Säulen der Krypta

Die vier Säulen der Kryptahalle sind quadratisch angeordnet und stabilisieren die neun Joche des Kreuzgratgewölbes. Sie sind schlicht ausgeführt und lassen im heutigen Erhaltungszustand weder am Schaft noch an den Kapitellen Verzierungen erkennen. Die Spekulationen über einen späteren Austausch zweier Kapitelle ließen sich nicht verifizieren. Es konnte lediglich festgestellt werden, ... mehr anzeigenDie vier Säulen der Kryptahalle sind quadratisch angeordnet und stabilisieren die neun Joche des Kreuzgratgewölbes. Sie sind schlicht ausgeführt und lassen im heutigen Erhaltungszustand weder am Schaft noch an den Kapitellen Verzierungen erkennen. Die Spekulationen über einen späteren Austausch zweier Kapitelle ließen sich nicht verifizieren. Es konnte lediglich festgestellt werden, dass die östlichen Kapitelle in Kalktuff und die westlichen in Sandstein ausgeführt wurden. 1867 erfolgte eine ungleichmäßige Abarbeitung der Sandsteinschäfte, die den ursprünglichen Durchmesser von 43-44 cm verringerte. Da die Krypta heute leider nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich ist, sind die Säulen nur durch das Ostfenster sichtbar. weniger anzeigen

  • Abb. 1 von 4 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Abb. 31

    System der Säulen nach Adler 1870

    Die ursprüngliche Gestaltung der Kapitelle könnte diese Zeichnung wiedergeben. Die sandsteinernen Kapitelle der westlichen Säulen (links) sind mit Deckplatte, Kugelabschnitten und Eckknollen aufwändiger gestaltet, während sich die östlichen Kapitelle (rechts) aus Kalkstein an einer einfachen Würfelform orientieren. Beide Formen stehen ohne Basen direkt auf dem Boden.

  • Abb. 2 von 4 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Abb. 26

    Nordwestkapitell

    Die Abbildung zeigt den heutigen Erhaltungszustand.

  • Abb. 3 von 4 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Abb. 29

    Südostkapitell

    Die Abbildung zeigt den heutigen Erhaltungszustand.

  • Abb. 4 von 4 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Abb. 30a

    Südprofil des Grabungsschnittes von 1970 der nordwestlichen Säule (nach Erdmann)

    Bei Grabungssondagen im Rahmen archäologischer Untersuchungen wurde 1973 der ursprüngliche Durchmesser der Säulen von 43-44 cm entdeckt. Die Abbildung zeigt deutlich die nachträgliche Verjüngung des Säulenschaftes oberhalb des Fußbodens.