{"id":2524,"date":"2015-04-23T07:29:20","date_gmt":"2015-04-23T07:29:20","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturkunstmedien.wordpress.com\/?p=2524"},"modified":"2015-04-23T07:29:20","modified_gmt":"2015-04-23T07:29:20","slug":"zombies-summerschool-4-4-8-4-2016-call-for-paper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/zombies-summerschool-4-4-8-4-2016-call-for-paper\/","title":{"rendered":"ZOMBIES Winter school | 4.4.-8.4. 2016 |\u00a0CfP"},"content":{"rendered":"<p>hier gibt es das ganze als PDF in drei Sprachen:\u00a0<a href=\"https:\/\/literaturkunstmedien.files.wordpress.com\/2015\/04\/call-for-papers_winter-school-zombies_deutsch.pdf\">Call for papers_Winter School Zombies_deutsch<\/a>\u00a0|\u00a0<a href=\"https:\/\/literaturkunstmedien.files.wordpress.com\/2015\/04\/call-for-papers_escuela-di-invernio_zombies_spanisch.pdf\">Call for papers_Escuela di inverino_Zombies_spanisch<\/a>\u00a0|\u00a0<a href=\"https:\/\/literaturkunstmedien.files.wordpress.com\/2015\/04\/call-for-proposals_winter-school-zombies_englisch.pdf\">Call for Proposals_Winter School Zombies_englisch<\/a><\/p>\n<p>HO NARRO! Der LKM-Support w\u00fcnscht tolle Tage!<\/p>\n<p>Sobald sich der Nebel verzogen hat, gibt es noch bis zum 15.02. Gelegenheit, sich zur ZOMBIES Winter School anzumelden &#8211; du bist Zombie-Fan und wolltest mit deinen \u00dcberlegungen schon immer mal &#8222;out of the closet&#8220;? Dich interessiert, was andere auf diesem Gebiet so unternehmen? Du m\u00f6chtest unsere chilenischen Partner kennenlernen und vielleicht schon Kontakte kn\u00fcpfen f\u00fcr einen m\u00f6glichen Auslandsaufenthalt? Dann melde dich an, wir freuen uns auf euch!<\/p>\n<h1><span style=\"color:#993300\">Winter School: Zombies zwischen (Pop-)Kultur und (Bild-)Politik\u00a0<\/span><\/h1>\n<p>Organisation: Universit\u00e4t Konstanz, Medienwissenschaft, Prof. Dr. Beate Ochsner<\/p>\n<figure id=\"attachment_2529\" aria-describedby=\"caption-attachment-2529\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturkunstmedien.files.wordpress.com\/2015\/04\/zombies-by-caioschiavo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2529 size-medium\" src=\"https:\/\/literaturkunstmedien.files.wordpress.com\/2015\/04\/zombies-by-caioschiavo.jpg?w=300\" alt=\"Photo by CaioSchiavo, courtesy of Flickr Creative Commons\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2529\" class=\"wp-caption-text\">Photo by CaioSchiavo, courtesy of Flickr Creative Commons<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den letzten Jahren konnte die Figur des Zombies neuerliches Interesse in Film und Fernsehen, in Literatur und in Wissenschaft wie auch in \u00d6konomie und Politik erwecken, das sich in unz\u00e4hligen Publikationen, medialen Artefakten und kulturellen Praktiken wie dem \u201eZombie-Walk\u201c (Wessendorf 2013) oder Zombie-Survival-Trainings niederschl\u00e4gt. So verliert der lebende Tote seinen Schrecken als das \u201eunattraktivste aller Filmmonster\u201c (<i>Schnitt <\/i>2012) und lebt \u201eseine Triebe befreit von jedem sozialen Tabu\u201c (Szemerey 2012: 33) aus. Dabei wird \u201edie h\u00e4ssliche Spiegelfigur des zivilisierten Menschen\u201c (Meteling 2006: 141) insbesondere filmisch als mannigfaltig zu besetzende und zu \u00fcbersetzende