Maria mit Kind - Himmelskönigin

Die barocke Madonna mit Kind wurde als Dreiviertel-Skulptur aus Holz gearbeitet. Die Mutter Jesu hat als Attribute ein Zepter in der rechten Hand und trägt eine Krone auf dem Haupt. Aus Archivalien geht hervor, dass sie Anfang des 20. Jahrhunderts zudem einen Rosenkranz aus farbigen Glasperlen, ein kostbares Medaillon und ein Holzkreuz bei sich hatte. Über deren Verbleib gibt es keine ... mehr anzeigenDie barocke Madonna mit Kind wurde als Dreiviertel-Skulptur aus Holz gearbeitet. Die Mutter Jesu hat als Attribute ein Zepter in der rechten Hand und trägt eine Krone auf dem Haupt. Aus Archivalien geht hervor, dass sie Anfang des 20. Jahrhunderts zudem einen Rosenkranz aus farbigen Glasperlen, ein kostbares Medaillon und ein Holzkreuz bei sich hatte. Über deren Verbleib gibt es keine weiteren Verweise. Der Faltenwurf ihres Gewands verläuft asymmetrisch und lenkt den Blick des Betrachters auf das Kind, das sie mit ihrer linken Hand umfasst. Es korrespondiert mit ihr durch einen gemeinsamen Gestus. Ähnlich der Mutter streckt das Christuskind die Arme von sich mit grazil gespreizten Fingern. Die theatralische Haltung entspricht dem barocken Stil. Die übergroße Krone, das Zepter und Teile der Kleidung sind vergoldet und betonen die Dynamik der Figuren. weniger anzeigen

  • Abb. 1 von 3 - Bildquelle: Romy Abraham

    Ihre ursprünglich königliche Stellung auf dem Hochaltar (Abb. 2) musste die Marienfigur für ihre heutige Position auf einem Steinsockel im nördlichen Seitenschiff aufgeben.

  • Abb. 2 von 3 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Tafel 58

    Die Marienfigur war das Hauptbild des barocken, um 1755 entstandenen Hochaltars, wie Aufnahmen aus der Zeit um 1868 zeigen, die noch vor Wiederentdeckung der Wandmalereien und dem Abbruch des Altars entstanden sind. Vermutlich gehört die Maria mit Kind zusammen mit der Figur des hl. Georg zu einem älteren Ausstattungskomplex, der bereits im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts entstanden ist.

  • Abb. 3 von 3 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Tafel 59 (Detail)

    Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Madonna auf dem linken Seitenaltar vor dem Vierungsbogen aufgestellt, wie diese Aufnahme von G. Wolf aus den 1880er Jahren zeigt.