Zugänge zur Krypta und Fenestella

Die Zugänge zur Krypta der Kirche St. Georg befinden sich links und rechts neben dem Treppenaufgang zum Chor. Die offenen Arkaden zwischen Mittelschiff und den Seitenschiffen enden vor den Abgängen und werden durch zwei Mauerzungen mit gemalten Arkaden fortgeführt. Die heute durch Gitter verschlossene Zugänge sind hinter der Treppe zum Chorraum durch einen circa 5 Meter langen Querstollen ... mehr anzeigenDie Zugänge zur Krypta der Kirche St. Georg befinden sich links und rechts neben dem Treppenaufgang zum Chor. Die offenen Arkaden zwischen Mittelschiff und den Seitenschiffen enden vor den Abgängen und werden durch zwei Mauerzungen mit gemalten Arkaden fortgeführt. Die heute durch Gitter verschlossene Zugänge sind hinter der Treppe zum Chorraum durch einen circa 5 Meter langen Querstollen verbunden, von dessen Mitte aus ein Längsstollen zur Krypta führt.

Der heutige, breite Choraufgang war zur Bauzeit anders geplant und realisiert worden. Zwei schmale Treppenläufe flankierten eine Querwand mit Fenestella. Durch dieses Fenster konnte man bereits aus der Mittelachse des Langhauses den Stollen und die Krypta zumindest ahnen. Nach dem Bau des neuen Hochaltars 1308 wurde das Zentrum der Kirche nach oben verlagert. Spätestens 1615 wurde die Fenestella mit Verbreiterung des Treppenaufgangs zum Chor geschlossen (Jakobs 1999).

Heute ist die Krypta aus konservatorischen Gründen für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Durch die Gitter der verschlossenen Zugänge kann nur ein Blick in den dunklen Querstollen geworfen werden. Die Krypta ist nur noch an der Ostseite durch ein Außenfenster einsehbar. weniger anzeigen

  • Abb. 1 von 2 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Tafel 64 (Detail, ergänzte Markierung)

    Das Schema deutet die ursprüngliche Struktur der Anlage an.

  • Abb. 2 von 2 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Abb. 23

    Die Fotografie ist bei der umfassenden Restaurierung der Kirche in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden und zeigt die Mörtelschichten in der Westwand des Querstollens, mit denen die Fenestella nachträglich geschlossen wurde. Dieser Mörtel konnte auch an mehreren Stellen der Krypta nachgewiesen werden. Die Schließung der Fenestella war also mit umfassenden Veränderungen im Bereich der ganzen Krypta verbunden.