Nikolausportal

Das Nikolausportal ist ein dreistufiges Säulenportal mit einem Rundbogengiebel. Heute befindet es sich halb verdeckt in der angebauten Renaissance-Vorhalle. Im Bogenfeld über der Tür befindet sich ein Hochrelief mit einer thronenden Figur. Ebenfalls im Bogenfeld sind Reste figürlicher Malerei erkennbar. Ansonsten weist das Portal eher wenig Schmuck auf. Weder eine Inschrift noch die ... mehr anzeigenDas Nikolausportal ist ein dreistufiges Säulenportal mit einem Rundbogengiebel. Heute befindet es sich halb verdeckt in der angebauten Renaissance-Vorhalle. Im Bogenfeld über der Tür befindet sich ein Hochrelief mit einer thronenden Figur. Ebenfalls im Bogenfeld sind Reste figürlicher Malerei erkennbar. Ansonsten weist das Portal eher wenig Schmuck auf. Weder eine Inschrift noch die Darstellungsweise geben genauen Aufschluss, wer die dargestellte Person sein soll. Es wird aber angenommen, dass es sich um den heiligen Nikolaus von Myra handelt, den Schutzpatron der Kaufleute, dem auch die benachbarte Nikolauskapelle geweiht ist. Lange wurde sogar vermutet, dass die ganze Kirche ursprünglich dem heiligen Nikolaus geweiht werden sollte. In gewisser Weise repräsentiert die Figur des thronenden Bischof etwas, was der neu gegründete Pfarrkirche fehlt: hoher Status in einer hierarchisch aufgebauten Kirchenordnung. weniger anzeigen

  • Abb. 1 von 2 - Bildquelle: Friedrich Kempf: Das Freiburger Münster, Freiburg 1926, Abb. 9

    Nikolausportal, spätromanische Bauphase, vor 1218, figürliche Malerei, wohl aus spätgotischer Zeit

  • Abb. 2 von 2 - Bildquelle: Veronika Schröer

    Das Relief zeigt eine auf einem Faltenstuhl sitzende Figur, die einen eisernen bischöflichen Krummstab und in der anderen Hand ein geschlossenes Buch hält. Der Faltstuhl ist mit Greifenfüßen und Löwenköpfen an den Enden verziert. Die Figur trägt Albe, Pallium und Mitra und die Füße stehen auf einem verzierten Sockel. Interessant ist, dass thronend eher Herrscher dargestellt wurden, während Bischöfe der Zeit eher stehend und mit Segensgeste gezeigt wurden.