Orgel in der Vierung

Die an der Südwand der Vierung angebrachte Orgel wurde 1985 von der Überlinger Orgelbaufirma "Mönch und Söhne" gebaut und am 16. August 1987 eingeweiht. Die Orgel enthält 19 klingende Register, 2 Pedaltransmissionen, sowie 1106 Pfeifen aus Zinn-Legierungen und Holz, die zu 80 Prozent aus der Vorgängerorgel stammen.

Über 60 Jahre lang herrschte in St. Georg ein regelrechter ...

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Die an der Südwand der Vierung angebrachte Orgel wurde 1985 von der Überlinger Orgelbaufirma "Mönch und Söhne" gebaut und am 16. August 1987 eingeweiht. Die Orgel enthält 19 klingende Register, 2 Pedaltransmissionen, sowie 1106 Pfeifen aus Zinn-Legierungen und Holz, die zu 80 Prozent aus der Vorgängerorgel stammen.

Über 60 Jahre lang herrschte in St. Georg ein regelrechter „Orgelkrieg“, der mit Entdeckung des Wandmalereizyklus im Langhaus 1879 begann. Damals war es das Ziel, den Betrachter gefühlt in die frisch erbaute Kirche zurückzuversetzen und so musste man die Orgelempore in der Westapsis als Fremdkörper empfinden. Sie wurde 1890 abgebrochen und die Orgel zunächst eingelagert. Es folgte ein 60 Jahre dauernder Disput über einen geeigneten Standort und eine angemessene Ausführung, an dem Vertreter der Kirche, der Denkmalpflege, Orgelbauer, Bauämter und andere Experten beteiligt waren. Von Beginn an stellte der Wunsch nach einer Sängerempore das größte Problem dar, da dies umfassende bauliche Eingriffe mit sich geführt hätte. Erst in den 1950er Jahren wurden Teile der Vierungssüdwand für ein Emporengehäuse mit provisorischer Orgel entfernt. 1987 wurde die heutige Orgel eingebaut. Auf eine Sängerempore wurde verzichtet und die Orgel vor die Südwand der Vierung gestellt. weniger anzeigen

  • Abb. 1 von 2 - Bildquelle: Damaris Kriegs, Romy Abraham

    Ansicht der Orgel im Südbereich der Vierung

    Der Orgelprospekt wurde weiß gestrichen, was die Orgel trotz ihrer Größe zu einem eher unauffälligen Element der Ausstattung werden lässt.

  • Abb. 2 von 2 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Abb. 286b

    Die frühesten Pläne von Franz Baer sahen 1885 einen neuen Standort in der Vierung mit aufwändiger Umgestaltung der Nordwand vor. Diese Pläne wurden vor allem wegen Bedenken von Seiten der Denkmalpflege niemals realisiert.