ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle, die in die Geschichte der Region eintauchen möchten – ob als Einheimische, Zugezogene oder Tourist*innen. Es verbindet auf wunderbare Weise Tradition und Moderne und bietet spannende Einblicke in die reiche Vergangenheit der Stadt Konstanz und seiner Umgebung.

Veranstaltungen im Rosgartenmuseum Konstanz

Ein weiteres besonderes Highlight sind die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen im Rosgartenmuseum: Sonderführungen, Vorträge, Workshops und Mitmachaktionen lassen die Geschichte lebendig werden und bieten einen tollen Rahmen für Kulturinteressierte jeden Alters. Ein besonders reizvolles Format ist dabei die Rosgarten*Lounge – Afterwork und Kulturgenuss.

Vier herbstliche Veranstaltungen

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Konstanz entdecken, Kulturell

1. Familienführung im Rosgartenmuseum: Leben in Constantia – Das römische Konstanz

Am Sonntag den 16.11.2025 von 11:00 bis 12:00 Uhr

Erlebe, wie die Menschen zur Römerzeit lebten, Archäologische Funde erzählen Spannendes über Kleidung, Ernährung, Reisen und den Glauben der damaligen Bewohner.

Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt, Eltern zahlen den regulären Eintritt (8€). 

Die Führung dauert ca. 45 Minuten und eignet sich für Familien mit Kindern ab 5 Jahren. 

Es ist keine Voranmeldung notwendig.

Weitere Infos unter:

https://www.rosgartenmuseum.de/informationen/agenda/  

2. Vlohmarkt in der Kantine:

Am Samstag den 22.11.2025 von 12:00 bis 17:00 Uhr in der Kantine KN / Neuwerk.

Hereinspaziert zu einem bunten Flohmarkt! Hier könnt ihr nach Herzenslust stöbern, tauschen, kaufen und kleine Schätze entdecken. Mehr als 25 liebevoll gestaltete Stände laden zum Verweilen ein, mit einer fröhlichen Mischung aus Altem und Neuem, Selbstgemachtem und Besonderem.

Ob ihr auf der Suche nach einem originellen Fundstück seid, euch inspirieren lassen möchtet oder einfach einen gemütlichen Nachmittag verbringen wollt  hier ist für alle etwas dabei.

Eintritt frei

Weitere Infos unter:

https://www.kantine-kn.de/vlohmarkt/ 

3. Um die Welt in Konstanz Abschlussveranstaltung im Bodenseeforum:

Am Samstag den 22.11.2025 von 17:30 bis 22:00 Uhr im Bodenseeforum Konstanz. 

Seit November 2024 präsentiert die interkulturelle Reihe „Um die Welt in Konstanz“ im K9 Geschichten, Musik, Essen und Kunst aus unterschiedlichen Kulturen.
Jede der elf Veranstaltungen wurde gemeinsam mit Konstanzer interkulturellen Organisationen umgesetzt und zeigte die Vielfalt und Verbindung der Kulturen in der Stadt.

Am 22. November 2025 findet der Abschluss dieser Reihe statt. Beteiligte aus verschiedenen Ländern gestalten erneut ein vielfältiges Programm. Damit endet die einjährige Veranstaltungsreihe mit einem letzten Abend.

Eintritt kostenlos, Voranmeldung notwendig!

Weitere Infos unter:

https://www.konstanz.de/international/unsere+projekte_+veranstaltungen+und+aktionen/projekte/um+die+welt+in+konstanz 

4. Comedy Flash: Die Stand Up Comedy Show 

Am Freitag den 28.11.2025 um 20 Uhr im Wolkenstein-Saal in Konstanz.

Die Veranstaltung präsentiert eine Mischung aus erfahrenen Profi-Comedians und aufstrebenden Newcomer:innen der deutschen Comedy-Szene. Comedyflash, bekannt von TikTok und Instagram, zeigt eine junge, authentische Comedyshow.

Die Auftritte orientieren sich an amerikanischem Stand-up-Comedy-Stil und bieten authentische Beiträge der jeweiligen Künstler:innen. 

Tickets ab 24,90€ 

Weitere Infos unter:

https://standup-republic.de/events/Comedyflash – Konstanz 

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Ausstellung 2025, Deutsch

Schon wieder sind zwei Wochen vergangen und unsere Ausstellung im JuZe (Jugendzentrum) Konstanz ist abgebaut. Ein guter Anlass für einen Rück- und einen Ausblick!

