{"id":4224,"date":"2017-01-31T12:34:10","date_gmt":"2017-01-31T12:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturkunstmedien.wordpress.com\/?p=4224"},"modified":"2017-01-31T12:34:10","modified_gmt":"2017-01-31T12:34:10","slug":"carl-einstein-re-visited-die-aktualitaet-seiner-sprache-prosa-und-kunstkritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/carl-einstein-re-visited-die-aktualitaet-seiner-sprache-prosa-und-kunstkritik\/","title":{"rendered":"Carl Einstein Re-Visited | Die Aktualit\u00e4t seiner Sprache, Prosa und Kunstkritik"},"content":{"rendered":"<h3>Do, 02.02.2017 \u2013 Sa, 04.02.2017, <a title=\"Standort: ZKM_Vortragssaal\" href=\"http:\/\/zkm.de\/standort\/zkmvortragssaal\">ZKM_Vortragssaal<\/a><br \/>\nEintritt frei, um Anmeldung wird gebeten: <a href=\"mailto:carleinstein2016@gmail.com\">carleinstein2016@gmail.com<\/a><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4223 aligncenter\" src=\"https:\/\/literaturkunstmedien.files.wordpress.com\/2017\/01\/carl-einstein-flyer_front.jpg\" alt=\"carl-einstein-flyer_front\" width=\"1240\" height=\"1748\" \/><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align:justify\">Das ZKM | Karlsruhe,\u00a0das Museum f\u00fcr Literatur am Oberrhein und die Carl-Einstein-Gesellschaft\u00a0\/\u00a0Soci\u00e9t\u00e9 Carl Einstein e.\u00a0V. veranstalten im Februar 2017 zum ersten Mal eine Carl-Einstein-Konferenz in der Jugendstadt des Autors. Die Tagung fragt nach den Potenzialen von Einsteins Schreiben, seinen zeitgen\u00f6ssischen Einfl\u00fcssen und den Nachwirkungen seines Werkes f\u00fcr die Literatur- und Kunstgeschichte.<\/h3>\n<p style=\"text-align:justify\">Der Dichter, Kunstkritiker, Ausstellungsmacher und politische Aktivist Carl Einstein (1885-1940) ist 1888 bis 1904 in Karlsruhe aufgewachsen, lebte zwischen 1905 und 1928 in Berlin und danach in Paris, bevor er sich ab 1936 in Katalonien dem Spanischen B\u00fcrgerkrieg anschloss.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify\">Die Rezeption des Werkes von Carl Einstein gilt als Auszeichnung f\u00fcr Insider, denn obwohl er Zeitgenosse, Kritiker und Promoter der modernsten Kunst gewesen ist und u. a. mit Franz Pfemfert (Die Aktion), dem Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler oder dem K\u00fcnstler Georges Braque eng befreundet war, wurden seine publizierten Schriften und nachgelassenen Aufzeichnungen erst sp\u00e4t wiederentdeckt. In seiner Heimatstadt Karlsruhe gibt es kaum eine Einstein-Erinnerungskultur. Der Schriftsteller steht exemplarisch f\u00fcr die Vertreibung der intellektuellen, j\u00fcdischen Elite in Deutschland in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify\">Einstein wird als \u00bbProphet der Avantgarde\u00ab, als Revolution\u00e4r in Literatur und Politik angesehen, aber eben auch als \u00bbHalbvergessener\u00ab\u00a0bezeichnet, denn sein prek\u00e4res Leben und der Suizid auf der Flucht vor den Nazis erschwerten die Spurensuche nach seinem Werk. Mittlerweile sind die Arbeiten und die Person Einstein Dank der Carl-Einstein-Forschung in den Klassiker-Kanon der Kunstgeschichtsschreibung aufger\u00fcckt. Trotzdem bietet sein Werk best\u00e4ndig Anlass f\u00fcr Neuentdeckungen. So z\u00e4hlen Einsteins Lyrik, Kunstkritik und prosaische Schriften zu bedeutenden Zeugnissen einer Epoche der Moderne, in der er zu einem einflussreichen Vermittler im Kulturtransfer zwischen Paris und Berlin wurde und als Autor eine bis heute relevante Sprache der modernen Kunst pr\u00e4gte.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify\">1912 ver\u00f6ffentlichte Einstein \u00bbBebuquin oder die Dilettanten des Wunders\u00ab. Der als \u00bbAnti-Roman\u00ab\u00a0konzipierte Text nimmt Dada und Surrealismus vorweg. 1915 erschien mit der \u00bbNegerplastik\u00ab eine Blickfelderweiterung gegen\u00fcber der \u00c4sthetik der sogenannten primitiven Kunst. 1926 brachte Einstein das \u00fcberaus erfolgreiche \u00dcbersichtswerk\u00a0\u00bbDie Kunst des XX. Jahrhunderts\u00ab heraus. Typischerweise oblag die Kunstgeschichtsschreibung der Gegenwart damals den nicht-akademischen Fachvertretern. Als Kunstkritiker mit spitzer Feder begleitete Einstein den Expressionismus, Kubismus, Konstruktivismus und Surrealismus und war eine der pr\u00e4genden Figuren der deutschen Kunstszene der 1920er Jahre. Einsteins Werk umfasst literarisches und wissenschaftliches Schreiben, Briefe sowie Interview-Aufzeichnungen, die einen Ausdruck sowohl seiner Zeit als auch seiner individuellen Ausdrucksweise vermitteln.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify\"><strong>Die Tagung\u00a0findet am Donnerstag, 2. Februar 2017, um 19 Uhr im Museum f\u00fcr Literatur am Oberrhein statt, am Freitag und Samstag, 3. und 4. Februar\u00a02017, von 09:00 bis 19:00 Uhr im ZKM | Karlsruhe.<\/strong><\/p>\n<p>Konzeption<\/p>\n<p style=\"text-align:justify\">Maria M\u00e4nnig und Sebastian Baden<\/p>\n<p>Kooperationspartner<\/p>\n<p style=\"text-align:justify\"><a href=\"http:\/\/www.carleinstein.org\">Carl-Einstein-Gesellschaft \/ Soci\u00e9t\u00e9-Carl-Einstein e.V.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Do, 02.02.2017 \u2013 Sa, 04.02.2017, ZKM_Vortragssaal Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten: carleinstein2016@gmail.com &nbsp; &nbsp; Das ZKM | Karlsruhe,\u00a0das Museum&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_stc_notifier_status":"","_stc_notifier_sent_time":"","_stc_notifier_request":false,"_stc_notifier_prevent":false,"_stc_subscriber_keywords":"","_stc_subscriber_search_areas":"","footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-4224","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4224"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4224\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}