Entstehungs und Überarbeitungsphasen der Mäander

Die Mäanderbänder sind nicht mehr (vollständig) in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Nachdem im 19.Jahrhundert größere Fenster im Obergaden eingesetzt wurden, musste der obere, als Abschluss der Wand gemalte Mäander von Schilling 1890/91 weitgehend neu konstruiert werden. Im Lauf der 1980 durchgeführten Restaurierung konnte eine ursprünglich auf Gelb, Rot, Schwarz und ... mehr anzeigenDie Mäanderbänder sind nicht mehr (vollständig) in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Nachdem im 19.Jahrhundert größere Fenster im Obergaden eingesetzt wurden, musste der obere, als Abschluss der Wand gemalte Mäander von Schilling 1890/91 weitgehend neu konstruiert werden. Im Lauf der 1980 durchgeführten Restaurierung konnte eine ursprünglich auf Gelb, Rot, Schwarz und Weißhöhungen beschränkte Farbpalette des ersten Mäanders nachgewiesen werden.

Das Formensystem des mittleren und unteren Mäanders blieb weitgehend erhalten, allerdings interpretierten Schilling und Mezger die farbliche Gestaltung der Mäanderbänder falsch und fügten bei der Übermalung den Grundfarben Ockergelb, Rot und Schwarz die Farbe Grün hinzu, was nicht dem ursprünglichen Zustand entspricht. weniger anzeigen

  • Abb. 1 von 2 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Abb. 633b, 634b, 636 und 637

    Die Darstellungen zeigen die drei Mäander im Vergleich. Im Ausschnitt des unteren Mäanders (unterhalb der Lazarusszene) sind noch Weißhöhungen zu erkennen, die zur ursprünglichen Farbfassung gehören.

  • Abb. 2 von 2 - Bildquelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, in: Jakobs 1999, Abb. 636

    Farbabänderungen sind auch durch Alterungsprozesse bedingt, so wie beim ursprünglich roten, dann dunkel oxidierten Farbpigment Mennige. Die durch weiße Punkte gebildeten Ornamente in den dunklen Partien stellen die sogenannten Punktrosetten dar, die bei der Übermalung von Schilling hinzugefügt wurden und somit auf die erneuerte Farbschicht hinweisen.