Den ganzen Sommer über waren wir mit der Vorbereitung für die Ausstellung beschäftigt. Zunächst hieß es den Bewerbungsschluss für die Künstler*innen abzuwarten – wer würde sich bewerben mit welchen Werken? Am Ende hatten wir 18 Bewerbungen mit insgesamt über 50 Werken vorliegen, aus der eine Auswahl zu treffen war. Die ganze Kunst-Werk-Stadt war in die Entscheidung einbezogen, welche Bilder und Installationen wir zeigen würden.

Danach wurde in einzelnen Gruppen weiter geplant: Die Jury übernahm einerseits den Kontakt mit allen Künstler:innen, aber auch die knifflige Aufgabe des Hängungsplans in den Räumen des JuZe. In Rücksprache mit unseren Ansprechpartnerinnen beim JuZe entwarf die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit Flyer und Plakate für die Ausstellungswerbung, zusätzlich entstand eine Begleitbroschüre, in der das Konzept der Ausstellung und ausgewählte Werke vorgestellt wurden.

Einen Tag vor der Vernissage trafen wir uns in den Ausstellungsräumen für die Hängung der Werke. Dank der fest installierten Galerieleisten, mit denen das JuZe ausgestattet ist, kamen wir hier erfreulich schnell voran, so dass bis zum Abend der Großteil der Werke bereits an Ort und Stelle zu sehen war. Parallel zu diesen Vorbereitungen zog sich die Interview-Gruppe nach und nach mit den Künstler*innen für Video-Interviews zurück, in denen sie die Gelegenheit hatten, über sich und ihre Werke zu sprechen. Kurzversionen der Interviews wurden dann in den zwei Wochen Ausstellungsdauer nach und nach auf dem KWS-Instagram-Account veröffentlicht.

Am 17.10. war dann der große Tag gekommen! Mittags wurden die letzten Bilder gehängt, die Räume für die Vernissage vorbereitet, Getränke kalt gestellt und noch weiterhin Interviews gedreht. Gegen Abend stieg die Aufregung – werden Gäste kommen? Wie wird die Ausstellung angenommen?
Jetzt kam auch die große Stunde des Vernissage-Teams, das einen rundum gelungenen Abend geplant hatte: nach einer offiziellen Eröffnungsansprache mit Sektempfang im großen Saal des JuZe waren die rund 100 Besucher*innen eingeladen, sich die Ausstellung anzusehen und über die Werke zu sprechen. Die meisten Künstler*innen waren anwesend und standen für Gespräche gerne zur Verfügung. Ein weiteres Highlight des Abends war der Auftritt von DJane Rawan.

Wir möchten uns noch einmal herzlich bei allen Beteiligten bedanken!

  • bei allen Künstler*innen, die sich für die Ausstellung beworben haben, auch wenn es dieses Mal nicht für alle mit einer Teilnahme geklappt hat.
  • bei den ausstellenden Künstler*innen für ihr Vertrauen in uns
  • bei Anne Tenger, Nathalie Meyer-Hübner und dem ganzen Team vom JuZe Konstanz für die tolle Kooperation und die Bereitstellung ihrer Räume
  • bei der Stadt Konstanz für die Werbemaßnahmen und die kulinarische Begleitung der Vernissage
  • bei Rawan für die musikalische Gestaltung der Vernissage
  • allen Besucher*innen der Vernissage und der Ausstellung für ihr Interesse
  • bei allen Teilnehmerinnen der Kunst-Werk-Stadt im Sommersemester 2025 für die professionelle Organisation und Durchführung unserer ersten Ausstellung!

Auch wenn die Ausstellung schon wieder vorbei ist, können einige der Werke schon am kommenden Samstag erneut betrachtet werden. Im Rahmen der Kunstnacht Konstanz / Kreuzlingen findet am 08.11.25 von 15 bis 22 Uhr in der Bodensee Arena Kreuzlingen eine unjurierte Werkschau statt. Dabei sind sowohl Werke von Künstler*innen zu sehen, die auch im JuZe ausgestellt waren, aber auch von einigen, die sich bei uns beworben hatten, aber leider keinen Platz in unserer Ausstellung bekommen haben.