Figuration produziert, deren \u201eNicht-Zuordenbarkeit\u201c (Rath 2014: 11) zwischen Mensch und Nicht-Mensch, Tod und Leben, Individuum und Masse es erlaubt, ihn losgel\u00f6st vom Horror-\/Gore-Genre zu denken: Des Zombies unstillbarer Hunger nach warmem menschlichem Fleisch dient vielfach als Metapher oder Allegorie f\u00fcr die allumfassende Macht von Kapitalismus, Konsum, Globalisierung und Neoliberalismus (Quiggin 2010), sein massenhaftes Auftreten wird als \u201eAnzeichen eines kollektiven Aufbegehrens\u201c (F\u00fcrst et al. 2011: 7) gedeutet, sein rastloses Dasein als Untoter spiegelt \u201edie anthropologischen und theologischen Grenzfragen nach Tod und Leben des Einzelnen und nach dem Ende der Welt und der Auferstehung der Toten am J\u00fcngsten Tag\u201c (Meteling 2006: 127). Gleichzeitig werden an seinen Urspr\u00fcngen in der karibischen Voodoo-Kultur postkoloniale Fragen nach Gender, Race und Class verhandelt, eine Erweiterung der Thematik erfuhr das Zombie-Genre durch Danny Boyles <i>28 Days later <\/i>(2003) und der Fortsetzung <i>28 Weeks later <\/i>(2007), in denen ein Virus Menschen in zombiegleiche Bestien verwandelt. Der Unterschied zu den traditionellen Verfilmungen des Motivs besteht dabei darin, dass die in Zombies verwandelten Menschen lebendig bleiben und potentiell eine Wieder- oder R\u00fcckkehr in die Zivilisation m\u00f6glich ist. Eine \u00e4hnliche Konzeption verfolgt George A. Romeros <i>Land of the Dead <\/i>(2005), der den Zombie aus seiner Rolle des gelenkten, dumpf-gehorsamen Sklaven befreit und ihn als soziales und bewu\u00dftseinsbegabtes Lebewesen darstellt, dessen Existenzberechtigung nicht mehr ohne weiteres vorbehalten werden kann. Im Rahmen unserer Winter School \u201eZombies zwischen (Pop-)Kultur und (Bild-)Politik\u201c sollen unterschiedliche Figurationen des Zombies auf ihre Materialit\u00e4t, ihre Medialit\u00e4t, ihre Genealogie und ihre Narrative hin befragt werden. Wir richten uns damit an fortgeschrittene Master-Studierende und Promovierende aller Disziplinen, die sich in ihren Abschluss- und Forschungsarbeiten mit vergleichbaren Fragestellungen zum Zombie besch\u00e4ftigen. An f\u00fcnf Seminartagen werden Expert_innen aus der Philosophie und den Kultur- und Medienwissenschaften ihre Forschungsans\u00e4tze zum Thema pr\u00e4sentieren und zur Diskussion stellen. Ebenfalls wird es f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Teilnehmer_innen die M\u00f6glichkeit geben, ihre eigenen Forschungsarbeiten zu pr\u00e4sentieren und von den Expert_innen kommentieren zu lassen. Aus dieser Verkn\u00fcpfung von Vortr\u00e4gen und Kommentaren sowie Workshopmodulen, in denen die Teilnehmer_innen das Forschungsfeld systematisieren und weiterentwickeln, soll eine Lehr- und Lernform entstehen, die langfristig in ein Forschungsnetzwerk f\u00fcr Nachwuchswissenschaftler_innen \u00fcberf\u00fchrt werden soll, das die Universit\u00e4t Konstanz mit verschiedenen einzelnen Forschern wie auch den Partneruniversit\u00e4ten in Chile und England und weiteren internationalen Institutionen nachhaltig verbindet. Die Winter School ist Bestandteil des DAAD-gef\u00f6rderten ISAP-Programms zwischen der Medienwissenschaft an der Universit\u00e4t Konstanz und der Facultad de Humanidades bzw. der Escuela de Cine an der Universidad de Valpara\u00edso in Chile als auch der University of Essex in Gro\u00dfbritannien. Vortr\u00e4ge und Diskussionen werden folglich auf Deutsch, Englisch und\/oder Spanisch stattfinden, weshalb wir von den Teilnehmer_innen sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse sowie, wenn m\u00f6glich, gute Spanischkenntnisse erwarten. <span style=\"color:#800000\"><span style=\"text-decoration:underline\">Termin<\/span>: 4.4.