Leseempfehlung: Damien Hirst: neue Mythologien. Die Analyse von zwei ›totalen‹ Installationen

Dies sind die Abenteuer des Damien Hirst, der mit seiner Crew über zehn Jahre langunterwegs war, um fremde mythologische Welten zu er-
forschen …

Untersucht werden hier zwei Rauminstallatio-
nen. Es handelt es sich um große Environments,
die geheimnisvolle Geschichten erzählen. Sie
werden daraufhin befragt, welche Rolle und
Relevanz mythologische Erzählungen heute –
lange nach dem »Ende der großen Erzählun-
gen« der Moderne – noch oder wieder haben können.

In Venedig ging es dabei um den Mythos eines sagenhaften antiken Sammlers, dessen versunkene Kunstschätze mit Damien Hirsts Hilfe wiederentdeckt worden sein sollen. In New York war es die Installation einer ›Schulklasse‹, die aus enthaupteten Lämmern bestand. Sie waren – umgeben von rückwärtslaufenden Uhren – in einer Laborszenerie in Aquarien in Formaldehyd aufgebahrt. Hier wird danach gefragt, wie heute erneut über Tod, Auferweckung und Unsterblichkeit verhandelt wird.

Suchen wir nach Hirsts neuen Mythologien.


Prof. Dr. Jürgen Stöhr
ist Kunstwissenschaftler an der Universität Konstanz und forscht und publiziert zu Rezeptionsästhetik, Bildphänomenologie und Methodenfragen der Kunstgeschichte. Bei arthistoricum.net erschien u. a. schon die dreiteilige Buchreihe Das Sehbare und das Unsehbare. Abenteuer der Bildanschauung mit Analysen zu Théodore Géricault, Frank Stella, Anselm Kiefer, Caravaggio und Velázquez.

Neil Schaar studierte Literatur-Kunst-Medien an der Universität Konstanz und Kulturwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg.


Download unter:

https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1825