Französischer Genuss am Zähringerplatz: Das Café Français

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Deutsch, Konstanz entdecken

Seit 1991 bringt das familiengeführte Café Français echtes französisches Flair an den Bodensee. Zentral am Zähringerplatz gelegen, ist es die ideale Adresse für alle, die Lust auf ein entspanntes Frühstück oder einen schnellen, aber qualitativ hochwertigen Mittagssnack haben. Das charmante Café verwöhnt seine Gäste mit einer Auswahl an kulinarischen Klassikern – von knusprig belegten Baguettes über zarte Croissants bis hin zu einem original französischen Café au Lait. Besonders beliebt sind die ofenfrischen Baguettes, die ihr euch ganz nach eurem Geschmack zusammenstellen könnt. Zur Auswahl stehen verschiedene Wurst- und Käsesorten, Ei und frisches Gemüse – frei kombinierbar und täglich frisch zubereitet.

Ob zum kurzen Zwischenstopp oder für eine genussvolle Pause mit Pariser Flair: Das Café Français verbindet französische Handwerkskunst mit familiärer Atmosphäre und ist längst ein fester Bestandteil der Konstanzer Cafélandschaft. Wer seine französischen Leckereien nicht nur mitnehmen, sondern direkt vor Ort bei einem guten Kaffee genießen möchte, findet im Inneren einige kleine Tischchen. Sie bieten Platz für zwei bis drei Personen und schaffen echtes Pariser Café-Flair mitten in Konstanz.

Unser persönliches Highlight? Ganz klar die süße Seite der Speisekarte. Zugegeben, wir haben es bisher noch nicht geschafft, alle Croissant-Varianten zu probieren, denn es gibt einfach unglaublich viele. Das klassische Schokocroissant oder Pain au Chocolat können wir aber besonders empfehlen. Damit macht ihr sichelrich nichts falsch, wenn ihr Schokolade mögt. 

Tipp: Wer noch unbedingt etwas von den süßen Köstlichkeiten ergattern möchte, sollte früh da sein. Viele sind bereits gegen 10 Uhr ausverkauft. Die Anfrage ist groß, doch nachdem ihr das erste Mal etwas ergattern konnte, werdet ihr es verstehen! Ein Besuch im Café Français können wir euch wirklich nur ans Herz legen. So wird auch die frühste Vorlesung und die längste Lernsession erträglich. 

Hinweis: Der erste Entwurf für den obenstehenden Text wurde der Broschüre ‚Kunst und Food für Erstis‘ aus dem Wintersemester 22/23 entnommen und durch die Autorin des Artikels überarbeitet.

Wer steckt eigentlich hinter den Werken?

Dieser Artikel ist erschienen in den Kategorien
Allgemein, Ausstellung 2025, Interviews

Wir zählen nur noch wenige Tage bis zu unserer Ausstellungseröffnung mit neuen Künstler:innen, neuen Perspektiven und neuer Kunst im Jugendzentrum Konstanz. Bevor ihr am Freitag den 17.10.2025  zum ersten Mal die Chance habt die Kunstwerke live zu sehen, möchten wir euch deren Schaffer:innen kurz vorstellen; Wie sie an die Kunst gekommen sind und was sie mit ihren Werken vermitteln möchten. Für viele Künstler:innen bietet die Kunst-Werk-Stadt und das Juze Raum zur Debütausstellung und gleichzeitig Raum, um mit anderen Künstler:innen in Kontakt zutreten. 

 

F E L I X   S T O F F E L 

Felix ist 26 Jahre alt, Student, der sein Hobby zum Beruf machte. Alles begann mit dem Geschenk einer Digicam zu Weihnachten. Durch die Faszination der Fotografie entwickelte sich eine Leidenschaft zu der Materie, wodurch Felix seinen Weg zum Designstudium einschlug. Mit seiner Fotoreihe, von der wir zwei Werke ausstellen werden, möchte Felix zum Nachdenken, aber auch zum Handeln angesichts des Klimawandels anregen. Mit seinen Werken „Eis zu seiner Zeit I – III“ präsentiert Stoffel Aufnahmen von „vergänglichen Räume aus Eis“ die er 2022 im isländischen Vatnajökull-Gletscher aufgenommen hat. Eis das durch die Klimaerwärmung schmilzt und in Island ein sichtbares Symbol für den Klimawandel darstellt.

 

K A R I N A    K O N J U S C H E N K O 

Karina ist 25 Jahre alt, Studentin und durch ihr Studium an die Fotografie geraten. Während ihres Bachelor Studiums im Bereich Medienproduktion begann Konjuschenko ihre Affinität zur Analog- und Digitalkamera zu entdecken und sich mit der Umsetzung von Fotografie auseinanderzusetzen. Karina „möchte einen Blick vermitteln, der Intimität, Nähe und Wärme ausstrahlt“. Die von uns ausgewählten Fotografien entstammen der Fotoreihe „Zwischen uns“. 