-8.4. 2016\u00a0<\/span> <span style=\"color:#800000\"><span style=\"text-decoration:underline\">Ort<\/span>: Universit\u00e4t Konstanz\u00a0<\/span> <span style=\"color:#800000\"><span style=\"text-decoration:underline\">Bewerbung<\/span>: Kurzes Motivationsschreiben, Lebenslauf (inkl. Publikationen) und \u2013 wenn Sie Ihr eigenes Projekt vorstellen wollen \u2013 ein Abstract des Forschungsvorhabens (max. 500 W\u00f6rter). Bitte schicken Sie die Unterlagen als pdf per Email an:\u00a0sekretariat-medienwissenschaft[\u00e4t]uni-konstanz.de<\/span> <span style=\"color:#800000\"><span style=\"text-decoration:underline\">Bewerbungsfrist<\/span> ist der 15.02.2015.\u00a0<\/span> <span style=\"color:#800000\"><span style=\"text-decoration:underline\">Tagungssprachen<\/span>: Deutsch, Englisch und Spanisch<\/span> <span style=\"color:#800000\"><span style=\"text-decoration:underline\">Unkostenbeitrag<\/span>: 75,00 Euro (Anreise und Unterbringung m\u00fcssen selbst getragen werden, Tagungsverpflegung wird gestellt, inkl. Ausflugsprogramm am Bodensee).\u00a0<\/span> <b>Bibliographie\u00a0<\/b> Einleitung zum Thema \u201eZombiefilm\u201c (2012), in: <i>Schnitt<\/i>. <i>Das Filmmagazin <\/i>67 (1). F\u00fcrst, Michael\/Krautkr\u00e4mer, Florian\/Wiedmers, Serjoscha (2011): Einleitung, in: Dies. (Hrsg.): Untot. Zombie, Film, Theorie. M\u00fcnchen: Belleville, S. 7-15. Quiggin, John (2010): Zombie Economics. How dead ideas still walk among us. Princeton, N.J.: Princeton University Press. Meteling, Arno (2006): <i>Monster. Zu K\u00f6rperlichkeit und Medialit\u00e4t im modernen Horrorfilm<\/i>. Bielefeld: Transcript. Rath, Gudrun (2014): Zombi\/e\/s. Zur Einleitung, in: Dies. (Hrsg.): <i>Zombies. Zeitschrift f\u00fcr Kulturwissenschaften <\/i>(1), S. 11-17. Szemerey, Eleon\u00f3ra (2012): Zombies, Menschen, Kannibalen. Wer ist hier das Monster?, in: <i>Schnitt. Das Filmmagazin <\/i>67 (1), S.32-35. Wessendorf, Markus (2013): Zombie Walks and Zombie Economics, in: <i>Journal for Contemporary Drama in English <\/i>1 (1), S. 92-102.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>hier gibt es das ganze als PDF in drei Sprachen:\u00a0Call for papers_Winter School Zombies_deutsch\u00a0|\u00a0Call for papers_Escuela di inverino_Zombies_spanisch\u00a0|\u00a0Call for Proposals_Winter&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_stc_notifier_status":"","_stc_notifier_sent_time":"","_stc_notifier_request":false,"_stc_notifier_prevent":false,"_stc_subscriber_keywords":"","_stc_subscriber_search_areas":"","footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2524","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2524","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2524"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2524\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}