Der Ölberg
Die Ölbergszene wird in einem Holzkasten präsentiert, in dem plastische Figuren vor einem gemalten Hintergrund angeordnet sind. Zu der Ölberggruppe gehören drei jeweils etwa einen Meter große Jünger-Figuren (Petrus, Jakobus und Johannes). Sie sind heute in der linken Bildhälfte frontal zur Öffnung der Bühne platziert. Die Männer sitzen auf Steinbrocken in ruhender Haltung eng ... mehr anzeigenDie Ölbergszene wird in einem Holzkasten präsentiert, in dem plastische Figuren vor einem gemalten Hintergrund angeordnet sind. Zu der Ölberggruppe gehören drei jeweils etwa einen Meter große Jünger-Figuren (Petrus, Jakobus und Johannes). Sie sind heute in der linken Bildhälfte frontal zur Öffnung der Bühne platziert. Die Männer sitzen auf Steinbrocken in ruhender Haltung eng beieinander. Die Augen sind geschlossen und die zwei rechten Jünger (Jakobus und Johannes) stützen ihren Kopf. Der linke Jünger (Petrus) ruht in sich, mit einem Buch in der Hand. Klar getrennt von ihnen kniet eine lebensgroße Christus-Figur in der rechten Bildhälfte. Jesus ist von den Jüngern abgewandt und nur leicht aus dem Profil in Richtung der Bühnenöffnung gedreht. Seine Hände sind zum Gebet zusammengelegt. Ganz rechts steht ein Engel auf einem weiteren Felsen. Der Hintergrund ist aus drei bemalten Holztafeln zusammengesetzt, welche die Häscher beim Auszug aus Jerusalem zeigen.Zeitlich wird die Gruppe in die Spätgotik, also Ende des 15. Jahrhunderts eingeordnet, wobei die Hintergrundkulisse erst 1787 und der Holzkasten im Jahr 1894 entstanden sind. Auch der kleine Engel ist aufgrund seiner Stilmerkmale eher dem 18. Jahrhundert zuzuordnen. Von den sieben Felsstücken stammt nur eines aus dem 15. Jahrhundert. Die anderen sechs sind im Laufe des 20. Jahrhunderts ergänzt oder überarbeitet worden. Auch die Farbfassung der Figuren wurde zuletzt im 20. Jahrhundert erneuert.
Die Holzfiguren wurden erstmals in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert vor einem Wandbild in der Vorhalle aufgestellt. Über die genaue Entstehung und Stiftung gibt es keine Quellen. weniger anzeigen