 

I N E S    V E T T E R 

Ines ist 48 Jahre alt, Künstlerin, Grafikerin und Illustratorin. Schon als Kind war es ihre große Leidenschaft ausgedachte Geschichten durch Bilder zu erzählen. Ihre Werke sind geprägt durch unterschiedliche Lebensphasen und Umgebungen. Sei es die Großstadt Berlin, die Natur um den Bodensee oder Themen die Vetter persönlich bewegen. „Ob autobiografische Bezüge, erdachte Szenarien oder berührenden Landschaften, jedes Motiv folgt meinem inneren Drang ungewöhnliche Momente festzuhalten.“ Mit ihrer Zeichnung „ZuFlucht“ möchte Ines auf das Thema Geborgenheit als Kind aufmerksam machen. Der doppeldeutige Begriff bezieht sich auf das Thema Flucht aus Kriegsgebieten oder aus der Armut heraus, als auch die Zuflucht in eine Traumwelt. 

 

J U L I A   F A R R E N K O P F

Julia ist 19 Jahre alt und Studentin. Ihre Faszination für Fotografie hat schon früh begonnen und wurde durch ihren Opa geprägt. Julia begann erst 2022 selbst mit dem Fotografieren und ist seither an Architektur und Konzertfotografien interessiert. Farrenkopf intendiert ihre persönliche Sichtweise auf die Welt zu vermitteln, Emotionen über ihre Fotografie zu transportieren und Betrachter:innen zur eigenen Kreativität zu inspirieren. Besonders möchte sie Blickwinkel und Perspektiven hervorheben die leicht zu übersehen sind. Zur Schau gestellt werden ihre Werke „Kindheit am Fenster“, „Kindheit mit Vater“ und „Kindheit in der Stadt“.

 

M A J A   I S E L E 

Maja ist 23 Jahre alt und arbeitet als Bankkauffrau. Seit ihrer Kindheit ist Maja eine begeisterte Malerin. Diese Leidenschaft dauert bis heute an und bietet ihr einen kreativen Ausgleich zu ihrem Berufsleben. Isele lässt sich gerne für neue Stile und Maltechniken begeistern, favorisiert jedoch den Klassiker Acryl auf Leinwand. Mit ihren Werken „Lampenparade“ und „Mucho Amor“ möchte Maja den Betrachter:innen eine positive Stimmung vermittelt und gute Laune durch Farbigkeit hervorrufen. 

 

C A R A   H A I B L E

Cara ist 24 Jahre alt und Studentin. Kunst ist für Cara nicht nur ein Hobby sondern eine Ausdrucksform. Schon von Kindestagen an hat Cara eine Vorliebe für Kunst. Die Kunst bedeutet für Haible ihre Emotionen und Beobachtungen in eine Sprache zu übersetzten, die über Worte hinausgehen und sich gleichzeitig mit sich selbst auseinanderzusetzen. Mit ihren Fotografien  „Begegnung auf dem Wasser“, „Summer Swim“ und „Segelschiff“, möchte Cara Momente der Ruhe, Begegnung und Vergänglichkeit sichtbar machen, die sich oft in alltäglichen Situationen verbergen. 

 

G U N T R A M  H E R M L E

Guntram ist 52 Jahre alt und ist freiberuflich tätig. Schon früh wurde er durch seine kunstinteressierten Eltern geprägt und fand selbst als Kind Freude am Malen und Zeichnen. Seine Bilder versteht er als Notizen – Aufzeichnungen aus seinem Leben, die von dem erzählen, was ihn bewegt, interessiert und beschäftigt. Sie sind Ausdruck seiner Gedanken und Empfindungen, Spiegel seines Erlebens. Guntram möchte mit seiner Kunst vor allem das Schöne zeigen – die Ästhetik der Welt und des Lebens. In der Begegnung mit seinen Bildern können die Betrachtenden – oft unbewusst – einen Blick auf die stille Schönheit der Welt und des Lebens erhaschen. In unserer Ausstellung werden zwei seiner Werke gezeigt: „Warten auf Godot“ und „Akt“.

