{"id":431,"date":"2025-02-12T14:00:01","date_gmt":"2025-02-12T13:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/kws\/?p=431"},"modified":"2025-02-10T13:06:13","modified_gmt":"2025-02-10T12:06:13","slug":"kunst-am-bau-an-der-universitaet-konstanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lkm.uni-konstanz.de\/kws\/2025\/02\/12\/kunst-am-bau-an-der-universitaet-konstanz\/","title":{"rendered":"Kunst am Bau an der Universit\u00e4t Konstanz"},"content":{"rendered":"<p>Die Universit\u00e4t Konstanz wurde 1966 als Reformuniversit\u00e4t gegr\u00fcndet. Wichtiger Unterschied einer Reformuniversit\u00e4t zu den traditionelleren Universit\u00e4ten ist der Ansatz, die verschiedenen Disziplinen von Grund auf in flachen Hierarchien zu vernetzen. In Konstanz wurden deshalb von Beginn an keine Institute f\u00fcr die einzelnen F\u00e4cher eingerichtet, sondern offenere Fachbereiche in fach\u00fcbergreifenden Sektionen, die bereits von der Organisationsstruktur her eine freiere Zusammenarbeit erm\u00f6glichten. Um die Interdisziplinarit\u00e4t auch aktiv leben zu k\u00f6nnen, sollte die neu gegr\u00fcndete Universit\u00e4t als Campus-Uni gestaltet werden: Alle Unterrichtsr\u00e4ume, B\u00fcros, Labore, Verwaltungen, Werkst\u00e4tten und sonstigen Einrichtungen auf einem gro\u00dfen Campus, im Zentrum als Herzst\u00fcck die frei zug\u00e4ngliche Bibliothek und eine gro\u00dfe Mensa f\u00fcr alle Angeh\u00f6rigen der Uni. Dieses gro\u00dfe Bauvorhaben konnte auf dem Gie\u00dfberg, etwas abseits von der Stadt, realisiert werden.<\/p>\n<p>Bereits bei der Gr\u00fcndung der Universit\u00e4t Konstanz wurde die Kunst am Bau mitgeplant und mitgedacht. Die moderne Architektur sollte mit darin integrierten Kunstwerken kombiniert werden, die Kunst sollte also zu einem Teil des Bauwerks werden und nicht nur schm\u00fcckendes Beiwerk sein. K\u00fcnstler:innen sollten so die M\u00f6glichkeit bekommen, das Aussehen der Universit\u00e4t von Anfang an mitzugestalten. Von Architekt:innen wie K\u00fcnstler:innen wurde dadurch verlangt, sich gegenseitig mit den Werken der anderen auseinanderzusetzen und darauf zu reagieren, gerne auch in provokanter und experimenteller Art und Weise.<\/p>\n<p>Beim Bau des Universit\u00e4tskomplexes auf dem Gie\u00dfberg wurde 1969 bereits vor Baubeginn ein Wettbewerb ausgeschrieben, um Kunst und Architektur Hand in Hand entwickeln zu k\u00f6nnen. So wurden die ersten Kunstwerke nach Abschluss des Wettbewerbs gemeinsam mit den Architekten entwickelt und integriert. Aus einem zweiten Wettbewerb 1974 Jahren ergab sich eine zweite \u201eBauwelle\u201c.<br \/>\nBei diesen ersten Wettbewerben galt das Credo, die vielf\u00e4ltigen Baumaterialien und farbigen Gestaltungen als besondere Charakteristik auch in die Kunst einflie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n<p>In der Folge etablierte sich dann allerdings das Verfahren, nur noch einzelne Kunstwerke f\u00fcr aktuell anfallende Baut\u00e4tigkeiten zu beauftragen. Zus\u00e4tzlich wurden immer wieder Direktank\u00e4ufe fertiger Kunstwerke get\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Neben den Kunstwerken an und in den Geb\u00e4uden wird schon jeweils der Weg zur Universit\u00e4t durch Kunst markiert: Die Wegf\u00fchrung von den Studierendenwohnheimen im Sonnenb\u00fchl durch den Hockgraben zur Uni wird durch die Spulenplastiken von Friedrich Gr\u00e4sel begleitet, bei den Sporthallen in Egg flankieren Skulpturen von Erwin Heerich den Weg und auf der Eggerhalde zwischen Egg und der Universit\u00e4t leiten die beiden Werke von Franz Bernhard den Weg zu den Geb\u00e4uden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Universit\u00e4t Konstanz wurde 1966 als Reformuniversit\u00e4t gegr\u00fcndet. Wichtiger Unterschied einer Reformuniversit\u00e4t zu den traditionelleren Universit\u00e4ten ist der Ansatz, die verschiedenen Disziplinen von Grund auf in flachen Hierarchien zu vernetzen. 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