Noch Seminarplätze frei für „Episodisches Erzählen“ und „Gespenster“ bei PD. Dr. Michael Lommel

Als Vertretung für unsere neue Professur „Filmkulturen und Medienästhetik“ konnten wir, neben dem bereits im letzten Semester bei uns erfolgreich tätigen PD Dr. Marcus Hahn, PD Dr. Michael Lommel gewinnen.

Michael Lommel wird folgende Veranstaltungen halten:

Episodisches Erzählen – Literatur und Film (Proseminar)

Episodenfilme sind beinahe so alt wie die Filmgeschichte, erfahren jedoch um die Jahrtausendwende (1990-2010) einen regerechten Boom, der inzwischen auch zu neuen Schreibexperimenten der erzählenden Literatur geführt hat. So liest man seit kurzem immer häufiger die Genrebezeichnung „Episodenroman“. In dem Proseminar geht es um die Analyse und den intermedialen Vergleich episodischer Erzählformen in Literatur und Film, z.B. Daniel Kehlmanns „Ruhm – ein Roman in neun Geschichten“, Yōko Ogawas „Das Ende des Bengalischen Tigers – Roman in elf Geschichten“, Raymond Carvers/Robert Altmans „Short Cuts“, Luis Buñuels „Le fantôme de la liberté“, Jim Jarmuschs „Mystery Train“ etc. Aktuelle kultur-, literatur- und filmwissenschaftliche Texte zur episodischen, vernetzenden und seriellen Erzählweise liefern uns das theoretische Rüstzeug.

Do. 14.4.: 10:00 bis 16:00 Y – Y 310
Mi. 11.5.: 08:00 bis 16:00 Y – Y 311
Mi. 8.6.:   08:00 bis 16:00 G – G 201
Mi. 29.6.  08:00 bis 16:00 G – G 201
Fr. 1.7.:    10:00 bis 14:00 D – D 522

Gespenster. Eine Hantologie der Medien (Hauptseminar)

Der Begriff Hantologie stammt von Jacques Derrida und meint etwa „die Wissenschaft vom Gespenstischen“. Derridas Gespensterbuch („Marx’ Gespenster“) bildet zusammen mit Texten von Friedrich Kittler, Roland Barthes u.a. die theoretische und methodische Basis für das Seminar. Dann folgt ein Parcours durch die Gespenster-Medien Schrift, Fotografie, Film und Fernsehen. Sinn- und augenfällig wird das Gespenstische der Medien, wenn die Fantome, Wiedergänger und Untoten selbst auf den Plan treten und dadurch das Medium auf der Formseite (wieder) einschreiben, so in Kafkas Briefen, Wienes „Caligari“, Resnais’ „L’année dernière in Marienbad“, Amenábars „The Others“ oder Becketts Radio- und Fernsehspielen. Während in der wissenschaftlich durchrationalisierten Lebenswelt kaum mehr jemand dem Gespensterglauben verfällt, sind die spukhaften Erscheinungen längst in virtuelle Medienräume ausgewandert. Ob sie uns (noch) das Gruseln lehren – diese Frage werden wir im Seminar diskutieren.

Seminartermine:
Fr. 15.4.:  10:00 bis 16:00 F – F 429
Do. 12.5.: 08:00 bis 16:00 Y – Y 310
Fr. 13.5.  10:00 bis 14:00 H – H 307
Do. 9.6.   08:00 bis 16:00 G – G 300
Fr. 10.6.: 10:00 bis 14:00 G – G 300
Do. 30.6.: 08:00 bis 16:00 G – G 300

Da die Seminartermine aus Raumvergabegründen etwas „bunt“ sind, wird in der ersten Sitzung der Seminare auch noch über mögliche Verschiebungen diskutiert. Anmeldung wird erbeten unter http://www.litwiss.uni-konstanz.de/fachgruppen/medienwissenschaft/lehre/anmeldeformular/

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