Vom 5. bis zum 7. März 2020 findet an der Akademie Schloss Solitude das Symposium „Paradoxien des Fortschritts – Globale Durchlässigkeiten und Wandlungen avantgardistischer Ideen und Praktiken“ in Kooperation mit der Eberhard Karls Universität Tübingen statt.
Avantgarden gelten als Bewegungen, die darauf abzielen, eine umfassende Transformation im künstlerischen, ökonomischen wie politischen Terrain herzustellen. Sie stehen in all ihren Ausprägungen für eine meist radikale Abkehr von der Vergangenheit und ihren Normierungen. Ihr Blick gilt dem Fortschritt und der Neuaushandlung dessen, was eine emanzipierte wie zeitgemäße Kunst und Gesellschaft ausmachen und darstellen soll. Aber welche Stimmen initiieren und führen diesen Fortschrittsgedanken an? Wer soll von dieser Botschaft angesprochen werden? Und wie sind die oftmals in elitären Zirkeln erdachten Zukunftsszenarien überhaupt greifbar, transparent und verstehbar?
Das Symposium „Paradoxien des Fortschritts“, das von einer Gruppe von Nachwuchswissenschaftler*innen entwickelt wurde, wirft die Frage auf, inwieweit der Anspruch, die Gesellschaft durch Kunst fortschrittlich zu verändern, uns heute noch bestimmt und in welchem Verhältnis die globale Kunst hierzu steht. Ausgehend von einer wissenschaftlichen Analyse historischer globaler Avantgarden soll hierfür eine Brücke geschlagen werden in die zeitgenössische transdisziplinäre Kunstpraxis. Mithilfe des Begriffs der Durchlässigkeit wird der Versuch unternommen, die inhärenten Paradoxien des Fortschrittgedankens auf den Prüfstand zu stellen: Wie offen zeigen sich Institutionen und Ansätze des Fortschrittdenkens? Wie werden Grenzen, wie die zwischen Kunst und Leben, neu vermittelt? Welche Medien kommen hierbei zum Einsatz und für welche Gruppen sind diese zugänglich? Lassen sich Trennungen zwischen sozialen Kategorien wie Klasse, ethnischen Gruppierungen und Gender reflektieren oder gar auflösen?
Weitere Informationen gibt es auf „Paradoxien des Fortschritts – Globale Durchlässigkeiten und Wandlungen avantgardistischer Ideen und Praktiken“ und auf Facebook.

Passend zum Kinostart des Films Über die Unendlichkeit ist der „Neue Visionen Filmverleih“ auf der Suche nach dem besten Kurzfilm, der als eine Hommage an Roy Anderssons einzigartige Filmkunst den großen Filmemacher aus Schweden ehrt.


anisiert von deutschen, chinesischen und internationalen Studierenden des Lehrstuhls für Literatur und Medien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg startet das Festival am 2. Februar mit einer Eröffnungsfeier und der chinesischen Gangster-Romanze „Asche ist reines Weiß“ von Jia Zhang Ke. An den darauffolgenden Tagen können sich die Besuchenden von früh um 10 Uhr bis abends mit mehreren Filmen pro Tag in die vielfältige Welt des chinesischen Films entführen lassen. Die Auswahl reicht von Klassikern wie „Street Angel“ von Yuan Muzhi und „Flowers of Shanghai“ von Hou Hsiao-Hsien bis hin zu aktuellen Filmen aus 2019 wie „Bis dann mein Sohn“ von Wang Xiaoshuai. Zudem werden Workshops für Maskenmalerei, Anproben des chinesischen Han-Kostüms und die Kunst der Kalligraphie angeboten.