Hl. Georg

In der Kirche St. Georg muss man suchen, um ein Bild des Namenspatrons zu finden. Die 1,65m große ¾-Skulptur aus Lindenholz, die heute in der südlichen Seitenschiffapsis steht, hält einen Speer in den Händen und ist im Begriff, den unter ihr befindlichen Drachen mit einem Stoß in den Rachen zu töten. Die Dynamik der Szene greift noch etwas zaghaft auf den wallenden Mantel über, was ... mehr anzeigenIn der Kirche St. Georg muss man suchen, um ein Bild des Namenspatrons zu finden. Die 1,65m große ¾-Skulptur aus Lindenholz, die heute in der südlichen Seitenschiffapsis steht, hält einen Speer in den Händen und ist im Begriff, den unter ihr befindlichen Drachen mit einem Stoß in den Rachen zu töten. Die Dynamik der Szene greift noch etwas zaghaft auf den wallenden Mantel über, was auf eine Entstehung im Frühbarock verweist.

Die Figur mit einer Farbfassung des frühen 20. Jahrhunderts ist wahrscheinlich im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts entstanden. Mitte des 18. Jahrhundert wurde sie in den Hochaltar integriert. Bis zu dessen Abbruch 1869 war sie Teil der Altarbekrönung. Es gab also durchaus Zeiten, zu denen der Kirchenpatron Georg stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt wurde als heute. weniger anzeigen

  • Abb. 1 von 2 - Bildquelle: Katja Sieg

    ¾-Skulptur des Hl. Georgs aus Lindenholz, 165/65/26 cm

    Besonders auffallend an der Figur ist der Schutzpanzer, der sich über den Bauch Georgs in Form einer Jakobsmuschel erstreckt. Der Heilige scheint hier als Schutzpatron der Pilger aufzutreten. In der letzten Restaurierung 1986 wurden verschiedene fehlende Teile wie Speer, Drache, das Postament und der linke Fuß ergänzt.

  • Abb. 2 von 2 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Tafel 58 (ergänzte Markierung)

    Blick auf die drei Altäre vor 1868

    Bis 1869 stand der hl. Georg auf dem um 1755 entstanden Hochaltar oberhalb der „Maria mit Kind“, die sich heute im nördlichen Seitenschiff befindet.
    Zur Verdeutlichung wurden in der Abbildung die Konturen der Georgsskulptur farbig hervorgehoben.