 

M A I K E  P L U T Z

Maike ist 27 Jahre alt und ist Studentin. Für sie ist das künstlerische Arbeiten eine Form der Gefühlsregulation, der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung. Einen konkreten Anfangspunkt gab es dabei nie – Kunst war einfach das, was sie tat, und das ist sie bis heute geblieben.
Inzwischen versteht Maike Kunst als weit mehr als nur Ausdruck oder Tätigkeit. Sie beschreibt es so: „Sie ist Mittel und Zweck. Sie ist das, was man aus ihr macht und von ihr braucht – und das, was andere wiederum aus ihr machen und von ihr brauchen. Ein Teppich aus Ideen, Geschehen und Gefühlen, an dem Menschen immerzu weiterknüpfen.“
In der Dreiergruppe „Hast du?“, die wir so in unserer Ausstellung zeigen werden,  geht es darum, lebenslang in (altem) Leid verhaftet zu bleiben und dadurch die Erfahrung des erlebten Leids und des Schmerzens in ein vielleicht ‚Unendliches‘ weiterzuführen (im Sinne einer transgenerationalen Weitergabe). Es geht darum, sich heraus zu kämpfen und letzten Endes  weiter zu gehen und darüber hinaus zu wachsen. Um Hoffnung  – und darum, trotzdem zu leben und zu lieben.

 

M A R C E L  T R I C K

Marcel ist 19 Jahre alt und Student. Während der Corona-Zeit hat er begonnen, sich mehr mit Kunst zu beschäftigen – aus der Neugier heraus und dem Wunsch, etwas Neues auszuprobieren. Beim kreativen Arbeiten kommt er in einen besonderen Flow und findet Ruhe und Entspannung. Schon immer hat es ihm Spaß gemacht, Dinge auszuprobieren, zu gestalten und mit Materialien zu experimentieren –die Kunst ist so zu einem festen Teil seines Lebens geworden.
Es geht ihm darum, Neugier zu wecken, Mut zum Ausprobieren zu stärken und zu zeigen, dass im kreativen Prozess gerade das Unerwartete seinen besonderen Wert hat.
Auch von Marcel Trick stellen wir zwei der drei eingereichten Werke aus. „ Graffiti kan meets the see“ und „Fishing out oft the box“.

 

H E L E N A  A N D R I J A N I C

Helena ist 27 Jahre alt und befindet sich derzeit in Ausbildung zur Goldschmiedin.
Ein feines Gespür und eine beständige Begeisterung für Kunst begleiten sie schon seit vielen Jahren. Erst vor Kurzem begann sie, ihre Eindrücke bewusster zu ordnen und diese in kreative Ausdrucksformen zu übersetzen – inspiriert und ermutigt durch Menschen aus ihrem nahen Umfeld. Besonders fasziniert hat sie dabei die Selbstverständlichkeit und Allgegenwärtigkeit ungewöhnlicher Wahrnehmungen. Das bewusste Beobachten und das Zulassen ihres eigenen Blicks empfand sie als stimmig und bereichernd. Zwei ihrer eingereichten Werke werden wir in unserer Ausstellung zeigen, mit dem Namen „Platinen“ und „Autogrill“

 

T I N A  B E H N S T E H T

Tina ist 49 Jahre alt und Administrative Assistentin an der Uni Konstanz und Künstlerin.
Die Kunst begleitet sie schon ihr ganzes Leben. Ihr  Vater war technischer Zeichner, ihre Großmutter bemalte Lampenschirme – sie beide haben ihr gezeigt, dass Gestaltung ein Weg ist, sich auszudrücken und etwas zu erschaffen. So war kreatives Arbeiten bereits in ihrer Kindheit immer Teil des Alltags. Die Auseinandersetzung mit Krankheit, Sorge und Angst durch die Schwerbehinderung ihres Bruders, der öfter operiert werden musste, prägte sie – die Kunst gab ihr Raum, ihre Gefühle zu verarbeiten und Kraft zu schöpfen. Ein Ort, an dem sie Ängste, Gedanken und Gefühle verwandeln konnte  – in Linien, Farben, Formen. Kunst ist hier nicht nur Ausdruck, sondern auch etwas Schönes, das verbindet, stärkt und sichtbar macht, was oft unsichtbar bleibt.
Die Betrachter:innen sind eingeladen, sich mitreißen zu lassen und die tiefen Ebenen zu durchdringen. Helden präsentieren ihre unterschiedlichen Facetten: Verletzlichkeit, Stärke, Schwäche, Mut und Zweifel treffen aufeinander. Das ausgestellte Werk ist eine Hommage an Queen und vor allem an Freddie Mercury. Ikonische Momente wie der berühmte Bühnenauftritt im gelben Jackett, Songtitel und verschiedene Symbole verbinden sich zu einem kaleidoskopartigen Portrait dieses besonderen und facettenreichen Menschen.